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Verschlüsselung von A bis Z


Sicherheit beim Mailen: PSW Group lobt E-Mail-Angebot Posteo für Sicherheits-Features
Die Posteo-Server kommunizieren ausschließlich über verschlüsselte TLS-Verbindungen (TLS-Versionen 1.0-1.2), die zusätzlich mit PFS sowie Dane/TLSA abgesichert sind

(13.02.15) - Lohnt es sich, für das E-Mail versenden Geld auszugeben? Nach enttäuschenden Testergebnissen, vor allem in Sachen Sicherheit, verschiedener Freemail-Anbieter, haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group einige der in Deutschland bekanntesten kostenpflichtigen E-Mail-Dienste genauer angesehen. Im Mittelpunkt des Angebotschecks stand auch dieses Mal die Sicherheit beim Mailen. Außerdem warfen die Tester einen Blick auf die Datenschutzpraktiken, AGB, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Usability.

"Bereits der erste Testkandidat, der aus Berlin stammende Anbieter Posteo, überzeugte uns. Wir haben uns im aufgeräumten Backend wohl gefühlt, sind mit der Funktionalität und den Möglichkeiten, Einstellungen sowie Individualisierungen vorzunehmen, sehr zufrieden. Und endlich stimmen auch die Sicherheits-Features. Mit PFS und Dane setzt Posteo auf zukunftsfähige Verschlüsselungs-Features, die die ohnehin sehr guten Verschlüsselungsparameter wirkungsvoll unterstützen", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, das Angebot.

Die Posteo-Server kommunizieren ausschließlich über verschlüsselte TLS-Verbindungen (TLS-Versionen 1.0-1.2), die zusätzlich mit PFS sowie Dane/TLSA abgesichert sind. Was das bedeutet, erklärt Christian Heutger: "Dane ist eine recht neue Technologie, mit der SSL/TLS Zertifikate zusätzlich abgesichert werden. Der Nutzer kann also sicher sein, dass sein Netzwerkverkehr weder belauscht noch mitgelesen oder seine Daten entwendet werden können."

Der wesentliche Unterschied zu den Freemail-Anbietern, die PSW Group in den vergangenen Wochen getestet hat, liegt nicht nur in der Verwendung einer sicheren Transportverschlüsselung, sondern auch darin, dass zusätzlich die Linux-Server verschlüsselt werden. Und das hat Folgen – gute sogar: Neben dem E-Mail-Transportweg sind auch Kalender- und Adressbucheinträge verschlüsselt, sofern der Nutzer dies in seinen Einstellungen aktiviert hat. Zum Tragen kommt übrigens eine AES-Verschlüsselung in der Datenbank, so dass die Daten selbst für Posteo nicht lesbar sind. Posteo plant darüber hinaus, auch die E-Mails seiner Kunden ohne Aufpreis Ende-zu-Ende-verschlüsseln zu wollen. Dann wären neben dem Transportweg auch die Inhalte der E-Mails verschlüsselt.

Zu einem Anbieter, der von sich behauptet, transparent zu agieren, gehören klar verständliche AGB und Datenschutzvereinbarungen. Auch dies ist Posteo gelungen. Anleitungen und Support sind schriftlich gegeben und dass sich Kunden ohne Angabe persönlicher Daten registrieren können, ist ein weiterer Pluspunkt. Auch die Preisgestaltung ist ohne Beanstandung: Bereits für 12 Euro pro Jahr erhält man ein Sicherheits-E-Mail-Paket, dem man vertrauen kann, 2 GB Speicherplatz, einer Anhanggröße von bis zu 50 MB, unbegrenzte Speicherdauer von E-Mails sowie drei Kalender. Gegen geringen Aufpreis sind größerer Speicher und weitere Kalender enthalten.

"Unser einziger Kritikpunkt ist die Passwortkontrolle. Da das Passwort zwar aus mindestens acht Zeichen bestehen und mindestens eine Zahl oder ein Sonderzeichen enthalten muss, fallen immerhin "Passwort" und "12345678" aus dem Raster. Leider wird das fast genauso unsichere "Passwort123" zugelassen, so dass Posteo beim Passwortcheck noch etwas nachbessern sollte", so Christian Heutger. (PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Tests

  • Bitdefenders AV-Lösung im Test

    Die PSW Group testete die Lösung von "Bitdefender: Total Security Multi-Device 2017". "Insgesamt zeigt sich Bitdefender recht ähnlich wie seine beiden vergleichbaren Wettbewerber Eset und Kaspersky. Zwar erweist sich Bitdefender als teuerste Lösung, gleicht dies jedoch mit einem Feature-Plus wieder aus. Bitdefender punktet mit guten Laufzeiten der Usability und beim Support. Lobenswert ist der konsequente Einsatz von ASLR und DEP, das gültige Signieren aller Programmdateien und die Software-Verteilung via sicherem HTTPS. Einzig die Deinstallation von Bitdefenders Total Security Multi-Device 2017 ist etwas aufwendiger. Hierfür muss der User erst das Bitdefender Uninstall Tool auf seinen Rechner laden. Im Übrigen lässt auch Bitdefender leider keinen Rundum-Schutz für wirklich alle Geräte zu: iOS wird ausgeschlossen und lediglich die Plattformen Windows, macOS und Android geschützt", fasst Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, zusammen. Bitdefender unterscheidet nicht nach Zahl der User, sondern nach Zahl der Geräte. Die Auswahl ist denkbar gering: Anwender haben die Wahl, die Suite für fünf oder zehn Geräte zu ordern. "Das ist schade für jene, die lediglich drei Geräte schützen wollen. Eine Zwischenlösung für zwei oder drei Geräte wäre wünschenswert", meint Heutger. Mit der Wahl der Laufzeiten von einem, zwei oder drei Jahren punktet Bitdefender dann aber wieder. "Zusätzlich können User entscheiden, ob sie selbst die Software installieren möchten oder ob Bitdefender das übernehmen soll. Das ist eine Option, die uns bei Bitdefender erstmals begegnet und absolut positiv ist", lobt Christian Heutger.

  • Familie vor Online-Bedrohungen schützen

    "Hacker würden mit oder ohne Security-Lösungen Wege ins System finden" bemerkte Brian Dye, seines Zeichens Executive Vice President bei McAfee, schon vor einigen Jahren. Nun setzte Cybersecurity-Experte John McAfee mit seiner Aussage, jeder Router, der in den USA zum Einsatz kommt, sei kompromittiert, noch einen oben drauf. Seiner Meinung nach gelänge es Hackern, WLAN-Verbindungen der Geräte zu verwenden, um ihre Besitzer auszuspionieren. Diese Bemerkung veranlasste die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group dazu, sich das Sicherheitspaket "Total Protection 2017" des Herstellers genauer anzusehen. Ob McAfees AV-Suite es schafft, die ganze Familie vor Online-Bedrohungen zu schützen und jedes Gerät gegen Angriffe abzusichern?

  • Guter Selbstschutz der AV-Lösung

    Wenn es um Virenschutz geht, ist Kaspersky Lab einer der Marktführer in Europa. Mit ihrer Antiviren-Suite "Kaspersky Total Security 2017" verspricht der Entwickler die Privatsphäre, alle persönlichen Daten sowie Finanzen der ganzen Familie auf jeder Plattform zu schützen. Nun haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group die Antiviren-Lösung in einem Test genauer angesehen - und kommen zu gemischten Ergebnissen. "Kaspersky wartet mit guten und umfangreichen Features auf, dennoch gibt es eine wesentliche Einschränkung: Nicht jedes Feature existiert für alle Systeme; vielfach greifen Schutzfunktionen lediglich auf Mac und PC. Damit erweist sich die Lösung leider nicht als echte Multiplattform-Suite, wie es der Hersteller verspricht. Auf 64-Bit-Systemen gibt es sogar noch einige weitere Funktionseinschränkungen, auf die Kaspersky aber immerhin auf seinen Produktseiten hinweist", sagt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.

  • Lob auch für die Botnet-Erkennung

    "Antivirus ist keinesfalls tot, jedoch müssen die Hersteller von AV-Suiten umdenken", ist Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, überzeugt. Er bezieht sich damit auf die Meinung von Brian Dye, Executive Vice President bei McAfee, dass kommerzielle Antiviren-Lösungen tot seien. Um seine Überzeugung zu untermauern, hat Christian Heutger gemeinsam mit seinem Team einige Virenscanner, darunter das Multi-Device Security Pack vom Hersteller Eset einem Test unterzogen. Immerhin verspricht der Entwickler idealen Rundum-Schutz für alle Geräte.

  • Sicherheitsparameter stimmen

    Beim kostenpflichtigen E-Mail Dienst der Heinlein Support GmbH steht Privatsphäre ganz oben und Datenschutz ist das Steckenpferd des Service. Grund genug für die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, mailbox.org in einem Test unter die Lupe zu nehmen. "Die Verschlüsselung - und damit die Sicherheit - ist vom Login bis zum Backend ausgezeichnet. mailbox.org-Kunden greifen ausschließlich verschlüsselt auf den gesamten Service zu. Für die Verschlüsselung werden zudem nur aktuelle Technologien eingesetzt: Seit Januar 2017 ist das TLS in der Version 1.2; die Versionen 1.0 und 1.1 werden von mailbox.org nicht mehr verwendet. TLS 1.2 gibt es nur mit PFS, jedoch keinesfalls mit SHA-1 als Hash-Algorithmus", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.