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Lieblingsfirmen der Spammer


Social Engineering wird immer einfacher und Spam erlebt ein Comeback als Angriffsvektor
In den Anhängen der gefälschten E-Mails steckt oft Schadsoftware wie etwa Ransomware, Keylogger oder Bank-Trojaner



Mit dem Rückgang der Exploit-Kits wächst der Versand von Spam wieder in der Gunst der Kriminellen. Ein beliebter Trick der Spammer ist es, sich als legitimes Unternehmen auszugeben und die Empfänger damit über den schädlichen Inhalt zu täuschen. Für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht F-Secure jetzt eine Rangliste der beliebtesten gefälschten Absender. Die Liste enthält die Namen von Schwergewichten wie Microsoft, Amazon oder Apple. Das zeigt deutlich: Je größer der Name, desto verlockender der Missbrauch in Spam-Mails.

"So viele Leute nutzen die Dienste oder Produkte dieser großen Unternehmen, entsprechend macht es für die Kriminellen Sinn, diese bekannten Namen zu missbrauchen", so Rüdiger Trost, Head of Cyber Security Solutions bei F-Secure Deutschland.

Neben den Größen aus dem Tech-Bereich bevorzugen Spammer Angebote aus dem Bereich Online-Dating (etwa Match.com) oder Finanzanbieter wie PayPal und Giropay. Auch Lieferdienste wie UPS sind hoch auf ihre Liste, oft setzen die Kriminellen auf vermeintliche Versandbenachrichtigungen.

"Für Spammer sind Social-Engineering-Attacken leichter als jemals zuvor", sagt Trost. "Der E-Commerce ist inzwischen so weit verbreitet, dass eine einfache E-Mail mit dem Betreff ‚Ihre Bestellung konnte nicht zugestellt werden!‘ oft schon ausreicht. Bei der schieren Masse an ausgeliefertem Spam ist es fast garantiert, dass ein Teil der Empfänger tatsächlich auf Waren wartet. Und genau dieser Zusammenhang hebelt oft alle gelernten Vorsichtsmaßnahmen aus."

In den Anhängen der gefälschten E-Mails steckt oft Schadsoftware wie etwa Ransomware, Keylogger oder Bank-Trojaner. Während sie vordergründig angeben, legitime Produkte zu verkaufen, versuchen sie im Hintergrund an sensible Daten, wie etwa Kreditkarteninformationen zu gelangen. Andere Spam-Kampagnen haben den Diebstahl von Zugangsdaten als Ziel.

Lange Zeit waren Exploit-Kits die bevorzugten Angriffswaffen der Kriminellen. Diese versteckten sich auf gehackten oder bösartigen Webseiten und attackierten Besucher automatisch durch Schwachstellen im genutzten Browser. Mit dem Rückgang von Zero-Day-Schwachstellen und immer kürzeren Update-Zyklen von genutzten Programmen geht diese Art des Angriffs allerdings zurück. Parallel dazu wächst die Anzahl an E-Mails mit bösartigem Inhalt – auch Kriminelle unterwerfen sich dem Marktzwang.

Laut Trost wird sich das so schnell nicht ändern. Daher hat er drei Tipps für IT-Verantwortliche, um die Ausbreitung von Malware per Spam einzudämmen:

Müssen Nutzer wirklich ZIP-Dateien verschicken? Cloud-Dienste erlauben das sichere Teilen von Inhalten. Der Einsatz solcher Dienste erlaubt es, den Empfang von ZIP-Dateien komplett zu verbieten, diese Maßnahme schließt eine der häufigsten Infektionswege.
In Office sollte der Einsatz von Makro-Skripten deaktiviert werden.
Trennen Sie jscript von Code, der tatsächlich auf der Maschine ausgeführt wird.

Rangliste: Die am häufigsten gefälschten Absender in Deutschland , 1 HJ 2017
Paypal
Amazon
Ebay
Giropay
Lyft
Apple
Microsoft
Mercedes

Rangliste: Die am häufigsten gefälschten Absender weltweit, 1 HJ 2017
USPS
Amazon
Fedex
Apple
Paypal
Walgreens
Microsoft
Eharmony
Lyft
Facebook
Bank of America
Match.com
(F-Secure: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 20.07.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.