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Tipps für mehr Cybersicherheit


Das Passwort ist tot, lang lebe das Passwort?
Verwenden Sie verschiedene Authentifizierungsmethoden!

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Authentifizierung ist der Vorgang, der eine Identität (unabhängig davon, ob Benutzer, Computer oder Gerät) durch den Vergleich von Anmeldeinformationen mit einer vorhandenen Datenbank autorisierter Identitäten bestätigt, bevor der Zugriff auf ein System oder eine Anwendung erlaubt wird. Statt sich auf zunehmend unsicher werdende Passwörter zu verlassen, verwenden Sie besser mehrere Faktoren für den Authentifizierungsvorgang. Authentifizierungsfaktoren sind etwas, das Sie kennen (z.B. Benutzername/Passwort, Antwort auf eine Sicherheitsfrage), etwas, das Sie besitzen (z.B. digitales Zertifikat, Smartcard, etc.) und etwas, das Sie sind (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung).

Multi-Faktor-Authentifizierung
Die drei grundlegenden Elemente, die in der MFA verwendet werden, sind:
a) etwas, das der Benutzer kennt, wie ein Passwort oder eine PIN-Nummer;
b) etwas, das der Benutzer besitzt, wie ein mobiles Gerät; und
c) etwas, das der Benutzer selbst ist, wie ein Fingerabdruck, optische Merkmale oder die Stimme.

Das Prinzip der MFA beruht darauf, dass es keinen perfekten Authentifizierungsfaktor als solchen gibt. Jeder Faktor hat Stärken und Schwächen. Beim Konzept der Multi-Faktor-Authentifizierung gleicht ein zweiter oder dritter Faktor die Schwäche des/der anderen Faktors/en aus und umgekehrt. Das Prinzip der MFA besteht also darin, dass jeder Faktor die Schwäche der anderen Faktoren kompensiert.

Authentifizierungsfaktoren sind beispielsweise über "etwas, das der Benutzer kennt", wie Passwörter und Pins, für Brute-Force- oder Social-Engineering-Angriffe anfällig. Sie können aber einen weiteren Authentifizierungsfaktor ergänzen, wie "etwas, das Sie haben" oder "etwas, das Sie sind", wie einen biometrischen Faktor in Form eines Fingerabdrucks oder der Stimme. Verfügt ein Hacker nicht über alle vom System benötigten Faktoren, kann er nicht auf den betreffenden Account zugreifen.

Neben Verschlüsselung geben viele Compliance-Standards vor, dass Unternehmen MFA in bestimmten Situationen zwingend implementieren müssen. Dies gilt insbesondere, wenn es um den Schutz sensibler Daten wie personenbezogene Daten (PII) oder Finanzdaten geht.

Verwenden Sie starke Passwörter und verwenden Sie nur ein Mal.
Viele Hacker verkaufen gestohlene Daten weiter, das ist mittlerweile gängige Praxis. Dazu gehören Daten von Tausenden, wenn nicht Millionen von Nutzern und deren Passwörter. Wenn Sie für jeden Account das gleiche Passwort verwenden, fällt es einem Hacker nicht besonders schwer, Zugang zu allen Ihren Systemen zu erlangen. Ansonsten kann ein Hacker "Brute Force" einsetzen, um Ihr Passwort herauszufinden. Die Methode verfängt allerdings längst nicht mehr so gut, wenn ein Passwort länger ist, verschiedene Zeichenfolgen verwendet und so weiter. Verwenden Sie einen Passwort-Manager, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Passwörter nicht vergessen und diese gut geschützt sind.

Schulungen
Alle Mitarbeiter sollten in der Verwendung von Passwörtern geschult sein. Dazu gehört u.a.:
• >> Sicherstellen, dass Mitarbeiter keine Passwörter notieren (und so einem Diebstahl Vorschub leisten)
• >> Sicherstellen, dass Mitarbeiter Passwörter nicht weitergeben, solange eine Kommunikation nicht verschlüsselt abläuft.
• >> Starke Passwörter nutzen und einen Passwort-Manager verwenden.
• >> Sicherstellen, dass Mitarbeiter nicht dieselben Passwörter für mehrere Anwendungen oder gemeinsam für die private und betriebliche Verwendung benutzen.

Sichere E-Mail-Kommunikation und Schutz vor Phishing
E-Mail bleibt ein nach wie vor nicht zu unterschätzender Schwachpunkt beim Thema Cybersicherheit. Dabei sind Datenverlust/Datenschutzverletzungen und Phishing-Angriffe zwei der wichtigsten Bedrohungen. Sie sollten nach einer E-Mail-Sicherheitslösung suchen, die Nachrichten bei der Übertragung und im Ruhemodus verschlüsseln kann. Sie sollte den Ursprung der Nachricht verifizieren, sodass ein Mitarbeiter gefälschte E-Mails als solche erkennen und entsprechend handeln kann. Benutzerfreundlichkeit spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zumindest, wenn Sie verhindern wollen, dass Mitarbeiter nach Wegen suchen Sicherheitslösungen zu umgehen. Simulieren Sie Phishing-Angriffe und sensibilisieren Sie Mitarbeiter, gerade auch was Phishing-Angriffe auf Mobilgeräte anbelangt.
(GlobalSign: ra)

eingetragen: 30.05.19
Newsletterlauf: 21.06.19

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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • MySQL als unorthodoxes neues Einfallstor

    Cyberkriminelle finden immer wieder Wege, unbemerkt in Systeme einzusteigen, um von der Ferne aus Schadcode auszuführen. Beliebt als Einstiegsluken hierfür sind beispielsweise RDP oder SSH. Nun rückt auch SQL als Zugriffsmöglichkeit in den Fokus. Ein Sophos-Honeypot konnte kürzlich einen typischen Angriff über MySQL dokumentieren. Hacker haben verschiedene Möglichkeiten, in Systeme zu gelangen. Sie können etwa Schwachstellen und Exploits für ausgeklügelte Hackerangriffe verwenden, um vorhandene Sicherheitsüberprüfungen zu umgehen und Server dazu zu bringen, Schadsoftware auszuführen. Sie können aber auch versuchen herauszufinden, wie man ohne viel Aufwand über einen offiziellen Eingang und mit offiziellen Systembefehlen illegal und unbemerkt in fremde Systeme einsteigen kann.

  • Kontrolle von und über Zugriffsberechtigungen

    Gesetzliche Vorgaben einhalten, IT-Sicherheit gewährleisten und den Datenschutz nicht vernachlässigen - nur ein kleiner Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen, die Unternehmen bewältigen müssen. Doch wie lassen sich diese Anforderungen professionell erfüllen? Die Verwaltung von Benutzern und deren Zugriffsberechtigungen nimmt dabei in jeder ganzheitlich ausgerichteten IT-Security-Strategie eine wesentliche Rolle ein. Access-Management ist im Zeitalter von Industrie 4.0 und Internet of Things unverzichtbar. Heutzutage vernetzt sich jedes Unternehmen vielfach mit Lieferanten, Kunden, Partnern sowie Mitarbeitern und tauscht sämtliche Daten mit diesen aus. Diese weltweite Vernetzung bietet viele Chancen aber auch Risiken: Denn die Zahl virtueller Angriffe mit dem Ziel an geschützte, häufig hoch brisante Daten zu gelangen, steigt stetig. "Ohne die Kontrolle von und über Zugriffsberechtigungen funktioniert deshalb nichts mehr. Der Mehrwert von konsequentem, transparentem Access-Management stellt die flexible Nutzung von Vernetzungen bei deutlicher Risikominimierung dar", erläutert Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin der Acuroc Solutions und der AQRO GmbH. "Ein effektives Access-Management führt dazu, dass sich Funktionen, Rollen und damit Verantwortlichkeiten an Veränderungen bei Bedarf automatisch anpassen."

  • Ein Jahr DSGVO: keinerlei Anlass zur Freude

    Im ersten Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich das Datenrisiko in Deutschland nicht reduziert, sondern ist tendenziell noch gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Datenrisiko-Report der Security-Spezialistin Varonis Systems dem Risk Assessments bei rund 50 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe - vom mittelständischen Hersteller bis hin zum international agierenden Healthcare/Biotech-Konzern - zugrunde liegen. Weltweit wurden insgesamt 700 Unternehmen aus rund 30 Branchen und mehr als 30 Ländern mit einem Datenvolumen von insgesamt 54,6 Petabytes analysiert.

  • Ausweitung der Videoüberwachung

    Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Jeder kann in einem schier unglaublichen Umfang überwacht und ausspioniert werden, und das nicht nur von der NSA. Auch Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon überwachen, wo es nur geht. Die Überwachung fängt zwar im Internet an, ist aber nicht auf dieses beschränkt. "Der Datenskandal der Deutschen Post zeigt, dass die Überwacher längst in den eigenen Reihen sitzen. Da wäre die Meldebehörde, die unsere Daten für Parteiwerbung weitergibt, wenn wir nicht widersprechen. Oder Reise-Anbieter, die aufgrund bisher gebuchter Reisen neue passende Angebote machen. Oder auch Auskunfteien wie die Schufa, die überlegt hatte, Facebook-Daten für die Schufa-Auskunft mit auszuwerten", macht Christian Heutger, IT-Sicherheitsexperte bei der PSW Group Consulting aufmerksam.

  • Best Practices-Checkliste für die Cyber-Hygiene

    Nicht nur für die menschliche Gesundheit, sondern auch in der IT-Sicherheit gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Angesichts steigender Bedrohungen durch fortschrittliche Malware und Datendiebstahl in großem Stil, ist eine solide Cyber-Hygiene für die gesamte Hard- und Software eines Unternehmens essentiell. Regelmäßig durchgeführte Hygienepraktiken sorgen dafür, Systeme effizient zu halten und vor Angriffen zu schützen. In Unternehmen gibt es viele Elemente, die ohne adäquaten Cyber-Hygiene-Plan zu Schwachstellen führen und damit die Geschäftskontinuität gefährden können. Deshalb sollten alle Geräte, Softwareprogramme und Web-Anwendungen in einen kontinuierlichen Wartungsplan aufgenommen werden. Hierdurch erfolgt eine grundlegende Prävention gegen Cyberattacken. Zudem ermöglicht die regelmäßige Wartung bestmögliche Effizienz der eingesetzten Soft- und Hardware. Schwachstellen werden frühzeitig erkannt und schwerwiegende Probleme vermieden. Obwohl mit jedem digitalen Puzzleteil zahlreiche Bedrohungen einhergehen, ist die Einführung einer effektiven Cyber-Hygiene-Routine nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick scheint. Einige wenige Best Practices, die regelmäßig umgesetzt werden, können die Sicherheit eines jeden Systems enorm verbessern.