- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Mehr Ransom-DDoS-Angriffe als jemals zuvor


Wenn bekannt wird, dass auch nur ein einziges bekanntes Opfer das Lösegeld gezahlt hat, steigt die Zahl dieser Art von Angriffen fast zeitgleich
Cyberkriminelle sind ständig auf der Suche nach effizienten Methoden um Profit zu machen, und offensichtlich hat RDoS seine Bewährungsprobe dahingehend bestanden

- Anzeigen -





Autor: Marcel Leitel, Security Sales Engineer, Corero Network Security

In den letzten Wochen konnte man deutlich mehr DDoS-Angriffe beobachten, die mit einer Lösegeldforderung verknüpft waren. Angreifer finden offensichtlich zunehmend Gefallen an der Methode mit DDoS-Angriffen kritische Onlinesysteme lahmzulegen oder mit derlei Attacken zu drohen. Verknüpft mit einer dementsprechenden Lösegeldforderung.

Dazu gehört beispielsweise eine Hacker-Gruppierung, die sich selbst ANX-Rans nennt und auf diesen Weg versucht hat eine französische Firma auszunehmen. In der Schweiz ging eine Gruppe namens CyberTeam ähnlich vor und forderte eine Lösegeldsumme von 5 Bitcoin (20.000 Dollar) von Abuse.ch, der Seite eines bekannten schweizerischen Sicherheitsforschers. Überraschend ist das nicht unbedingt, denn die Zahl der DDoS-Attacken, die mit einer Ransomware-Kampagne (kurz RDoS) verknüpft wurden, ist seit Juni dieses Jahres kontinuierlich angestiegen. Im Juni war bekannt geworden, dass ein Hosting Provider in Südkorea fast 1 Million Dollar zahlte als eine Web-basierte Ransomware seine Kundenserver verschlüsselt hatte.

Wenn bekannt wird, dass auch nur ein einziges bekanntes Opfer das Lösegeld gezahlt hat, steigt die Zahl dieser Art von Angriffen fast zeitgleich. Auch Volumenangriffe dieser Kategorie haben inzwischen stark zugenommen. Cyberkriminelle sind ständig auf der Suche nach effizienten Methoden um Profit zu machen, und offensichtlich hat RDoS seine Bewährungsprobe dahingehend bestanden. Verglichen mit den Verlusten, die es mit sich bringt, wenn ein Unternehmen komplett offline gehen muss, mag es wie das kleinere Übel erscheinen, das Lösegeld zu zahlen.

Immer mehr Unternehmen sind dazu bereit und halten sogar Bitcoins für diesen Zweck bereit. Trotzdem ist und bleibt es ein Spiel mit dem Feuer, denn es gibt keinerlei Garantie dafür, dass die Attacke tatsächlich unterbleibt. RDoS ist nicht zu unterschätzen und eine reale Gefahr für Unternehmen.

Ransom-DDoS-Angriffe
Bei einer RDoS-Attacke senden die Angreifer zunächst eine Nachricht an das Opfer und drohen eine Denial-of-Service-Attacke oder eine Infektion der betrieblichen Systeme an - sollte die gestellte Lösegeldforderung nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden. Im Wesentlichen sind es zwei Gründe, die aus Sicht der Angreifer für diesen Angriffstyp sprechen. Sie stellen einen lukrativen Profit in Aussicht und sie lassen sich vergleichsweise einfach umsetzen. Um nicht zu sagen RDoS ist eine der einfachsten Methoden überhaupt, an schnelles Geld zu kommen.

Mittlerweile sind diese Attacken so üblich geworden, dass 80 Prozent der im Rahmen einer Studie in 2016 befragten IT-Sicherheitsexperten davon ausgehen innerhalb der nächsten zwölf Monate selbst mit einem RDoS-Angriff konfrontiert zu werden. Bei jeder Art von Service-Ausfällen ist das Opfer mit ebenso unangenehmen wie weitreichenden Folgen konfrontiert. Finanzielle Verluste einschließlich eines potenziellen Umsatzrückgangs stehen an erster Stelle, dicht gefolgt von einer nachhaltigen Schädigung des Rufs.

Daher sind die Zahlen an dieser Stelle nicht sonderlich überraschend: Beinahe die Hälfte der befragten IT-Sicherheitsexperten (43 Prozent), die an der Studie teilgenommen haben, schließt nicht aus, dass auch ihre Firma bereit wäre einer Lösegeldforderung nachzukommen. Ganz offensichtlich in der Annahme, die potenzielle Attacke so verhindern zu können.

Wie mit RDoS-Angriffen umgehen?
Die meisten Sicherheitslösungen konzentrieren sich noch immer darauf, wie man den Status Quo nach einer erfolgreichen Attacke am schnellsten wiederherstellt. Und nicht darauf, wie sich solche Angriffe und die potenziellen Folgen besser verhindern lassen. In der Zwischenzeit haben sich Lösungen zur Abwehr von DDoS-Angriffen aber deutlich weiter entwickelt und sie sind im Gegensatz zu den Lösungen früherer Generationen erschwinglicher geworden. Auch für Unternehmen mit weniger Budget. Firmen haben also die Wahl für welche Form der DDoS-Abwehr sie sich entscheiden und welche Variante für sie die kostengünstigste ist.

So oder so sollten Unternehmen grundsätzlich vorausschauender agieren, wenn sie Ransomware-basierte DDoS-Attacken wirksam abwehren wollen. Bewährt haben sich etwa Hardware-basierte Inline-Lösungen, die selbst kurze DDoS-Angriffe mit sehr geringen Bandbreiten zuverlässig erkennen und blockieren. Ohne eine Lösung, die die nötige Transparenz liefert, tun IT-Abteilungen sich schwer damit RDoS-Angriffe rechtzeitig abzuwehren (ohne ein Lösegeld zu zahlen…). (Corero Network Security: ra)

eingetragen: 16.10.17
Home & Newsletterlauf: 14.11.17


Corero Network Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Vorhandene Sicherheitseinstellungen aktivieren

    Oft findet der Router erst dann Beachtung, wenn das WLAN nicht funktioniert. Beim Schutz ihrer Geräte vor Hackern und Malware wird das Gerät hingegen häufig vergessen. Denn was Sicherheitseinstellungen betrifft, bekommen Heimanwender nicht immer ein Rundum-Sorglos-Paket mitgeliefert. Ungeschützt kann ein Router Angreifern Tür und Tor öffnen. Dabei tragen schon einige Maßnahmen dazu bei, die Sicherheit des Heimnetzwerks enorm zu verbessern. Eset gibt Tipps, wie Nutzer ihren Router sichern und so ihre Geräte und persönliche Daten noch besser schützen können.

  • Ransomware & Sicherheit am Arbeitsplatz

    Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung ändert sich auch die Arbeitsweise in Unternehmen. Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets gehören längst zum beruflichen Alltag. Hacker passen ihre Vorgehensweise an diese moderne Arbeitsweise an. Mit gezielten Cyberattacken sind sie zunehmend in der Lage, herkömmliche Schutzsysteme zu umgehen. Stormshield informiert auf seinem Unternehmensblog über die perfiden Maschen der Angreifer und gibt nützliche Tipps zur Abwehr von betrügerischer Schadsoftware (Malware).

  • Fake-Profile und Schadsoftware

    Wer auf einen Treffer von Amors Pfeil wartet, sucht sein Glück inzwischen oft online, insbesondere bei Dating-Apps. Nicht umsonst gilt LOVOO als die aktuell erfolgreichste iPhone-App in Deutschland. Laut Bitkom nutzen rund 47 Prozent der Deutschen ihr Smartphone für den Onlineflirt, 42 Prozent ihr Tablet und immerhin noch 34 Prozent suchen mit dem Laptop nach einem potentiellen Partner. Doch beim heißen Online-Flirt gibt es einiges zu beachten, damit die Partnersuche so sicher wie möglich verläuft. Eset gibt Tipps, damit aus der vermeintlichen großen Liebe keine böse Überraschung wird.

  • Gezielte Lobbyarbeit der Elektrobranche?

    "Müssen wir Brandschutzschalter im RZ installieren und/oder nachrüsten? Wie viele und an welchen Stellen?" Diese Frage stellen sich mehr und mehr Rechenzentrumsbetreiber und -verantwortliche, die durch den zurzeit zu beobachtenden Hype rund um diese Sicherheitstechnik verunsichert sind. Die Antwort der von zur Mühlen'sche Sicherheitsberatung aus Bonn (kurz: VZM) lautet: in zwingender Weise KEINE.

  • Was macht Cybersecurity so kompliziert?

    Spätestens nach den jüngsten Schwachstellen Spectre und Meltdown weiß jeder, dass das Thema Cybersecurity nie an Präsenz verliert und jeden betrifft. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanwender: Cyberkriminelle erfassen Passwörter noch während des Tippens, installieren Malware und fangen so sämtliche Daten unbemerkt ab. Oder sie spähen über Browserdaten Kreditkartendaten und Logins aus. Doch was macht Cybersecurity so kompliziert? Im Falle von Spectre und Meltdown handelt es sich zwar um Schwachstellen in Prozessoren. Doch in vielen anderen Fällen verstehen User die komplexen Methoden, die Kriminelle anwenden, um an geschäftskritische Daten zu gelangen. Sie tendieren jedoch dazu, das tatsächliche Risiko von Angriffen herunterzuspielen. Es ist ein ewiger Kreislauf: Der Endanwender fühlt sich durch die IT-Vorrichtungen geschützt und der IT-Verantwortliche schätzt den User als wachsamer und vorsichtiger ein, als er tatsächlich ist.