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Zeitraubende Sisyphusarbeit


Log-in-Versuche von "falschen" Administratoren analysieren
Angriffe auf IT-Systeme durch vermeintliche Systemverwalter identifizieren und abwehren

(20.08.15) - Angriffe auf Unternehmensnetze und die dort befindlichen IT-Systeme mithilfe von User-Accounts, die über privilegierte Zugriffsrechte verfügen, nehmen ständig zu. Das haben Untersuchungen von ManageEngine ergeben, einem führenden Anbieter von Echtzeit-Tools für die Überwachung von IT-Umgebungen. Häufig versuchen Cyber-Kriminelle, sich mithilfe gestohlener Zugangsdaten auf Servern und Arbeitsplatzrechnern im Firmennetz einzuloggen.

Das klappt oft nicht auf Anhieb, etwa weil sich mittlerweile das Passwort geändert hat. Deshalb starten Angreifer viele Log-in-Versuche, so Derek Melber, ein weltweit bekannter Fachmann auf den Gebieten Microsoft Windows und Active Directory, in einem Beitrag im Weblog von ManageEngine. Deshalb sei es wichtig, den Ursprungsort der Angriffe zu ermitteln, also die IP-Adressen der IT-Systeme, von denen aus die Attacken gestartet würden. Nur dann lassen sich laut Melber derartige Angriffe proaktiv abwehren.

Allerdings ist es für IT-Fachleute höchst aufwändig, gescheiterten Log-in-Versuchen durch vermeintliche Administratoren und "Power Usern" auf den Grund zu gehen. Denn das bedeutet, die Log-Dateien jedes Domain-Controllers auszuwerten – eine wahre Sisyphusarbeit. Denn wer solche Analysen mit "Bordmitteln" von Windows wie EventViewer und PowerShell durchführen will, sieht sich mit folgenden Hindernissen konfrontiert:

>> Jeder Domain-Controller enthält einen separaten Security-Log-File, der nicht repliziert wird.

>> Die Basiskonfiguration der meisten Security-Logs sieht nach einer bestimmten Zeitspanne das Überschreiben von sicherheitsrelevanten "Events" vor. Das heißt, Einträge mit Hinweisen auf Angriffe gehen möglicherweise verloren.

>> Zwar lassen sich Security-Logs archivieren. Um sie zu durchsuchen, müssen sie jedoch von Hand in Microsoft EventViewer oder andere Tools importiert werden.

>> Bei fehlerhaften Log-in-Versuchen kann ein Alarm ausgegeben werden. Allerdings sieht Microsoft keine Option vor, diese Warnmeldungen auf Accounts mit privilegierten Zugriffsrechten zu begrenzen.

>> Mit der PowerShell kann ein Administrator die Log-Dateien nach speziellen Events durchsuchen. Das klappt aber nur bei Files, die noch nicht archiviert wurden.

Alleine diese Punkte machen deutlich, dass es de facto fast unmöglich ist, mithilfe von EventViewer und PowerShell Sicherheits-Log-Daten mit akzeptablem Aufwand zu analysieren. Das gilt insbesondere für die Ermittlung der IP-Adressräume, von denen aus Angriffe initiiert werden.
(ManageEngine: ra)

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Meldungen: Tipps & Hinweise

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    Im ersten Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich das Datenrisiko in Deutschland nicht reduziert, sondern ist tendenziell noch gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Datenrisiko-Report der Security-Spezialistin Varonis Systems dem Risk Assessments bei rund 50 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe - vom mittelständischen Hersteller bis hin zum international agierenden Healthcare/Biotech-Konzern - zugrunde liegen. Weltweit wurden insgesamt 700 Unternehmen aus rund 30 Branchen und mehr als 30 Ländern mit einem Datenvolumen von insgesamt 54,6 Petabytes analysiert.

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    Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Jeder kann in einem schier unglaublichen Umfang überwacht und ausspioniert werden, und das nicht nur von der NSA. Auch Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon überwachen, wo es nur geht. Die Überwachung fängt zwar im Internet an, ist aber nicht auf dieses beschränkt. "Der Datenskandal der Deutschen Post zeigt, dass die Überwacher längst in den eigenen Reihen sitzen. Da wäre die Meldebehörde, die unsere Daten für Parteiwerbung weitergibt, wenn wir nicht widersprechen. Oder Reise-Anbieter, die aufgrund bisher gebuchter Reisen neue passende Angebote machen. Oder auch Auskunfteien wie die Schufa, die überlegt hatte, Facebook-Daten für die Schufa-Auskunft mit auszuwerten", macht Christian Heutger, IT-Sicherheitsexperte bei der PSW Group Consulting aufmerksam.

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    Nicht nur für die menschliche Gesundheit, sondern auch in der IT-Sicherheit gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Angesichts steigender Bedrohungen durch fortschrittliche Malware und Datendiebstahl in großem Stil, ist eine solide Cyber-Hygiene für die gesamte Hard- und Software eines Unternehmens essentiell. Regelmäßig durchgeführte Hygienepraktiken sorgen dafür, Systeme effizient zu halten und vor Angriffen zu schützen. In Unternehmen gibt es viele Elemente, die ohne adäquaten Cyber-Hygiene-Plan zu Schwachstellen führen und damit die Geschäftskontinuität gefährden können. Deshalb sollten alle Geräte, Softwareprogramme und Web-Anwendungen in einen kontinuierlichen Wartungsplan aufgenommen werden. Hierdurch erfolgt eine grundlegende Prävention gegen Cyberattacken. Zudem ermöglicht die regelmäßige Wartung bestmögliche Effizienz der eingesetzten Soft- und Hardware. Schwachstellen werden frühzeitig erkannt und schwerwiegende Probleme vermieden. Obwohl mit jedem digitalen Puzzleteil zahlreiche Bedrohungen einhergehen, ist die Einführung einer effektiven Cyber-Hygiene-Routine nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick scheint. Einige wenige Best Practices, die regelmäßig umgesetzt werden, können die Sicherheit eines jeden Systems enorm verbessern.