- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Niemals verdächtige Anhänge öffnen


Ransomware-Angriff auf ein Hotel in Österreich schließt Hotelkunden aus Zimmer aus
Je größer der Schaden, den das angegriffene Computersystem oder der Computerausfall für die Betroffenen auslöst, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hacker die geforderte Lösegeldsumme erhalten

- Anzeigen -





Ein Hotel in Österreich, das schon seit über 100 Jahren exisiteirt, ist mit der Zeit gegangen und hat einige IT-Maßnahmen, wie beispielsweise elektronische Zimmerkarten, eingeführt. Jedoch wurde das Hotel bereits zum vierten Mal Opfer einer Hackerattacke. Diesmal waren die Auswirkungen gering, aber die Folgen des dritten Angriffs waren sehr viel weitreichender. Dabei wurden alle Hotelcomputer inklusive des Reservierungs- und Kassensystems stillgelegt. Auch das komplette Schlüsselsystem funktionierte nicht mehr. Laut einem Bericht auf Orf.at war die Konsequenz daraus, dass die Gäste nicht mehr in ihre Hotelzimmer konnten und neue Schlüssel gar nicht erst programmiert werden konnten.

Kurz vor dem dritten Angriff war das Hotel drei Wochen lang geschlossen gewesen und in der Zwischenzeit wurde keine Datensicherung vorgenommen. Durch den Hack wären alle Dokumente und Reservierungen verloren gegangen.

Dem Artikel zufolge stand der Hotelbetreiber unter großem Druck, da das Hotel komplett ausgebucht war. Deswegen sah er die Zahlung der geforderten Erpressersumme von 1.500 Euro in Form von Bitcoins als einzigen Ausweg. Nach der Zahlung wurden die Systeme wieder entsperrt und der Betrieb lief normal weiter.

Obwohl der vierte Hackerangriff vergleichsweise glimpflich ausging, plant der Hotelbetreiber nun beim nächsten Zimmerumbau wieder zu alten Zimmerschlössern zurückzukehren.

Doch ist dies wirklich notwendig? Welche Möglichkeiten gibt es, den technischen Fortschritt zu nutzen und sich trotzdem vor Hackern zu schützen?

Ondrej Vlceck, CTO von Avast, sagt:
"Jedes Unternehmen und jeder einzelne Anwender kann Opfer von Ransomware werden. Je größer der Schaden, den das angegriffene Computersystem oder der Computerausfall für die Betroffenen auslöst, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hacker die geforderte Lösegeldsumme erhalten. Theoretisch könnte Ransomware jedes computerbasierte System in jedem Unternehmen angreifen und den Back-Office-Betrieb lahm lagen. Genau das ist in dem österreichischen Hotel passiert. Dies sollte Unternehmensinhaber und Angestellte daran erinnern, dass der Schutz gegen Ransomware zur obersten Priorität erklärt werden muss. Eine starke Antivirensoftware ist dabei genauso wichtig, wie darauf zu achten, niemals verdächtige Anhänge zu öffnen. Außerdem sollten alle Systeme, Anwendungen und Geräte immer auf dem neusten Stand sein und fehlerfrei laufen."

Ist es möglich, dass Hacker Gäste im Hotelzimmer einschließen oder sie aus dem Zimmer aussperren?
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Schlösser mit einem Computersystem ferngesteuert werden können und Gäste dadurch in ihren Zimmern festgehalten werden. Solche Technologien würden die Brandschutzrichtlinien nicht erfüllen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hotels von Ransomware angegriffen werden?
Jedes Unternehmen und jeder Einzelne kann zum Ziel von Ransomware werden. Je stärker der Angriff dem Opfer schadet, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Lösegeldsumme gezahlt wird.

Ist etwas Ähnliches mit vernetzten Schlüsseln oder Geräten passiert?
Nein, bislang noch nicht. Soweit wir wissen, war das Ziel des Angriffs in diesem Fall auch nicht das Schloss-System, sondern der Computer der Rezeptionistin. So war es für sie unmöglich, neue Gäste einzuchecken und elektronische Zimmerschlüssel auszuhändigen.

Für welche Bereiche eines Hotels kann Ransomware eine Gefahr darstellen?
Theoretisch könnte jedes Computersystem angegriffen werden, wie zum Beispiel Überwachungskameras. Andere Geräte wie Zimmerschlüssel oder Feueralarm-Systeme sind als Angriffsziel hingegen weniger wahrscheinlich.

Um Hotels und ihre Gäste zu schützen, sollten Betreiber darauf achten,

>> auf ihren PCs eine starke Antivirensoftware zu installieren,
>> niemals unbekannte, verdächtige Anhänge in E-Mails zu öffnen und
>> alle Systeme, Anwendungen und Geräte regelmäßig zu aktualisieren.
(Avast Software: ra)

eingetragen: 09.02.17
Home & Newsletterlauf: 01.03.17


Avast Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • MySQL als unorthodoxes neues Einfallstor

    Cyberkriminelle finden immer wieder Wege, unbemerkt in Systeme einzusteigen, um von der Ferne aus Schadcode auszuführen. Beliebt als Einstiegsluken hierfür sind beispielsweise RDP oder SSH. Nun rückt auch SQL als Zugriffsmöglichkeit in den Fokus. Ein Sophos-Honeypot konnte kürzlich einen typischen Angriff über MySQL dokumentieren. Hacker haben verschiedene Möglichkeiten, in Systeme zu gelangen. Sie können etwa Schwachstellen und Exploits für ausgeklügelte Hackerangriffe verwenden, um vorhandene Sicherheitsüberprüfungen zu umgehen und Server dazu zu bringen, Schadsoftware auszuführen. Sie können aber auch versuchen herauszufinden, wie man ohne viel Aufwand über einen offiziellen Eingang und mit offiziellen Systembefehlen illegal und unbemerkt in fremde Systeme einsteigen kann.

  • Kontrolle von und über Zugriffsberechtigungen

    Gesetzliche Vorgaben einhalten, IT-Sicherheit gewährleisten und den Datenschutz nicht vernachlässigen - nur ein kleiner Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen, die Unternehmen bewältigen müssen. Doch wie lassen sich diese Anforderungen professionell erfüllen? Die Verwaltung von Benutzern und deren Zugriffsberechtigungen nimmt dabei in jeder ganzheitlich ausgerichteten IT-Security-Strategie eine wesentliche Rolle ein. Access-Management ist im Zeitalter von Industrie 4.0 und Internet of Things unverzichtbar. Heutzutage vernetzt sich jedes Unternehmen vielfach mit Lieferanten, Kunden, Partnern sowie Mitarbeitern und tauscht sämtliche Daten mit diesen aus. Diese weltweite Vernetzung bietet viele Chancen aber auch Risiken: Denn die Zahl virtueller Angriffe mit dem Ziel an geschützte, häufig hoch brisante Daten zu gelangen, steigt stetig. "Ohne die Kontrolle von und über Zugriffsberechtigungen funktioniert deshalb nichts mehr. Der Mehrwert von konsequentem, transparentem Access-Management stellt die flexible Nutzung von Vernetzungen bei deutlicher Risikominimierung dar", erläutert Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin der Acuroc Solutions und der AQRO GmbH. "Ein effektives Access-Management führt dazu, dass sich Funktionen, Rollen und damit Verantwortlichkeiten an Veränderungen bei Bedarf automatisch anpassen."

  • Ein Jahr DSGVO: keinerlei Anlass zur Freude

    Im ersten Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich das Datenrisiko in Deutschland nicht reduziert, sondern ist tendenziell noch gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Datenrisiko-Report der Security-Spezialistin Varonis Systems dem Risk Assessments bei rund 50 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe - vom mittelständischen Hersteller bis hin zum international agierenden Healthcare/Biotech-Konzern - zugrunde liegen. Weltweit wurden insgesamt 700 Unternehmen aus rund 30 Branchen und mehr als 30 Ländern mit einem Datenvolumen von insgesamt 54,6 Petabytes analysiert.

  • Ausweitung der Videoüberwachung

    Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Jeder kann in einem schier unglaublichen Umfang überwacht und ausspioniert werden, und das nicht nur von der NSA. Auch Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon überwachen, wo es nur geht. Die Überwachung fängt zwar im Internet an, ist aber nicht auf dieses beschränkt. "Der Datenskandal der Deutschen Post zeigt, dass die Überwacher längst in den eigenen Reihen sitzen. Da wäre die Meldebehörde, die unsere Daten für Parteiwerbung weitergibt, wenn wir nicht widersprechen. Oder Reise-Anbieter, die aufgrund bisher gebuchter Reisen neue passende Angebote machen. Oder auch Auskunfteien wie die Schufa, die überlegt hatte, Facebook-Daten für die Schufa-Auskunft mit auszuwerten", macht Christian Heutger, IT-Sicherheitsexperte bei der PSW Group Consulting aufmerksam.

  • Best Practices-Checkliste für die Cyber-Hygiene

    Nicht nur für die menschliche Gesundheit, sondern auch in der IT-Sicherheit gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Angesichts steigender Bedrohungen durch fortschrittliche Malware und Datendiebstahl in großem Stil, ist eine solide Cyber-Hygiene für die gesamte Hard- und Software eines Unternehmens essentiell. Regelmäßig durchgeführte Hygienepraktiken sorgen dafür, Systeme effizient zu halten und vor Angriffen zu schützen. In Unternehmen gibt es viele Elemente, die ohne adäquaten Cyber-Hygiene-Plan zu Schwachstellen führen und damit die Geschäftskontinuität gefährden können. Deshalb sollten alle Geräte, Softwareprogramme und Web-Anwendungen in einen kontinuierlichen Wartungsplan aufgenommen werden. Hierdurch erfolgt eine grundlegende Prävention gegen Cyberattacken. Zudem ermöglicht die regelmäßige Wartung bestmögliche Effizienz der eingesetzten Soft- und Hardware. Schwachstellen werden frühzeitig erkannt und schwerwiegende Probleme vermieden. Obwohl mit jedem digitalen Puzzleteil zahlreiche Bedrohungen einhergehen, ist die Einführung einer effektiven Cyber-Hygiene-Routine nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick scheint. Einige wenige Best Practices, die regelmäßig umgesetzt werden, können die Sicherheit eines jeden Systems enorm verbessern.