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Apps zum Schutz gegen WannaCry?


Tatsächlich nutzt WannaCry Schwachstellen im Betriebssystem von Microsoft aus und ist daher für Android-Geräte gar keine Gefahr
Entsprechende Apps im Store von Google sollten daher ignoriert werden



Der weltweite Angriff der Ransomware "WannaCry" hat viele Leute aufgerüttelt und dabei das Thema "IT-Sicherheit" wieder im Bewusstsein nach vorne gebracht. Das Anti-Virus-System auf dem Computer ist inzwischen Standard, viele vergessen dabei aber ihre mobilen Geräte. Ein umfassender Schutz von Smartphones und Tablets ist aber ein absolutes Muss – schließlich sind die mobilen Geräte inzwischen kleine Computer und speichern persönlichste Daten wie Kontonummern und PIN-Codes.

Doch auch wenn Nutzer einen Schritt weiter sind und ihre Geräte sichern möchten, gibt es immer noch einige Fallen. So haben die Teams von McAfee im App-Store von Google diverse Apps entdeckt, die Schutz vor WannaCry versprechen – aber eigentlich nur die Geräte der Nutzer ausspionieren und im schlimmsten Fall mit Malware infizieren.

"Dieser Fall zeigt wieder, dass Nutzer bei der Installation von Apps besonders vorsichtig sein müssen", kommentiert Alexander Salvador, Director Retail EMEA bei McAfee. "Tatsächlich nutzt WannaCry Schwachstellen im Betriebssystem von Microsoft aus und ist daher für Android-Geräte gar keine Gefahr – entsprechende Apps im Store von Google sollten daher ignoriert werden. Cyber-Kriminelle nutzen immer wieder Hypes rund um bestimmte Apps oder Themen aus und stellen getarnte Malware zum Download zur Verfügung. In der Vergangenheit haben wir das zum Beispiel bei Spielen wie Pokemon Go oder Mario Run gesehen. Gefälschte Sicherheits-Apps gegen WannaCry werden nicht der letzte Versuch von Cyber-Kriminellen sein, an sensible Nutzerdaten zu gelangen."

Fünf Tipps für mehr App-Sicherheit
Damit Nutzer bei der Installation von neuen Apps keine böse Überraschung erleben, gibt McAfee ein paar einfache Tipps und Tricks, die das eigene Gerät schützen:

>> Offizielle Stores nutzen: Apps aus den offiziellen Stores sind in der Regel sicherer als Anwendungen von inoffiziellen Seiten. Aber Vorsicht: auch hier können gefährliche Apps lauern, wie der jüngste WannaCry-Fall zeigt.

>> Nutzerkommentare lesen: Häufig haben andere Nutzer bereits einschlägige Erfahrungen mit der App gemacht. Deshalb sind die Kommentare hilfreich, ebenso wie die "Note" der App.

>> Download-Anzahl prüfen: Neben den Nutzerkommentaren zeigt auch die Anzahl der Downloads, ob eine App als sicher gelten kann. Wurde die App seit Einstellung in den Store fast kaum heruntergeladen, sollten sie es sich noch einmal genau überlegen.

>> Security-Software einsetzen: Eine Mobile Security Software sorgt für Datenschutz und Virenschutz und macht frühzeitig auf mögliche Probleme aufmerksam.
(McAfee: ra)

eingetragen: 22.06.17
Home & Newsletterlauf: 11.07.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.