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Hinweise auf einen Fake-Shop


Fake-Shops: So erkennen Sie gefälschte Internet-Verkaufsplattformen
Über Impressum, Gütesiegel und Zahlungsmethoden Fake-Shops enttarnen



Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen: Auch Cyberkriminelle wollen als Fake-Shop-Betreiber mitverdienen. Bei Fake-Shops handelt es sich um gefälschte Online-Shops, die seriösen Angeboten nachempfunden sind. Häufig nutzen Fake-Shops kopiertes Bildmaterial und gefälschte Gütesiegel aus bekannten Onlineshops, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Die Preise liegen im Allgemeinen deutlich unter dem üblichen Durchschnitt.

Ein erster Hinweis auf einen Fake-Shop: Er bietet ausschließlich Vorkasse oder Auslandsüberweisung als Zahlungsmethode an. Bleibt dann die Lieferung der bestellten Ware aus oder wird minderwertige Ware geliefert, dann haben die Kunden das Nachsehen. Fake-Shops sind meist nur kurze Zeit online, gehen dann vom Netz und tauchen nach kurzer Zeit wieder an anderer Stelle auf.

"Wir empfehlen Kunden bereits bei leichten Zweifeln eine kurze Hintergrundrecherche, um Fake-Shops zu enttarnen," erklärt Peter Meyer, Leiter Cyber Security Services im eco Verband der Internetwirtschaft e. V. "Über die Adresse und die Bankdaten des Shops lässt sich einfach recherchieren, welche Erfahrungen andere Kunden mit dem jeweiligen Anbieter gemacht haben."

Diese acht Merkmale weisen auf einen Fake-Shop hin:

1.
Die Daten werden nicht verschlüsselt übertragen. Ob ein Shop verschlüsselt überträgt, ist im Browser am Schlosssymbol und der https-URL zu erkennen.

2. Als Zahlungsmethode wird ausschließlich Vorkasse angeboten.

3. Die Internet-Adresse ähnelt einem bekannten seriösen Shop, hat aber eine andere Endung. Statt quelle.de lautet die Adresse zum Beispiel quelle.org.

4. Das Impressum ist unvollständig, es fehlen Hinweise zu Widerruf oder Versandkosten.

5. Alle Kundenbewertungen sind durchweg positiv.

6. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen fehlen ganz oder sind in schlechtem Deutsch verfasst.

7. Gütesiegel sind nicht mit der Vergabestelle des Siegels verlinkt.

8. Auf anderen Seiten im Netz warnen Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Kunden vor dem Fake-Shop.

"Sind Angebote zu gut um wahr zu sein, dann hilft ein gesundes Misstrauen", so Meyer. "Besonders bei hochwertigen Markenartikeln, die deutlich unter Warenwert verkauft werden, sollten Kunden kritisch hinterfragen, ob der Preis realistisch ist und im Zweifel Nachforschungen anstellen."

Weitere Informationen und Hilfsangebote für Opfer von Fake-Shops sind erhältlich unter https://wiki.botfrei.de/Fake-Shops .
(eco: ra)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 07.02.18


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.