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Retail Banking und Banktechnologie


Ein einheitlicher europäischer Standard für den Zugang zu Bankkonten
Aufgebaut als Regelwerk für den Kontenzugang ("Access-to-Account-Framework") wird der Standard operative Regelungen und Umsetzungsrichtlinien mit detaillierten Datenspezifikationen, Nachrichtenmodellierung und Informationsströmen auf Basis des RESTful-API-Verfahrens enthalten

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Die NextGenPSD2-Initiative, eine themenbezogene Arbeitsgruppe der Berlin Group, gab die Erstellung eines offenen, gemeinsamen und harmonisierten europäischen Standards für Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces, API) bekannt, der Drittanbietern (Third Party Providers, TPP) den Zugang zu Bankkonten unter der überarbeiteten Zahlungsdienstrichtlinie 2 (Payment Sercices Directive 2, PSD2) ermöglichen soll. Ziel ist zunächst die Vorbereitung von Abstimmungen mit den Marktteilnehmern im dritten Quartal 2017. Die Initiative will Drittanbieter bei der Bereitstellung innovativer Lösungen für Kunden unterstützen. Hierzu werden neuste Programmierschnittstellen verwendet, die einen geschützten Zugang zu Bankkonten gewährleisten.

Mit der Festlegung eines einheitlichen, interoperablen API-Standards für eine europäische XS2A-Schnittstelle zwischen Banken und TPPs zielt die NextGenPSD2-Initiative darauf ab, die Komplexität des Kontenzugriffverfahrens "PSD2 Access-to-Accounts (XS2A)" zu reduzieren, das Problem mehrerer konkurrierender Standards anzugehen und die höchstmögliche Interoperabilität und Zugänglichkeit innerhalb Europas zu gewährleisten. So können europäische Bankkunden von innovativen Produkten und Dienstleistungen ("Banking-as-a-Service") profitieren, wenn TPPs ein sicherer und geschützter Zugang zu Bankkonten und Finanzdaten eingeräumt wird. Für den Kunden soll das Ganze reibungslos vonstatten gehen.

Aufgebaut als Regelwerk für den Kontenzugang ("Access-to-Account-Framework") wird der Standard operative Regelungen und Umsetzungsrichtlinien mit detaillierten Datenspezifikationen, Nachrichtenmodellierung und Informationsströmen auf Basis des RESTful-API-Verfahrens enthalten.

In den letzten Jahren haben sich europäische Bürger und Unternehmen daran gewöhnt, Daten über APIs, die inzwischen zum gängigen Branchenstandard geworden sind, auszutauschen und zu bündeln. Im Zuge der Öffnung des Zugangs zu Kontoinformationen durch die europäische Finanzindustrie im Rahmen von PSD2 sind gemeinsame APIs die sicherste und effizienteste Methode, Daten sicher zu übermitteln und dabei das Problem mehrerer konkurrierender Standards anzugehen. Die NextGenPSD2-Initiative orientiert sich dabei an den Zielen des von der Europäischen Zentralbank (EZB) geleiteten Euro Retail Payment Board (ERPB).

Um sicherzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten und Akteure berücksichtigt werden, wird der noch in der Entwicklungsphase befindliche Standard den Markteilnehmern nach dem Sommer zu Beratungen vorgelegt. Einzelheiten zu der Initiative und den bevorstehenden Beratungen finden sich unter www.berlin-group.org/psd2-access-to-bank-accounts. Die NextGenPSD2-Initiative beabsichtigt den Standard vollständig und detailliert im vierten Quartal 2017 zu veröffentlichen.

Die Teilnehmer der NextGenPSD2-Initiative arbeiten in einer einzigartigen Partnerschaft zusammen, die von der gemeinsamen Vorstellung getragen wird, dass offene und harmonisierte PSD2 XS2A-Schnittstellenstandards für Prozesse, Daten und Infrastrukturen die notwendigen Bausteine für einen offenen, interoperablen Markt darstellen. Echte Interoperabilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil wettbewerbsfähiger, europaweiter PSD2 XS2A-Dienstleistungen, die zu weiteren Fortschritten auf dem Wege zum einheitlichen europäischen Binnenmarkt führen werden und der Zahlungsindustrie im Allgemeinen sowie den europäischen Verbrauchern und Unternehmen im Besonderen zugute kommen.

Über die NextGenPSD2-Initiative
Die NextGenPSD2-Initiative ist ein Zusammenschluss von 26 Organisationen zur Schaffung von offenen, zweckbezogenen Industriestandards auf europaweiter Ebene. Die Organisationen verteilen sich auf alle EU- Mitgliedsstaaten und stellen einen repräsentativen Querschnitt der europäischen Banken- und Zahlungsindustrie dar. Die Initiative ist nicht auf eine bestimmte Bank beziehungsweise Bankengruppe oder Vermittler (Processor) beschränkt und führt gemeinsame technische und organisatorische Interessen aus dem nicht wettbewerbsorientierten Sektor mit heterogenen Akteuren (Stakeholder) zusammen. Ferner ist die Initiative offen für Kooperationen und Zusammenarbeit mit entsprechenden anderen offenen Bankeninitiativen sowie für die weitere Teilnahme von europäischen Banken, Bankenverbänden, Zahlungsverbänden, Zahlungssystemen und Interbankenvermittlern (Processors). Die Initiative wurde als "Open Source-Initiative" gegründet, innerhalb welcher die Teilnehmer ihre eigenen Kosten (es fallen keine Mitgliedschaftsgebühren an) übernehmen, und eventuell anfallende Schutzrechte an geistigem Eigentum, die sich aus den Interoperabilitätsarbeiten ergeben, sollen allgemein zur freien Verfügung zugänglich gemacht werden.
(Bankenverband: ra)

eingetragen: 11.07.17
Home & Newsletterlauf: 11.08.17


Bundesverband deutsche Banken: Steckbrief

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