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Risiken der digitalen Welt


"Dr. Security": Studenten-Serie mit Apple-Gründer über IT-Sicherheit gewinnt ersten Preis im bundesweiten Wettbewerb
Ins Zentrum von "Dr. Security" stellen die Informatiker einen zynischen Professor für IT-Sicherheit

(22.12.14) - Eine von Doktoranden und Studenten produzierte Serie will auf Sicherheitsrisiken des digitalen Alltags aufmerksam machen und diese auch erklären. Dafür konnten die Informatiker der Universität des Saarlandes sogar Apple-Gründer Steve Wozniak gewinnen. Die Jury des Hochschulwettbewerbs 2014 "Mehr als Bits und Bytes – Nachwuchswissenschaftler kommunizieren ihre Arbeit" hat das Projekt nun als beste Umsetzung mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Damit setzte es sich gegen 14 weitere Projekte durch. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, gratulierte den beiden Preisträgern persönlich. Das Projekt war zuvor im Rahmen des Hochschulwettbewerbs 2014 "Mehr als Bits & Bytes – Nachwuchswissenschaftler kommunizieren ihre Arbeit" mit einem Preisgeld von 10.000 Euro zur Umsetzung prämiert worden.

Wie sich ein modernes Auto hacken, die Infrastruktur von Cyberkriminellen angreifen lässt und eine Sicherheitslücke im Verbindungsstandard USB jeden gefährdet, ist für Laien nicht leicht zu erklären. Zwei Informatiker der Universität des Saarlandes haben diese Herausforderung jedoch gemeistert: Sie bereiten Forschungsergebnisse spannend und verständlich auf, indem sie drei zwölfminütige Filme für eine Videoserie produzierten. "Wir haben die Serie Dr. Security so entwickelt, dass sie nicht zu technisch ist, Wissenschaft aber dennoch verständlich und sogar witzig erklärt", sagt Stefan Nürnberger. Er forscht am Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) und promoviert an der Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik der Universität des Saarlandes. Das Konzept dahinter, das auch einen Online- und Social-Media-Auftritt mit weiteren Interaktionen ermöglicht, entwarf er zusammen mit Gordon Bolduan, zuständig für Wissenschaftskommunikation am Kompetenzzentrum Informatik Saarland. Gemeinsam schrieben die beiden Informatiker Drehbücher und produzierten die Folgen. Bei den Dreharbeiten übernahm Nürnberger Kamera und Regie.

Die erarbeiteten Ergebnisse schoben nun die Mannschaft von Dr. Security auf das Siegertreppchen des Hochschulwettbewerbes 2014. Im Rahmen der Abschlussfeier zum Wissenschaftsjahr 2014 "Die digitale Gesellschaft" erfuhren Nürnberger und Bolduan von ihrer Auszeichnung als beste Umsetzung und erhielten auch die persönlichen Glückwünsche von Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Zuvor war das Projekt bereits mit 10.000 Euro zur Umsetzung ausgezeichnet worden. "Mit dem Budget konnten wir noch fehlende Ausrüstung beschaffen, unsere Schauspieler aus dem Studenten-Theater und den Rest der Crew für ihren Aufwand entschädigen", so Nürnberger.

Ins Zentrum von "Dr. Security" stellen die Informatiker einen zynischen Professor für IT-Sicherheit. Gemeinsam mit seinen beiden Doktoranden knackt er digitale Rätsel und klärt über Risiken der digitalen Welt auf. Für einen Auftritt in der zweiten Episode konnte die Crew sogar Apple-Gründer Steve Wozniak anwerben. "Unser Ziel war eine Größe aus der Technologie-Welt für die Serie zu gewinnen", erzählt Nürnberger, "deswegen schrieb Christoph Endres, der den Professor spielt, Wozniak eine E-Mail." Die Episoden haben die Informatiker bereits auf der Webseite drsecurity.cs.uni-saarland.de/ online gestellt. Dort können Besucher auch Fachbegriffe zu den Folgen nachschlagen und in einem Blog mitverfolgen, was bei den Dreharbeiten geschah.

Hintergrund Hochschulwettbewerb
Der Hochschulwettbewerb wird seit 2007 ausgeschrieben. Im Rahmen des "Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft" wird er von Initiative Wissenschaft im Dialog ausgeführt. Das Wissenschaftsjahr wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ausgerichtet, macht Forschung und Wissenschaft erlebbar und fördert die gesellschaftliche Debatte über Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels. (Uni Saarland: ra)

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Meldungen: Unternehmen

  • Kryptografie wird jetzt zukunftssicher

    Fortschritte bei der Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer haben zuletzt Google in die Schlagzeilen gebracht, auch die Kryptografie hält in diesem Wettlauf das Tempo mit: genua und Partner entwickeln im Projekt QuaSiModO (Quanten-Sichere VPN-Module und Operantionsmodi) Verschlüsselungsverfahren zur Kommunikation via Internet, die der neuartigen Rechenleistung von Quantencomputern standhalten. Denn viele der heute gängigen Krypto-Verfahren werden unsicher, sobald Quantencomputer marktreif sind. Das Ziel des Forschungsprojekts: bis 2022 praxistaugliche Verschlüsselungsverfahren zur sicheren Kommunikation in der aufziehenden Ära der Quantencomputer entwickeln. Projektpartner sind der Netzwerkausrüster ADVA Optical Networking SE, das Fraunhofer-Institut AISEC, die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der IT-Sicherheitshersteller genua GmbH als Konsortialführer.

  • Dokumentenprüfung & Identitätsfeststellung

    secunet ist langjähriger Partner der Bundespolizei bei der Entwicklung einer modernen Informationsarchitektur für die digitale Polizeiarbeit. Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer "Smart Police App" auf Basis der Software Plattform "secunet biomiddle". Die Applikation ermöglicht einen orts- und endgeräteunabhängigen Zugriff sowie die Verarbeitung polizeilicher Informationen. Ab sofort ist die App auch für iOS verfügbar und steht den Polizeien der Länder zur Verfügung. Bereits seit 2018 setzt die Bundespolizei bei Personenkontrollen in mobilen Einsätzen erfolgreich Apps zur Dokumentenprüfung und Identitätsfeststellung ein. Mit der App "BPOL-Dokumentenprüfung" können Bundespolizisten elektronische Identitätsdokumente (eID) unterwegs flexibel und sicher mit dem Smartphone auslesen und prüfen. Darüber hinaus ist die Verifikation biometrischer Daten, wie z.B. der Vergleich des im Chip gespeicherten Gesichtsbildes mit dem Livebild der Person, möglich.

  • Fortinet übernimmt SOAR-Anbieter CyberSponse

    Fortinet gab die Übernahme von CyberSponse, einem führenden Anbieter von Security Orchestration, Automation and Response (SOAR)-Plattformen mit Sitz in Arlington, Virginia, bekannt. CyberSponse, bereits Fortinet Security Fabric-Partner, wird die Automatisierungs- und Reaktionsfähigkeiten von "FortiAnalyzer", "FortiSIEM" und "FortiGate" weiter ausbauen und Security-Vorgänge noch stärker vereinfachen. Die heutige Cyber-Bedrohungslandschaft entwickelt sich ständig weiter. Darüber hinaus trägt die zunehmende Anzahl von Produkten für die Absicherung von Endpunkten zu einer sinkenden Alarmbereitschaft bei. Hinzu kommt oftmals ein Mangel an Cyber-Security-Kenntnissen. Dadurch verschärft sich die ohnehin schon komplexe Security-Umgebung. Um dieser Komplexität entgegenzuwirken, versuchen Unternehmen und Service Provider, ihre Abläufe zu vereinfachen und die Effizienz der heutigen Security Operations Center (SOCs) zu maximieren. Dazu werden Warnmeldungen aus einer Vielzahl von Sicherheitsprodukten konsolidiert und getestet sowie Analysen und sich wiederholende Aufgaben automatisiert. Zudem kommen klar definierte Playbooks zum Einsatz, um eine Reaktion auf Vorfälle in Echtzeit zu ermöglichen.

  • Operationsbasis für weitere Innovationen

    EfficientIP hat von Jolt Capital eine Investitionseinlage in Höhe von 11 Millionen Dollar erhalten, um das weitere Unternehmenswachstum zu unterstützen. Die Investition dient dazu, die internationale Expansion voranzutreiben und das Serviceangebot als Reaktion auf die gestiegene globale Nachfrage nach DDI (DNS, DHCP und IP-Adressmanagement)-Anwendungen strategisch auszubauen. Die Experten von EfficientIP unterstützen Unternehmen, online zu bleiben und sich vor Datenverlust zu schützen, indem sie die Grundlage der IP-Infrastruktur zuverlässig, flexibel und sicher gestalten. Eine wachsende Anzahl angeschlossener Geräte und die Kombination von Cloud- und Inhouse-Computing macht die IT immer komplexer. Vor diesem Hintergrund hilft EfficientIP Unternehmen, Prozesse zu vereinfachen und wettbewerbsfähiger zu werden. "Die Investition macht es möglich, unsere Expansion auf globaler Ebene zu beschleunigen", kommentiert David Williamson, CEO von EfficientIP. "Die Marktchancen für DDI-Lösungen wachsen, und wir möchten diesen Schwung nutzen, indem wir unsere Vertriebsmannschaft verstärken. Das schafft eine Basis, die aktuelle Nachfrage zu befriedigen und weitere Innovationen voranzutreiben, die wirklich wichtig sind, um die Kundenbedürfnisse von morgen weiterhin zu erfüllen. Angesichts der Erfolgsbilanz bei der Skalierung von Technologieunternehmen weltweit ist Jolt Capital ein idealer Partner, um uns in dieser Wachstumsphase zu unterstützen."

  • Debatte zur SSL-Zertifikat-Laufzeit

    Die Debatte um die Laufzeit von SSL-Zertifikaten ist neu entfacht: Einst drei Jahre gültige SSL-Zertifikate müssen mittlerweile alle zwei Jahre ausgetauscht werden. Eine weitere Verkürzung der SSL-Zertifikate-Laufzeit wurde erst im September im CA/B-Forum diskutiert. Die meisten Zertifizierungsstellen sprachen sich dagegen aus - nun hat sich auch Sectigo, ehemals Comodo, zum Thema positioniert. "Ein Hauptargument für die Verkürzung der Lebensdauer von SSL-Zertifikaten war die Sicherheit: Durch Herabsetzung der Gültigkeitsdauer können kompromittierte Zertifikate nicht sehr lange für missbräuchliche Zwecke genutzt werden. Die Zertifizierungsstellen hingegen argumentieren gegen eine Verkürzung der Laufzeit. Gründe sind die hohen Kosten sowie der höhere zeitliche Aufwand, der mit dem Verkürzen der Gültigkeitsdauer für die Kunden einhergeht", fasst Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group, zusammen und ergänzt: "Der CA Sectigo ist es nun gelungen, einen Kompromiss zu finden. Die Zertifizierungsstelle stellt als erste wieder 5-Jahres-Zertifikate aus, jedoch ohne die Sicherheit herabzusetzen. Kunde können beim Kauf dieses SSL-Zertifikats durch Rabatte sparen, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen."