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Verhaltensregeln für alle Privatanwender


Die wichtigste Regel im Kampf gegen Datenlecks sind Updates, Updates, Updates und das möglichst schnell
Privatanwender kennen grundlegende Cybersicherheits-Maßnahmen häufig nicht

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Datenschutzverletzungen sind schon seit vielen Jahren ein Problem und die Nachrichten über Sicherheitslücken häufen sich mittlerweile. Trotzdem herrscht diesbezüglich oft Gleichgültigkeit. In den letzten Wochen sorgte der Diebstahl sensibler Kundendaten für Schlagzeilen. Aber wie können sich Anwender und Unternehmen davor schützen?

Die wichtigste Regel im Kampf gegen Datenlecks sind Updates, Updates, Updates und das möglichst schnell – das gilt insbesondere auch für Apps. Sicherheitslücken in Apps, die auf ein Gerät geladen werden, sind ein beliebtes Einfalltor für Hacker, um persönliche Daten zu entwenden. Diese Sicherheitslücken können jedoch nur so lange ausgenutzt werden, bis sie gepatcht sind. Leider aktualisieren nur wenige Anwender ihre Apps rechtzeitig und regelmäßig.

Diese drei Verhaltensregeln sollten alle Privatanwender befolgen:

>> Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte, wenn möglich, für alle Online-Services genutzt werden.
>> Apps und Rechner innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden von Updates aktualisieren.
>> Starke Passwörter für Rechner, Smartphone und Tablet festlegen und diese auf keinen Fall weitergeben.

Allerdings halten sich immer noch viele Konsumenten nicht daran, aktualisieren Apps nicht und gehen nachlässig mit Passwörtern um. Hier sollten Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen. Natürlich verstärken sie in Anbetracht der zahlreichen Sicherheitsverletzungen ihre Schutzmaßnahmen. Unternehmen sollten zur Sicherheit der Kunden aber auch eine Vorbildfunktion einnehmen. Sie müssen zum einen umfassende Sicherheitsmaßnahmen bieten, zum anderen aber auch Kunden und Angestellten erklären, wie sich diese optimal vor Angriffen schützen können. Dazu müssen Unternehmen auch transparenter bezüglich etwaiger Sicherheitslücken und der eigenen Schutzmaßnahmen werden.

Solange IT-Sicherheit nicht zur Priorität in Unternehmen wird und Kunden diesbezüglich nicht beraten werden, droht die Gefahr, diese Kunden zu verlieren. Denn heutzutage heißt Kundenorientierung nicht nur gute Produkte zu bieten. Unternehmen müssen den Kunden auch zuhören und sicherstellen, dass Produkte und Dienstleistungen ihnen nicht schaden.

Datenlecks stellen mittlerweile eine echte Bedrohung für unsere Wirtschaft, aber auch die Gesellschaft dar. Sich selbst zu schützen wird deshalb zur Verantwortung für jeden. Unternehmen müssen eine Vorbildfunktion für Cybersicherheit übernehmen und sicherstellen, dass Kundendaten angemessen geschützt sind. Aber auch Kunden und Angestellte stehen in der Verantwortung und sollten mit den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen vertraut sein. (Tenable: ra)

eingetragen: 16.01.18
Newsletterlauf: 08.03.18


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Heimtückische Cybereinbruchsmethode

    Kaspersky Lab warnt Banken und Finanzinstitute vor einer heimtückischen Cybereinbruchsmethode. Dabei schmuggeln die Bankräuber ein Gerät, das von ihnen komplett kontrollierbar ist, in das Gebäude der anvisierten Finanzorganisation und verbinden es anschließend mit dem Unternehmensnetzwerk. Diese Art des digitalen Einbruchs machten die Experten von Kaspersky Lab anlässlich nötiger Vorfallreaktionsuntersuchungen (Incident-Response-Untersuchungen) bei mindestens acht Fällen in Osteuropa zwischen 2017 und 2018 ausfindig. Die Beute beziehungsweise die geschätzten Verluste liegen in zweistelliger Millionenhöhe.

  • Cyberangriffe und Bedrohungen von innen

    Die digitale Infrastruktur von Unternehmen ist aufgrund ständig neu aufkommender Schwachstellen und Bedrohungen zahlreichen Gefahren ausgesetzt. In den Medien wird zum Thema IT-Sicherheit häufig über tatsächliche und theoretische Hackerangriffe in Form von Katastrophenszenarien und von Schäden in Millionenhöhe berichtet. Auch Constanze Kurz und Frank Rieger beleuchten in ihrem neuen Buch "Cyberwar" Gefahren und Bedrohungen, denen die digitalisierte Gesellschaft ausgesetzt ist, sowie Möglichkeiten, IT-Infrastrukturen zu schützen. Dass im Bereich IT-Security Gefahr in Verzug ist, wissen wir aber nicht erst seit kurzem. Seit Jahren sehen wir: Digitale Angriffe durch Hacker sind von unterschiedlicher Komplexität. In den meisten Fällen werden verschiedene Angriffstechniken und Tricks kombiniert, um die vorhandenen Sicherheitssysteme auszuhebeln.

  • Die Konkurrenz schläft nicht, sie spioniert

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    Bei der E-Mail-Verschlüsselung bewegt sich etwas: Die IETF hat mit MTA-STS einen neuen Standard zur Absicherung von Verbindungen zwischen Mailservern per TLS und Zertifikaten geschaffen. "Damit wird ein aktiver Schutz vor Man-in-the-Middle-Angriffen gewährleistet. Und das ist längst überfällig. Denn die E-Mail hinkt - verglichen mit anderen Kommunikationskanälen - schon lange in Sachen Verschlüsselung hinterher", begrüßt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, die Entscheidung. Der IT-Sicherheitsexperte begründet: "Zwar ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung seit Jahren möglich, jedoch wird sie leider kaum genutzt. MTA-STS soll nun eine praktikable Möglichkeit bieten, auch den Transportweg zwischen Mailservern zu sichern."

  • Bessere Methoden für IAM und PAM

    Cybersicherheit als solche und insbesondere der Schutz von vertraulichen Daten waren vielleicht nie wichtiger als gerade jetzt. Die allgemeine Aufmerksamkeit richtet sich inzwischen sehr viel stärker auf das Thema. Das gilt gleichermaßen für Regierungen und Aufsichtsbehörden. Die Risiken sind höher denn je. Kein Unternehmen, keine Organisation kann sich mehr hinter einer magischen "BlackBox" verschanzen, die im Hintergrund sämtliche Sicherheitsvorkehrungen übernimmt. Ohne konzertierte Aktion wird es nicht gehen, und die betrifft Menschen, Prozesse und Technologien zu gleichen Teilen. Tatsächlich haben Identity und Access Management sowie das Privileged Access Management (abgekürzt IAM und PAM) einen großen Anteil an den Sicherheitsbemühungen eines Unternehmens. Das hat einen Grund. Privilegierte Konten betreffen die wichtigsten Daten einer Firma, Benutzer dieser Konten können auf höchst vertrauliche Informationen zugreifen. Es ist also entscheidend, dass wirklich nur die Nutzer auf genau die Daten zugreifen, die sie brauchen, um die mit ihrem Job verbundenen Aufgaben zu erledigen. Und nur auf diese Daten und nicht etwa auf sämtliche sensiblen Informationen eines Unternehmens. Erst das Zusammenspiel von übergreifender Governance, dementsprechenden Praktiken und Richtlinien, gewährleistet überhaupt mit Cyberangriffen Schritt halten zu können.