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Problem: Ständig mobiler werdende Belegschaft


Unternehmen sollten vor einer BYOD-Autorisation für klare Richtlinien sorgen
Ein Unternehmen sollte sorgfältig abwägen, ob es Mitarbeitern, die ein Smartphone für ihre täglichen Aufgaben nutzen (egal, ob BYOD oder nicht), erlaubt, Apps für mobile Zahlungssysteme zu installieren

Von Troy Gill, Security Analyst bei AppRiver

(19.11.15) - Die zunehmende private Nutzung von Cloud-Speicherdiensten wird in naher Zukunft zu einem noch größeren Risiko für Unternehmen werden. Werden Dropbox, OneDrive, Box, Google Drive und andere Cloud-Speicherdienste von Einzeln verwendet, die nach einem einfacheren Dokumentenzugriff von verschiedenen Standorten aus suchen, wird das in Zukunft zu einem größeren Risiko für private aber auch professionelle Ziele im Business-Umfeld werden. Warum? Weil es dazu führt, dass Unternehmensdaten zusammen mit privaten Daten in der Cloud gespeichert werden.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Beschränken Sie den Zugriff auf Ordner in Ihrem Cloud-Netzwerk ausschließlich auf die Mitarbeiter, die diese Ordner brauchen, um ihre täglichen Aufgaben zu erfüllen. Dies hilft unabsichtlich oder mutwillig herbeigeführte Datenverluste zu vermeiden. Eine weitere hilfreiche Methode ist es, regelmäßig Sicherheitsschulungen durchzuführen. Besonders sinnvoll für den Personenkreis, der vertrauliche Unternehmensdaten unbeabsichtigt offenlegen könnte. Zudem halten Sie Mitarbeiter so auch dazu an, die geltenden Sicherheitsrichtlinien umzusetzen.

Darüber hinaus gilt es sorgfältig zu bestimmen, mit welchen Geräten Ihre Mitarbeiter auf Daten in der Cloud zugreifen dürfen und welche Verschlüsselungsarten sie nutzen können, um eine Verbindung der Geräte mit unsicheren Netzwerke zu unterbinden.

>> Eine ständig mobiler werdende Belegschaft kann zu einem großen Problem für BYOD-Richtlinien werden.
Unternehmen, die sehr weit gefasste oder überhaupt keine BYOD-Richtlinien haben, geraten potenziell dann in Schwierigkeiten, wenn mehr und mehr Mitarbeiter auf "Smart Devices" umsteigen. Das führt zu einer Verflechtung des Geschäfts- und Privatlebens mitsamt den zugehörigen Daten. Potenziell führt das zu einem starken Anstieg bei verloren gehenden oder kompromittierten Daten, die beispielsweise aus diesen Geräten ausgelesen werden.

Unternehmen sollten vor einer BYOD-Autorisation für klare Richtlinien sorgen. Diese Richtlinien sollten alle Bereiche abdecken, beginnend bei der Verschlüsselung von Passwörtern für eine App oder das eigentliche Gerät selbst, bis hin zur Erlaubnis ob ein Unternehmen eine Verbindung mit öffentlichen WLAN-Netzwerken zulässt.

>> Anbieter für mobile Zahlungssysteme arbeiten sehr intensiv daran, digitale Zahlungen über Dienste wie ApplePay, Google Wallet und CurrentC deutlich sicherer zu machen.
Einige Anbieter haben vehement daran gearbeitet, unser Zahlungsverhalten durch Funktionalitäten wie beispielsweise die sogenannte Near Field Communication (NFC) und Virtual Wallets, die jetzt ein Teil unserer Geräte sind, zu verändern. Unglücklicherweise ließen die ersten Implementierungsversuche aufgrund von zu großen Sicherheitslücken und -bedenken Einiges zu wünschen übrig. Diese sollten umgehend geschlossen und die Implementierung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt auf weitere Händler ausgeweitet werden.

Dank anfänglicher Sicherheitslücken und dem Angriff auf das CurrentC-Zahlungssystem durch Dritte, der zur Offenlegung der E-Mail-Adressen vieler Erstanwender führte, ist es nur wahrscheinlich, dass die mobilen Zahlungssysteme und deren Architekturen als Nächste angegriffen werden.

Ein Unternehmen sollte sorgfältig abwägen, ob es Mitarbeitern, die ein Smartphone für ihre täglichen Aufgaben nutzen (egal, ob BYOD oder nicht), erlaubt, Apps für mobile Zahlungssysteme zu installieren. Ein weiterer Punkt, den es zu berücksichtigen gilt, ist wie und wo die Daten von Unternehmenskreditkarten gespeichert werden.

Eins ist klar: In Sachen Online-Bedrohungen gibt es keine "todsicheren" Methoden, die vor allen Eventualitäten schützen. Unternehmen entscheiden sich am besten für eine Vorgehensweise, die verschiedene Methoden miteinander kombiniert: Möglichkeiten zur Überwachung, und Technologien aus unterschiedlichen Quellen. Zumindest können Sie so die Angriffsfläche für das Eindringen von Malware über E-Mail oder Internet deutlich verringern. (AppRiver: ra)

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Meldungen: Tipps & Hinweise

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    In letzter Zeit traten gehäuft Probleme bei der Verwendung von PGP und Keyservern auf: Bereits Angriffe mit einfachsten Methoden auf SKS Keyserver führten zu Überlastungen und dazu, dass Schlüssel unbrauchbar wurden. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. Die E-Mail-Verschlüsselung per PGP ist attraktiv: Kostenfrei und mit wenig Aufwand können Anwender ihren Mail-Verkehr verschlüsseln. Dieses Verfahren hat jedoch deutliche Schwächen, die dazu führen, dass das vermeintliche Gefühl von Sicherheit tatsächlich beeinträchtigt wird. "Mittels eines PGP Key Servers kann jeder Nutzer auf einfache Art ein Schlüsselpaar erstellen. Das allerdings ist das erste Problem: Jeder kann für jeden x-beliebigen anderen Menschen eine Nutzerkennung anlegen, die aus Vor- und Zunamen sowie der E-Mail-Adresse besteht. Eine Identitätsprüfung findet dabei nicht statt", so Christian Heutger, CTO der PSW Group. Stattdessen verifizieren und bestätigen andere Nutzer die Identität nach dem Ansatz des Web of Trust: Durch eine PGP-Signatur bekunden PGP-Nutzer ihr Vertrauen am öffentlichen Schlüssel.

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