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Messenger made in China


PSW Group hält "WeChat" mit "Look around"-Funktion und Zensurvorwürfen für sicherheitsbewusste Nutzer ungeeignet
PSW Group: "Im Heimatland der App ist gerade die 'Look around'-Funktion der Hit. Mit unserem Verständnis von Datenschutz und Privatsphäre ist sie jedoch nicht vereinbar"

(19.05.14) - Noch ist "WeChat" hierzulande relativ unbekannt. Denn die Messenger-App wird derzeit noch vor allem in China genutzt. 300 Millionen Nutzer zählt das Tool im Reich der Mitte, in dem es auch entwickelt wurde. Dabei ist WeChat mit 18 Sprachen für mehr als 200 Länder und Regionen erhältlich. Vom Komfort her steht die App anderen Messengern in nichts nach, wie die Verschlüsselungsexperten der PSW Group mitteilen, die die mobile Anwendung einem umfassenden Test unterzogen haben. WeChat geht sogar über einige andere Messenger-Apps hinaus, in dem sie von Facebook bekannte Funktionalitäten wie das Liken, Teilen und Kommentieren von Fotos Chat-intern unterstützt.

Eher kritischer beäugen die Tester die sogenannte "Look around”-Funktion des kostenlosen Messenger, der sich über In-App-Käufe finanziert. Sie ermöglicht das Finden von WeChat-Nutzern in der Nähe des Anwenders. Zudem gibt es einen Zufallsmodus: Dem Nutzer wird ein x-beliebiger Chatpartner zugewiesen, wenn er sein Smartphone schüttelt. "Im Heimatland der App, China, ist gerade die "Look around"-Funktion der Hit. Mit unserem Verständnis von Datenschutz und Privatsphäre ist sie jedoch nicht vereinbar", erklärt PSW Group-Geschäftsführer Christian Heutger. Die Verschlüsselungsexperten mahnen darüber hinaus die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Verschlüsselt werden Nachrichten lediglich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.

Vorsichtig sollte der WeChat-Nutzer im Hinblick auf die AGB sein. Sie sehen vor, dass der App-Entwickler Tencent auf Aufforderung der chinesischen Regierung dazu verpflichtet ist, Informationen herauszugeben. Welchen Umfang diese Informationen haben, bleibt dabei unklar. Weiter erlaubt sich Tencent, die AGB jederzeit ohne vorherige Mitteilung an den Nutzer zu ändern. Positiv zu erwähnen bleibt aber, dass Anwender von WeChat die Datenschutzeinstellungen selbst in der Hand haben: Sie können beispielsweise das Durchstöbern ihres Adressbuchs unterbinden und einstellen, sodass andere sie nicht mit dieser Funktion finden können. "Außerdem kann die eigene Identität inklusive Rufnummer verborgen und die App auch nur mit der WeChat-ID oder der QR Name Card genutzt werden. Dies ist ein deutlicher Pluspunkt gegenüber dem Datenschutz bei WhatsApp", so Christian Heutger.

Nicht verschweigen wollen die Tester der PSW Group, dass es Zensurvorwürfe gegenüber der App gibt. So steht der WeChat-Entwickler Tencent unter Verdacht, bestimmte Chat-Inhalte zu filtern und zu blockieren. Das Fazit der Verschlüsselungsexperten: "Für sicherheitsbewusste Anwender ist WeChat letztlich genauso desaströs wie WhatsApp, wenngleich der Nutzer mehr Datenschutzeinstellungen manuell vornehmen kann." (PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Tests

  • Bitdefenders AV-Lösung im Test

    Die PSW Group testete die Lösung von "Bitdefender: Total Security Multi-Device 2017". "Insgesamt zeigt sich Bitdefender recht ähnlich wie seine beiden vergleichbaren Wettbewerber Eset und Kaspersky. Zwar erweist sich Bitdefender als teuerste Lösung, gleicht dies jedoch mit einem Feature-Plus wieder aus. Bitdefender punktet mit guten Laufzeiten der Usability und beim Support. Lobenswert ist der konsequente Einsatz von ASLR und DEP, das gültige Signieren aller Programmdateien und die Software-Verteilung via sicherem HTTPS. Einzig die Deinstallation von Bitdefenders Total Security Multi-Device 2017 ist etwas aufwendiger. Hierfür muss der User erst das Bitdefender Uninstall Tool auf seinen Rechner laden. Im Übrigen lässt auch Bitdefender leider keinen Rundum-Schutz für wirklich alle Geräte zu: iOS wird ausgeschlossen und lediglich die Plattformen Windows, macOS und Android geschützt", fasst Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, zusammen. Bitdefender unterscheidet nicht nach Zahl der User, sondern nach Zahl der Geräte. Die Auswahl ist denkbar gering: Anwender haben die Wahl, die Suite für fünf oder zehn Geräte zu ordern. "Das ist schade für jene, die lediglich drei Geräte schützen wollen. Eine Zwischenlösung für zwei oder drei Geräte wäre wünschenswert", meint Heutger. Mit der Wahl der Laufzeiten von einem, zwei oder drei Jahren punktet Bitdefender dann aber wieder. "Zusätzlich können User entscheiden, ob sie selbst die Software installieren möchten oder ob Bitdefender das übernehmen soll. Das ist eine Option, die uns bei Bitdefender erstmals begegnet und absolut positiv ist", lobt Christian Heutger.

  • Familie vor Online-Bedrohungen schützen

    "Hacker würden mit oder ohne Security-Lösungen Wege ins System finden" bemerkte Brian Dye, seines Zeichens Executive Vice President bei McAfee, schon vor einigen Jahren. Nun setzte Cybersecurity-Experte John McAfee mit seiner Aussage, jeder Router, der in den USA zum Einsatz kommt, sei kompromittiert, noch einen oben drauf. Seiner Meinung nach gelänge es Hackern, WLAN-Verbindungen der Geräte zu verwenden, um ihre Besitzer auszuspionieren. Diese Bemerkung veranlasste die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group dazu, sich das Sicherheitspaket "Total Protection 2017" des Herstellers genauer anzusehen. Ob McAfees AV-Suite es schafft, die ganze Familie vor Online-Bedrohungen zu schützen und jedes Gerät gegen Angriffe abzusichern?

  • Guter Selbstschutz der AV-Lösung

    Wenn es um Virenschutz geht, ist Kaspersky Lab einer der Marktführer in Europa. Mit ihrer Antiviren-Suite "Kaspersky Total Security 2017" verspricht der Entwickler die Privatsphäre, alle persönlichen Daten sowie Finanzen der ganzen Familie auf jeder Plattform zu schützen. Nun haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group die Antiviren-Lösung in einem Test genauer angesehen - und kommen zu gemischten Ergebnissen. "Kaspersky wartet mit guten und umfangreichen Features auf, dennoch gibt es eine wesentliche Einschränkung: Nicht jedes Feature existiert für alle Systeme; vielfach greifen Schutzfunktionen lediglich auf Mac und PC. Damit erweist sich die Lösung leider nicht als echte Multiplattform-Suite, wie es der Hersteller verspricht. Auf 64-Bit-Systemen gibt es sogar noch einige weitere Funktionseinschränkungen, auf die Kaspersky aber immerhin auf seinen Produktseiten hinweist", sagt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.

  • Lob auch für die Botnet-Erkennung

    "Antivirus ist keinesfalls tot, jedoch müssen die Hersteller von AV-Suiten umdenken", ist Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, überzeugt. Er bezieht sich damit auf die Meinung von Brian Dye, Executive Vice President bei McAfee, dass kommerzielle Antiviren-Lösungen tot seien. Um seine Überzeugung zu untermauern, hat Christian Heutger gemeinsam mit seinem Team einige Virenscanner, darunter das Multi-Device Security Pack vom Hersteller Eset einem Test unterzogen. Immerhin verspricht der Entwickler idealen Rundum-Schutz für alle Geräte.

  • Sicherheitsparameter stimmen

    Beim kostenpflichtigen E-Mail Dienst der Heinlein Support GmbH steht Privatsphäre ganz oben und Datenschutz ist das Steckenpferd des Service. Grund genug für die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, mailbox.org in einem Test unter die Lupe zu nehmen. "Die Verschlüsselung - und damit die Sicherheit - ist vom Login bis zum Backend ausgezeichnet. mailbox.org-Kunden greifen ausschließlich verschlüsselt auf den gesamten Service zu. Für die Verschlüsselung werden zudem nur aktuelle Technologien eingesetzt: Seit Januar 2017 ist das TLS in der Version 1.2; die Versionen 1.0 und 1.1 werden von mailbox.org nicht mehr verwendet. TLS 1.2 gibt es nur mit PFS, jedoch keinesfalls mit SHA-1 als Hash-Algorithmus", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.