- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Beweise für eine Kompromittierung


Gehackt? Acht sichere Anzeichen dafür, dass Cyberkriminelle eine Sicherheitslücke ausgenutzt haben
Im Schnitt werden Sicherheitslücken, die von den Unternehmen selbst entdeckt werden, nach 15 Tagen aufgespürt



Untersuchungen von Trustwave zeigen, dass Datenpannen von der Mehrheit der Unternehmen nicht erkannt werden. Je länger eine Sicherheitslücke unentdeckt bleibt, desto mehr Schaden richtet sie an. Dabei lassen sich Sicherheitslücken sehr wohl ganz leicht aufdecken. Trustwave zeigt, woran Unternehmen sofort erkennen können, ob sie das Opfer eines Hackerangriffs geworden sind.

Die Zahlen sind alarmierend: In nur 41 Prozent aller Fälle werden Sicherheitslücken von den betroffenen Unternehmen selbst entdeckt. Das bedeutet, dass deutlich über die Hälfte aller Sicherheitslücken von Außenstehenden wie Strafverfolgungsbehörden oder Kreditkartenfirmen/Banken gefunden wird.

Im Schnitt werden Sicherheitslücken, die von den Unternehmen selbst entdeckt werden, nach 15 Tagen aufgespürt. Wird die Lücke von Außenstehenden erkannt, vergehen im Durchschnitt 168 Tage. So bleibt Cyberkriminellen ausreichend Zeit, wertvolle Daten abzugreifen, Systeme mit Malware zu infizieren oder anderweitig Schaden anzurichten. Je länger ein Hackerangriff unentdeckt bleibt, desto höher ist der wirtschaftliche Schaden und natürlich auch der Imageverlust für das betroffene Unternehmen.

Da Angreifer Spuren auf dem System hinterlassen, lassen sich Angriffe sehr gut erkennen. Diese sogenannten Indikatoren einer Kompromittierung (Indicator of Compromise - IOC) zeigen, in welche Bereiche des Systems die Cyberkriminellen eingedrungen sind bzw. welche Verhaltensweise das Schadprogramm an den Tag legt. Die Experten der Trustwave SpiderLabs, einem Team aus Forschern und ethischen Hackern, haben deshalb zusammengefasst, welche Anzeichen auf welche Art der Kompromittierung hinweisen und welche Bereiche des Systems IT-Administratoren genau unter die Lupe nehmen sollten, um Angriffe möglichst schnell aufzudecken.

Indicator of Compromise (IOC) / Beweis für die Kompromittierung
>> Externer Systemzugriff / Auffinden fremder IP-Adressen in den Log-Dateien
>> Malware-Präsenz / Nachweisbare Manipulationen im Arbeitsspeicher und in der Registry
>> Ausgeführte Malware / Analyse von Timeline, Registry und Arbeitsspeicher
>> Malware-Ausgabedatei / Analyse von Timeline und Registry, Malware Reverse Engineering
>> Datendiebstahl / Änderungen in den Anwendungs- Netzwerk- und System-Log-Dateien
>> Änderungen am Website-Code / Code-Änderungen, die von unberechtigter Stelle erfolgt sind
>> SQL Injection (Einschleusen von Befehlen in SQL-Datenbanken) / Neue Einträge in den Datenbank-Log-Files
>> Webshell-Präsenz / Änderungen in den System-Log-Files

Alle verwendeten Zahlen stammen aus dem Trustwave Global Security Report 2016.
(Trustwave: ra)

eingetragen: 24.10.16
Home & Newsletterlauf: 30.11.16


Trustwave: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Bedrohungen

    Steigende Compliance-Anforderungen und europäische Richtlinien wie die DSGVO oder die NIS-Richtlinie für kritische Infrastrukturen haben die Umsetzung von Cybersecurity-Maßnahmen in Unternehmen bereits wesentlich vorangetrieben. Jedoch erfüllen Unternehmen häufig lediglich die Mindestanforderungen - während Angreifer über umfassende und ausgefeilte Möglichkeiten verfügen, sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise in der produzierenden Industrie oder im Gesundheitswesen, stehen im Fokus von Hackern: Mittels Ransomware-Angriffen können Cyber-Akteure ganze Produktionsstraßen lahm legen oder Krankenhäuser vom Netz nehmen. Insbesondere in diesen Branchen ist der Schaden nach einer Attacke besonders groß, da sie enorme wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge haben und eine Vielzahl von Menschen betreffen. Für Hacker sind zudem vor allem mittelständische Unternehmen interessant, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber gleichzeitig nicht über die gleichen umfassenden Sicherheitsmaßnahmen verfügen wie große, börsennotierte Konzerne.

  • Nahezu kein Expertenwissen mehr benötigt

    Cyberkriminelle greifen mit gefälschten Rechnungen vermehrt Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland an. Das hat Proofpoint herausgefunden. Die Angreifer versenden dabei gefälschte Rechnungen, die als Köder verwendet werden oder aber die E-Mail beinhaltet einen Link zu einer Website, auf der das gefälschte Dokument zum Download zur Verfügung steht. Die Dokumente sind mit dem Remote Access Trojaner NanoCore infiziert. Laut Proofpoint enthalten Anhänge eine komprimierte ausführbare Datei (mit der Erweiterung ".Z"), während bösartige Links den Empfänger veranlassen, die auf onedrive.live.com gehostete Malware herunterzuladen.

  • Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung

    Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt. Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen - auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

  • Abfangen und Manipulieren von E-Mails

    Die E-Mail ist das Kommunikationsmittel Nummer eins. Unternehmen sind in der Pflicht, sich mit der E-Mail-Sicherheit zu beschäftigen, kommunizieren sie doch sowohl intern als auch extern. Nahezu täglich ist von Datenpannen und Datendiebstählen zu hören: Fremde verschaffen sich - zum Teil leider kinderleicht - Zugang zum internen Unternehmenssystem und greifen Daten ab oder manipulieren diese. Einfache, unverschlüsselte E-Mails stellen deshalb grundsätzlich eine Gefahr dar: Sie ähneln einer Postkarte, deren Inhalt jeder lesen kann. "Denn gehen E-Mails weder digital signiert noch verschlüsselt auf die Reise, können die Inhalte nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert werden. Da Angriffe dieser Art in aller Regel nicht sicht- und nachweisbar sind, wird die E-Mail-Sicherheit leider nach wie vor oft stiefmütterlich behandelt. Wie oft und von wem E-Mails gelesen werden, kann ihnen niemand ansehen", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group.

  • Neuer Standort und neue BC/DR-Strategie?

    Die Entfernung zwischen georedundanten Rechenzentren soll mindestens 200km betragen. So empfiehlt es das BSI seit diesem Jahr. Dies stellt viele Unternehmen vor Probleme, betrug die bisher empfohlene Distanz in der Vergangenheit doch gerade einmal fünf Kilometer. Diese geringe Distanz erlaubte es den Betreibern bisher, ihre Rechenzentren über HA-Systeme synchron zu spiegeln. Dies ist bei einem Abstand von 200km jedoch nicht mehr möglich: Die Latenz zwischen den Standorten ist einfach zu hoch, um Organisationen mit traditionellen Hochverfügbarkeits- und Backup-Lösungen gegen Systemausfälle zu schützen. Was können Unternehmen nun tun, um ihre IT etwa gegen logische Fehler oder Ransomware-Attacken abzusichern, um minimalen Datenverlust und kurze Ausfallzeiten zu garantieren? Der neue Mindestabstand, den das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) seit Dezember 2018 zwischen sich Georedundanz gebenden Rechenzentren empfiehlt, stellt in vieler Hinsicht eine Zäsur dar. Er stellt die Nutzung synchroner Spiegelung grundsätzlich infrage und hat damit einen direkten Einfluss darauf, wie Rechenzentren hierzulande betrieben werden. Wer eine "kritische Infrastruktur" betreibt, wird vom Gesetzgeber sogar dazu gezwungen der Empfehlung zu folgen. Und wer das Pech hat Teil eines Branchenverbandes zu sein, der den Empfehlungen des BSI folgt, wie etwa Mitglieder der Bankenbranche Bafin, haben ebenfalls keine Wahl. All diese Organisationen müssen auf die Entscheidung reagieren und den Abstand ihrer Rechenzentren auf mindestens 200km bringen.