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Vorbeugen und für den Notfall planen


Tipps wie sich Behörden gegen Ransomware-Angriffe schützen können
Ransomware als Bedrohung für öffentliche Einrichtungen



Die Digitalisierung macht auch vor der deutschen Verwaltung nicht Halt. Neben viel Arbeitserleichterung bringt sie jedoch auch Gefahren mit sich. Aktuell ist insbesondere die Bedrohung durch verschlüsselnde Erpressungstrojaner, sogenannte Ransomware ein Thema. In jüngster Vergangenheit sind viele Fälle von Ransomware-Befall bekannt geworden, auch im öffentlichen Sektor. Der Pool von möglichen Angriffszielen wird immer größer, zum Beispiel, weil immer mehr Echtzeit-Geschäftsdaten im Gesundheitswesen digitalisiert werden. Zunächst als fehlgeleitete Anzeigen oder Viruswarnungen getarnt, führt die Ransomware zu teils erheblichen Beeinträchtigungen der IT und gefährdet die Sicherheit öffentlicher Einrichtungen.

Studienergebnisse aus der techconsult Security Bilanz Deutschland mit dem Fokus auf öffentlichen Verwaltungen zeigen, dass öffentliche Verwaltungen in vielen Bereichen deutliche Umsetzungsprobleme im Bereich IT- und Informationssicherheit aufweisen und die Bedrohung von Ransomware unterschätzen.

Was Behörden beim Umgang mit Ransomware dringend beachten sollten, haben die IT-Management-Experten von SolarWinds im Folgenden zusammengestellt.

Prävention ist das Hauptziel. Jedoch gibt es inzwischen viele neue Angriffsflächen und das Risiko, sich mit Ransomware zu infizieren, ist groß. Daher ist eine Kombination von vorbeugenden Taktiken und einer genauen Notfallplanung das beste Mittel, um solchen Angriffe zu begegnen.

>> Zu den vorbeugenden Taktiken gehört, die Mitarbeiter über die Risiken aufzuklären. Jeder Mitarbeiter, der eine große Anzahl von eingehenden Emails und Anhängen erhält, ist gefährdet und verwundbar.

>> Desktop-Rechner werden oft auf willkürliche Art und Weise aktualisiert, was sie sehr anfällig für Ausbeutung macht. Patches sollten zeitnah auf allen Desktop-Rechnern sowie auf Servern mit unternehmenskritischen Daten ausgerollt werden, um die Infrastruktur zuverlässig vor Angriffen zu schützen.

>> Das automatische Zuordnen von Laufwerken sollte reduziert oder eliminiert werden. Damit ist die Ransomware nicht in der Lage, das eigene Netzwerk von einem ursprünglich infizierten System ausgehend zu durchlaufen.

>> Kontinuierliches Scannen und Überwachen des IT-Netzwerks ist elementar wichtig, um Veränderungen und Schwachstellen zu erkennen. Ein Tool für automatisierte Sicherheitsüberwachung, Warnung und Reaktion zur Abwehr von Bedrohungen ist zum Beispiel der SolarWinds Log & Event Manager.

>> Wenn eine Behörde in das Raster der Organisationen fällt, die gerade gezielt angegriffen werden, sollte der IT-Verantwortliche sofort testen, ob eine Wiederherstellung vom Backup möglich ist. Egal, ob es sich um ein lokales oder Cloud-Backup handelt. Behörden, in denen auch Android-Systeme benutzt werden, sollten vor allem an mobile Backup-Lösungen denken. Meistens werden solche Backup-Lösungen erst während eines Audits oder beim Testen des Notfallplans überprüft. Doch dann ist es oft schon zu spät.
(SolarWinds: ra)

eingetragen: 18.11.16
Home & Newsletterlauf: 02.12.16


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.