- Anzeigen -


Physikalische Zugangsbarrieren


IT-Sicherheit: IBM findet Wege für den gesteigerten Schutz kryptografischer Schlüssel
Ziel ist es, die Kompromittierung kryptografischer Schlüssel und Codes zu vermeiden

- Anzeigen -





Kryptografische Schlüssel und Codes sind für eine effektive Informationssicherheit unabdingbar. Werden sie gehackt, liegen die vermeintlich verschlüsselten Daten auf dem Präsentierteller. Ein neues Patent von IBM macht kryptografische Schlüssel und Codes auf Leiterplatten sicherer und kann vor Manipulation schützen. Gleichzeitig ist das Herstellungsverfahren der Schutzschicht kostengünstiger.

Kryptografische Schlüssel und Codes sind in Schaltkreisen gespeichert und werden genutzt, um sensible Daten zu ver- und entschlüsseln. Wenn diese auf den Leiterplatten innerhalb eines elektronischen Geräts gespeichert werden, ist es wichtig, dass die physikalische Manipulation oder der Zugriff auf die Schaltplatten verhindert werden. So kann vermieden werden, dass Codes kompromittiert werden. Das neue Patent, das Ingenieure von IBM nun erhalten haben, führt dazu, dass physikalische Manipulationen der auf der Leiterplatte in den Schaltkreisen gespeicherten kryptografischen Schlüssel und Codes besser verhindert werden können.

Bei dem Patent handelt es sich um einen Ansatz, der die inhärente Struktur einer Leiterplatte (Printed Circuit Board, PCB) nutzt. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen erfordert das von IBM patentierte keine umfangreiche Verwendung von Harz oder anderen Materialien, um ein Modul oder eine Verpackung, die Schlüssel und Codes enthält, zu umhüllen. Dadurch kann die Herstellungsausbeute deutlich verbessert werden.

Traditionelle Ansätze verwenden, um Manipulationen zu vermeiden, typischerweise ein Kunststoff- oder Epoxid-ähnliches Harz. Die Codes und Schlüssel enthaltenden Schaltkreise werden damit ummantelt oder "umgossen". Dabei besteht jedoch das Problem, dass sich die Leiterplatten, auf denen sich umhüllte Module während der Harzhärtung befinden, verformen können. In manchen Fällen kommt es sogar zu Verwerfungen der Leiterplatten.

Der patentierte Ansatz von IBM verwendet stattdessen Schaltkreise auf Schichten einer Leiterplatte oder einer anderen laminierten Struktur, um die kryptographischen Schlüssel und Codes vor der Kompromittierung zu schützen. Zusätzliche Schichten der Leiterplatte oder Laminatstruktur werden oberhalb und unterhalb der Schichten, die Schlüssel und Codes enthalten, hinzugefügt. Sie wirken als physikalische Zugangsbarrieren. Die Schaltkreise, die die Tasten und Codes schützen, können in zufälligen Mustern oder Positionen innerhalb der Leiterplatte oder Laminatstruktur platziert werden, um den Zugriff oder die Entdeckung zu verhindern. Die Schaltungen im neuen patentierten Ansatz bestehen auch aus Materialien, die über Röntgenprüfung oder akustische Mikroskopie nicht nachweisbar sind und dadurch die Sicherheit der Tasten und Codes weiter erhöhen.

IBM arbeitet seit Jahrzehnten in diesem Bereich und hat vor kurzem einen neuen IBM Z Mainframe angekündigt, die nächste Generation des weltweit leistungsstärksten Transaktionssystems. Das System ist in der Lage, mehr als zwölf Milliarden verschlüsselte Transaktionen pro Tag durchzuführen. Das patentierte System ist Teil der langen Liste an Technologien, die sich in der Erschaffung von IBM Z und anderen IBM-Systemen widerspiegeln. (IBM: ra)

eingetragen: 02.08.17
Home & Newsletterlauf: 08.09.17


IBM: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Unternehmen

  • IT-Sicherheitsrechtstag 2017

    Wie gestalten Unternehmen ihr Datenschutzmanagement bereits mit Blick auf die ab Mai 2018 in der EU geltende Datenschutz-Grundverordnung rechtssicher? Welche Anforderungen stellen die Aufsichtsbehörden an den Datenschutz? Was bedeutet "Stand der Technik"? Worauf ist bei Datenschutz-Auditierungen zu achten? Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) und der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. (BvD) geben im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 07.11.2017 in Berlin praktische Anleitung. Am 07.11.2017 veranstalten TeleTrusT und BvD in Berlin den mit Fachexperten besetzten IT-Sicherheitsrechtstag. Im Fokus stehen die Möglichkeiten der erfolgreichen Umsetzung gesetzlicher IT-Sicherheits- und Datenschutzanforderungen in der Unternehmens- und Behördenpraxis.

  • Anomalieerkennung für industrielle Steuernetze

    Die renommierte Anbieterin für Marktforschung zu Entwicklungen in der IT, Gartner, hat am 17. August ihren "Market Guide for Operational Technology Security 2017" veröffentlicht. In diesem analysiert Gartner die relevanten und wegweisenden Entwicklungen im Bereich der Cybersicherheit und des Netzwerkmanagements industrieller Umgebungen (Operational Technology, OT). Im Vergleich zu 2016 hat Gartner die Liste der relevanten Hersteller in diesem Bereich stark gekürzt. Nur 30 internationale Hersteller werden als relevant genannt. Die Kernkategorien der OT-Sicherheit bestehen laut den Analysten aus der Anomalie- und Schwachstellenerkennung sowie aus der Identifikation und Priorisierung von sicherheitsrelevanten Hauptkomponenten in Industrie 4.0-Umgebungen.

  • Sicherheitsherausforderungen Herr werden

    Die (ISC)² gibt bekannt, dass seine Mitgliederanzahl auf weltweit über 125.000 zertifizierte Cybersicherheits-Profis gestiegen ist. Vor dem Hintergrund des exponentiellen Wachstums der Nachfrage nach qualifizierten Sicherheitsexperten ermöglichen die Zertifizierungs- und Weiterbildungsprogramme der (ISC)² Cyber- und IT-Sicherheitsanwendern, ihre Kompetenz zu beweisen, ihre Karriere voranzutreiben und zu einer sichereren Gesellschaft beizutragen. "Wir sind extrem stolz darauf, den Meilenstein von 125.000 Mitgliedern erreicht zu haben. Allerdings wissen wir auch, dass uns noch viel Arbeit bevorsteht", erklärt (ISC)²-Geschäftsführer und CISSP David Shearer. "Technologie allein wird unsere Sicherheitsherausforderungen nicht bewältigen können. Zusätzlich werden wir bis 2022 einen weltweiten Arbeitskräftemangel erleben. Innerhalb der IT-Sicherheitsbranche werden 1,8 Millionen Fachkräfte fehlen. In Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, Regierungsbehörden, akademischen Einrichtungen und anderen Organisationen auf der ganzen Welt liegt die Aufgabe der (ISC)² darin, die Informationssicherheitsfachkräfte- und IT-Anwender anzulocken, auszubilden und zu trainieren, die wir benötigen, um den größten Sicherheitsherausforderungen Herr zu werden."

  • Fake News-Kampagnen identifizieren

    Fake News werden meist zur Stimmungsmache oder gezielten Hetze gegen einzelne Personen verbreitet und können schnell im Internet kursieren. Doch was genau ist eine Fake News und wie lassen sie sich am besten bekämpfen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das im August gestartete und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt Dorian. Juristen, Medienwissenschaftler, Psychologen, Informatiker und Journalisten suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, um Fake News automatisiert zu erkennen und ihrer Verbreitung entgegenzuwirken. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Methoden und Handlungsempfehlungen, die praxistauglich sind und zugleich den Datenschutz und die Meinungsfreiheit wahren. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, die Hochschule der Medien Stuttgart, die Universität Duisburg-Essen und die Universität Kassel.

  • Sicherer Einsatz von Software-Defined Networking

    Einige der weltweit bekanntesten IT-Security-Experten, Hacker und Buchautoren treffen sich vom 31. Januar - 2. Februar 2018 auf der IT-Sicherheitskonferenz IT-Defense in München, um über aktuelle IT-Sicherheitsthemen und neue Forschungsergebnisse zu referieren. Die IT-Defense findet bereits zum sechzehnten Mal statt und zählt zu den größten internationalen Konferenzen zum Thema IT-Sicherheit in Deutschland. Das Programm der IT-Defense ist stets eine Mischung aus sehr technischen Vorträgen, strategischen Präsentationen und unterhaltsamen Referenten rund um das Thema IT-Sicherheit. Zugleich garantieren hochwertige Abendveranstaltungen einen Austausch mit den Referenten und anderen Teilnehmern. Die Referenten, die sich national bzw. international einen Namen gemacht haben, werden aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen, neue Schwachstellen präsentieren oder auch kritische Diskussionen zum Datenschutz anregen.