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Passwörter regelmäßig ändern


Der Aufwand, ein schwaches Passwort durch ein starkes zu ersetzen, ist gering
Schwache Administrator-Passwörter für über 7 Prozent aller kritischen Sicherheitslücken verantwortlich



Dass Endnutzer gerne einfache Passwörter wie "1234"oder "Passwort" verwenden, ist eine bekannte Tatsache. Untersuchungen des Sicherheitsunternehmens Trustwave zeigen, dass auch viele Systemadministratoren gerne zu einfachen Passwörtern greifen. Mit fatalen Folgen für das jeweilige Unternehmen. Denn egal, wie gut die Unternehmens-Netzwerke abgesichert sind: Ein schwaches Admin-Kennwort kann blitzschnell geknackt werden und ist somit das perfekte Einfalltor für Cyberkriminelle.

Untersuchungen von Trustwave im Gobal Security Report 2016 zeigen, dass schwache Administrator- Passwörter in über 7 Prozent aller Fälle für kritische Schwachstellen in der Unternehmens-IT verantwortlich sind. In vielen Fällen werden diese Schwachstellen von Cyberkriminellen ausgenutzt und führen zu eklatanten Sicherheitsverletzungen und zum Diebstahl wichtiger Unternehmensdaten.

Der Aufwand, ein schwaches Passwort durch ein starkes zu ersetzen, ist gering. Ähnlich gering ist übrigens auch der Aufwand für Hacker, ein kurzes und einfaches Admin-Passwort zu knacken. Laut den Experten des Trustwave SpiderLabs, einem Team aus Forschern und ethischen Hackern, lassen sich Passwörter mit acht Zeichen mit der Brute-Force-Methode in weniger als einem Tag knacken - oft reichen dafür schon wenige Stunden aus.

Je mehr Zeichen ein Passwort hat, desto größer wird der Aufwand, es zu knacken. Für ein 10-Zeichen-Passwort erhöht sich der Zeitaufwand zum Beispiel auf ein Hundertfaches, noch länger dauert es, wenn ein Passwort aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht.

Auch Satzphrasen eignen sich gut als Passwörter und sind einfach zu merken. Allerdings sollten einige Buchstaben gegen Zahlen und Sonderzeichen ausgetauscht werden.

Wichtig ist es auch, Passwörter regelmäßig zu ändern. Spätestens alle 60 bis 90 Tage sollten Administratoren die Passwörter ändern - und dabei natürlich niemals dasselbe Passwort für unterschiedliche Konten verwenden.

In vielen Unternehmen lassen sich die vom Administrator vergebenen Passwörter auch von Mitarbeitern ändern, beispielsweise um zu gewährleisten, dass der Administrator keinen Zugriff auf die Mailkonten hat. Die Implementierung von Richtlinien für Kennwörter ist deshalb unabdingbar.

Ebenso wichtig ist es, mit Hilfe von sogenannten Passwort-Audit-Tools die Sicherheit der im Netzwerk verwendeten Passwörter zu überprüfen. Diese Tools analysieren alle Passwörter und zeigen detailliert an, welche davon einem Hackerangriff nicht standhalten würden.

Bei Konten mit sehr kritischen Unternehmensdaten sollte grundsätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung durchgeführt werden. Zugriff auf ein Konto ist dann nur durch Eingabe eines Passworts und zum Beispiel einem Token oder einem Code, der ans Telefon gesendet wird, möglich. (Trustwave: ra)

eingetragen: 27.09.16
Home & Newsletterlauf: 26.10.16


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

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    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.