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Werbung wird bei GMX großgeschrieben


"GMX FreeMail": Starke HTTPS-Startseitenverschlüsselung bei fehlender Verschlüsselung von E-Mail-Inhalten
Tatsache, dass zwischen den Teilnehmern der Initiative "E-Mail made in Germany” verschlüsselt wird, nicht aber bei E-Mails an Empfänger, die einen anderen Provider gewählt haben, ist ein weiteres Problem

(11.11.14) - Der kostenfreie E-Mail-Dienst "GMX FreeMail” verspricht Sicherheit, genügend Speicherplatz und ergänzende Services. Was an den Versprechen der United Internet AG-Tochter dran ist, haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group genauer angesehen. Denn neben kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten wirbt GMX mit der E-Mail made in Germany sowie der De-Mail. Seit dem 29. April 2014 gehört GMX zu den Freemailern, die ihre Transportwege verschlüsseln.

GMX setzt auf ihrer HTTPS-Startseite auf eine starke Verschlüsselung, konkret die Cipher-Suite TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_256_CBC_SHA inklusive Perfect Forward Secrecy (PFS). "Das ist lobenswert. Wir empfehlen, auch nur die HTTPS-Version der Startseite zu nutzen, damit bereits Passwort und E-Mail-Adresse bei Login verschlüsselt übertragen werden. Allerdings nutzt GMX dann wieder SSL-Zertifikate, deren Signaturen mit dem als problematisch geltenden Hash-Algorithmus SHA-1 erstellt wurden. Zudem greift die an sich hochgradige Verschlüsselung nicht bei allen Seiteninhalten: Sowohl im Posteingang des E-Mail Kontos als auch im Menü "E-Mail schreiben" erscheint der Hinweis, dass nicht alle Elemente der Seite SSL-verschlüsselt sind", informiert Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group. Dies trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit die Werbung, die in Flash über den rechten Bildrand flackert. Auch die Deaktivierung von Flash änderte im Übrigen nichts: Der Browser warnt weiterhin: "Die Verbindung zu dieser Website ist nicht vollständig sicher, da sie unverschlüsselte Elemente enthält”.

Bei der Transportverschlüsselung verwendet der Freemail-Anbieter TLS in Version 1.0 und setzt auf 256-bit-AES-Verschlüsselung. "Für den Versandweg ist das gut. Jedoch werden die Daten inklusive aller E-Mail-Inhalte auf den GMX-Servern nicht verschlüsselt und persönliche Daten der Nutzer ohnehin an die Muttergesellschaft übertragen. Dort liegen sie zwar auf deutschen Servern, dürfen aber konzernintern weitergereicht werden", kritisiert Christian Heutger. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Datenschutzbestimmungen und AGB. Diese sind bis auf eine Ausnahme eindeutig formuliert: Die Konzernfamilie darf die persönlichen Daten ihrer Nutzer bei "berechtigtem Interesse" haben. Hier mangelt es an einer Definition von "berechtigt"! Die Tatsache, dass zwischen den Teilnehmern der Initiative "E-Mail made in Germany" verschlüsselt wird, nicht aber bei E-Mails an Empfänger, die einen anderen Provider gewählt haben, ist ein weiteres Problem.

Insgesamt offeriert GMX ein sehr reichhaltiges Angebot für Verbraucher, die für ihren E-Mail-Account nichts zahlen möchten. Werbung allerdings wird bei GMX großgeschrieben: Überall finden sich Flash-Inhalte und nur wenige Felder im Login-Bereich sind thematisch relevant. Die meisten von ihnen sind mit Werbung gefüllt. Man sollte in diesem Zusammenhang sehr genau hinsehen, was man anklickt, möchte man nicht versehentlich zum zahlungspflichtigen abo-Kunden werden: Bereits der Registrierungsprozess ist vollgepackt mit Werbung in eigener Sache und vermeintlichen Gratis-Angeboten. Leider ist auch das lautstark beworbene De-Mail-Angebot nicht im kostenfreien FreeMail-Service enthalten. "Dass immer wieder Werbung bei Nutzung des kostenfreien Service aufblitzt, ist an sich nachvollziehbar. Etwas mehr Sensibilität in der Werbeplatzierung und die Möglichkeit, sich vom Post- und E-Mail-Werbeversand zu befreien, wäre allerdings wünschenswert", so Heutger. (PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Tests

  • Bitdefenders AV-Lösung im Test

    Die PSW Group testete die Lösung von "Bitdefender: Total Security Multi-Device 2017". "Insgesamt zeigt sich Bitdefender recht ähnlich wie seine beiden vergleichbaren Wettbewerber Eset und Kaspersky. Zwar erweist sich Bitdefender als teuerste Lösung, gleicht dies jedoch mit einem Feature-Plus wieder aus. Bitdefender punktet mit guten Laufzeiten der Usability und beim Support. Lobenswert ist der konsequente Einsatz von ASLR und DEP, das gültige Signieren aller Programmdateien und die Software-Verteilung via sicherem HTTPS. Einzig die Deinstallation von Bitdefenders Total Security Multi-Device 2017 ist etwas aufwendiger. Hierfür muss der User erst das Bitdefender Uninstall Tool auf seinen Rechner laden. Im Übrigen lässt auch Bitdefender leider keinen Rundum-Schutz für wirklich alle Geräte zu: iOS wird ausgeschlossen und lediglich die Plattformen Windows, macOS und Android geschützt", fasst Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, zusammen. Bitdefender unterscheidet nicht nach Zahl der User, sondern nach Zahl der Geräte. Die Auswahl ist denkbar gering: Anwender haben die Wahl, die Suite für fünf oder zehn Geräte zu ordern. "Das ist schade für jene, die lediglich drei Geräte schützen wollen. Eine Zwischenlösung für zwei oder drei Geräte wäre wünschenswert", meint Heutger. Mit der Wahl der Laufzeiten von einem, zwei oder drei Jahren punktet Bitdefender dann aber wieder. "Zusätzlich können User entscheiden, ob sie selbst die Software installieren möchten oder ob Bitdefender das übernehmen soll. Das ist eine Option, die uns bei Bitdefender erstmals begegnet und absolut positiv ist", lobt Christian Heutger.

  • Familie vor Online-Bedrohungen schützen

    "Hacker würden mit oder ohne Security-Lösungen Wege ins System finden" bemerkte Brian Dye, seines Zeichens Executive Vice President bei McAfee, schon vor einigen Jahren. Nun setzte Cybersecurity-Experte John McAfee mit seiner Aussage, jeder Router, der in den USA zum Einsatz kommt, sei kompromittiert, noch einen oben drauf. Seiner Meinung nach gelänge es Hackern, WLAN-Verbindungen der Geräte zu verwenden, um ihre Besitzer auszuspionieren. Diese Bemerkung veranlasste die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group dazu, sich das Sicherheitspaket "Total Protection 2017" des Herstellers genauer anzusehen. Ob McAfees AV-Suite es schafft, die ganze Familie vor Online-Bedrohungen zu schützen und jedes Gerät gegen Angriffe abzusichern?

  • Guter Selbstschutz der AV-Lösung

    Wenn es um Virenschutz geht, ist Kaspersky Lab einer der Marktführer in Europa. Mit ihrer Antiviren-Suite "Kaspersky Total Security 2017" verspricht der Entwickler die Privatsphäre, alle persönlichen Daten sowie Finanzen der ganzen Familie auf jeder Plattform zu schützen. Nun haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group die Antiviren-Lösung in einem Test genauer angesehen - und kommen zu gemischten Ergebnissen. "Kaspersky wartet mit guten und umfangreichen Features auf, dennoch gibt es eine wesentliche Einschränkung: Nicht jedes Feature existiert für alle Systeme; vielfach greifen Schutzfunktionen lediglich auf Mac und PC. Damit erweist sich die Lösung leider nicht als echte Multiplattform-Suite, wie es der Hersteller verspricht. Auf 64-Bit-Systemen gibt es sogar noch einige weitere Funktionseinschränkungen, auf die Kaspersky aber immerhin auf seinen Produktseiten hinweist", sagt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.

  • Lob auch für die Botnet-Erkennung

    "Antivirus ist keinesfalls tot, jedoch müssen die Hersteller von AV-Suiten umdenken", ist Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, überzeugt. Er bezieht sich damit auf die Meinung von Brian Dye, Executive Vice President bei McAfee, dass kommerzielle Antiviren-Lösungen tot seien. Um seine Überzeugung zu untermauern, hat Christian Heutger gemeinsam mit seinem Team einige Virenscanner, darunter das Multi-Device Security Pack vom Hersteller Eset einem Test unterzogen. Immerhin verspricht der Entwickler idealen Rundum-Schutz für alle Geräte.

  • Sicherheitsparameter stimmen

    Beim kostenpflichtigen E-Mail Dienst der Heinlein Support GmbH steht Privatsphäre ganz oben und Datenschutz ist das Steckenpferd des Service. Grund genug für die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, mailbox.org in einem Test unter die Lupe zu nehmen. "Die Verschlüsselung - und damit die Sicherheit - ist vom Login bis zum Backend ausgezeichnet. mailbox.org-Kunden greifen ausschließlich verschlüsselt auf den gesamten Service zu. Für die Verschlüsselung werden zudem nur aktuelle Technologien eingesetzt: Seit Januar 2017 ist das TLS in der Version 1.2; die Versionen 1.0 und 1.1 werden von mailbox.org nicht mehr verwendet. TLS 1.2 gibt es nur mit PFS, jedoch keinesfalls mit SHA-1 als Hash-Algorithmus", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.