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Neuerungen bei Chrome ab 2017


Firefox und Chrome: Browser stellen HTTPS unterschiedlich dar
Ab 2017 regelt Google die Darstellung sicherer Verbindungen neu



Mozilla Firefox und Google Chrome gehören zu den beliebtesten Browsern. Doch beide gehen ganz unterschiedlich mit HTTPS, also mit der Verschlüsselung von Webseiten, um. Insbesondere Google hat in den vergangenen Jahren strenge Richtlinien aufgestellt und wird spätestens ab Januar 2017 aus Verbraucherschutzgründen Websites ohne SSL/TLS-Verschlüsselung mit einem weißen Blatt in der Adressleiste markieren. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam.

Ein Klick auf dieses kleine Info-Symbol verrät Internet-Nutzern dann, dass die Verbindung zu dieser Seite nicht sicher ist. Erkennt der Browser hingegen effizient verschlüsselte Webseiten, so werden diese in der Browserleiste mit einem zusätzlichen grünen Schloss dargestellt. Verschlüsselt der Website-Betreiber in höchster Validierung, nutzt also ein sogenanntes Extended Validation-Zertifikat, färbt sich die Adressleiste grün. "Wenn etwas mit der SSL-Verschlüsselung nicht stimmt, also mit der Verschlüsselung einer Site nicht in Ordnung ist, zeigt Chrome ein rotes "X" an. Eine Verschlüsselung ist in diesem Falle zwar grundsätzlich vorhanden, jedoch in ihrer Sicherheit beeinträchtigt", weist Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, hin.

Neuerungen bei Chrome ab 2017
Ab Januar 2017 wird Google dann zusätzlich vor Sites warnen, die zwar Passwörter und/ oder Kreditkarteninformationen abfragen, jedoch keine HTTPS-Verschlüsselung nutzen. Einige Releases später will Chrome jene Websites als unsicher markieren, die auf Verschlüsselung verzichten. "Mit einem kleinen Trick können User diese Warnungen schon jetzt aktivieren, indem sie die Einstellungsseite chrome://flags aufrufen. Dort klicken sie einfach nur noch den Menüpunkt "Nicht sicheren Ursprung als nicht sicher markieren" an und nach einem Browser-Neustart sind die Funktion unter Mac OS X, Windows, Linux, Android sowie Chrome OS bereits nutzbar", rät Heutger.

Auch Mozilla Firefox stellt sichere Verbindung mit einem grünen Sperrschloss in der Browserleiste dar. Ist neben dem grünen Sperrschloss ein Unternehmensname zu sehen, hat der Website Besucher Gewissheit, dass der Betreiber in höchster Validierung verschlüsselt.

Gemischte Inhalte bei Firefox
Alle anderen Webseiten kennzeichnet Firefox mit Warndreiecken in den Farben grau, gelb und rot – je nach Grad der Sicherheit. So werden sichere Seiten mit unsicheren Inhalten zwar mit grünem Sperrschloss, jedoch mit grauem Warndreieck angezeigt. "Dies bedeutet, dass die Seite an sich sicher ist, unsichere Inhalte jedoch nicht geladen wurden und deshalb nicht angezeigt werden. Dies kann dann passieren, wenn ein Websitebetreiber seine Site eigentlich verschlüsselt, aber beispielsweise einem Werbenetzwerk angeschlossen ist, welches Banner als HTTP-Inhalte ausgibt. Angreifer könnten die HTTP-Anteile der Website auslesen und diese austauschen, um Login-Informationen sowie persönliche Informationen wie Adresse oder Kreditkarteninformationen der Website-Besucher zu stehlen. Auch gelänge es dem Angreifer, auf diese Weise Schadsoftware auf Rechnern zu installieren", erklärt Christian Heutger.

Zeigt Firefox in der Browserleiste vor der URL hingegen ein graues Sperrschloss mit gelbem Warndreieck an, so ist die Website nur teilweise verschlüsselt und nicht abhörsicher. "In diesem Falle sollten User auf die Eingabe persönlicher Daten verzichten. Gleiches gilt, wenn ein graues Sperrschloss angezeigt wird, welches rot durchgestrichen ist. Dann ist die Site lediglich teilweise verschlüsselt, dabei nicht abhörsicher und es sind Man-in-the-Middle-Attacken möglich", ergänzt der IT-Sicherheitsexperte. (PSW Group: ra)

eingetragen: 18.11.16
Home & Newsletterlauf: 09.12.16


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.