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Messenger-Apps und Sicherheit


Test: Sicherheitsexperten sehen großes Potenzial in Messenger-App "schmoose"
Mit Details zur Verschlüsselung geht "schmoose" offen um: AES-256, SHA-256 und RSA mit 2048 Bit sind Standard

(28.05.14) - Wie Threema, nur mit mehr Funktionen. So umschreiben die Verschlüsselungsexperten der PSW Group die junge Messenger-App schmoose nach einem umfangreichen Test. Derzeit nur für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen Windows Phone 8 und Android verfügbar, möchte die App ihren Anwendern künftig Plattform-übergreifend eine sichere Kommunikation ermöglichen. Wer schmoose auf all seinen Geräten installiert, kann morgens eine Konversation an seinem Smartphone starten, sie mittags an dem Desktop fortführen und abends auf dem Tablet beenden oder Unterhaltungen auf diesen Geräten gleichzeitig führen. Trotz dieses Mehrwertes unterscheidet sich die App in der Nutzerfreundlichkeit nicht von der Konkurrenz: Die Bedienung ist intuitiv und bedarf keiner weiteren Erklärung.

"Auch schmoose gehört zu den Messenger-Apps, die sich Sicherheit auf die Flaggen geschrieben haben. Im Vergleich zu anderen Apps gelingt das aber auch", hebt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group hervor. Die eingesetzte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erlaubt es, dass die Nachrichten noch auf dem Endgerät des Nutzers verschlüsselt und dann erst wieder auf dem Gerät des Empfängers entschlüsselt werden. Mit Details zur Verschlüsselung geht schmoose zugleich offen um: AES-256, SHA-256 und RSA mit 2048 Bit sind Standard. "Schmoose setzt außerdem auf OpenPGP und realisiert Verbindungen via TLS 1.2-gesichertem HTTPS. Den eigenen Quellcode verraten die Entwickler der App jedoch nicht. Dafür kommt die quelloffene BouncyCastle-Bibliothek zum Einsatz", erklärt der Verschlüsselungsexperte. Kleiner Nachteil: Auf ECC (Eliptic Curve Cryptography) verzichtet die App derzeit noch aufgrund von Performance-Problemen.

Die Tester der PSW Group heben ebenfalls positiv hervor, dass sich die Server von schmoose in Deutschland und anderen europäischen Ländern befinden und beim Nutzen einer Zusatzapp zum Auslesen des Telefonbuchs die Daten nicht auf die firmeneigenen Server übertragen werden. Stattdessen werden die Informationen in Hashwerte umgewandelt und so für die Suchanfragen verarbeitet. Aus den Datenschutzbestimmungen der App geht zudem hervor, dass schmoose die registrierten Telefonnummern und E-Mail-Adressen auf seinen Servern verschlüsselt speichert. Des Weiteren wird versichert, dass persönliche Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.

"Schmoose hat in unseren Augen Potenzial. Die Finanzierung klingt tragfähig – zumal die App vom Gratisuser bis zum Unternehmen Lösungen für jeden Nutzer anbietet. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist ein dicker Pluspunkt, wenngleich schmoose derzeit auch von der Veröffentlichung des Quellcodes absieht. Bedienen lässt sich der Messenger denkbar einfach und die datenschutzrechtlichen Punkte haben uns überzeugt", so das Fazit der Verschlüsselungsexperten. (PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tests

  • Bitdefenders AV-Lösung im Test

    Die PSW Group testete die Lösung von "Bitdefender: Total Security Multi-Device 2017". "Insgesamt zeigt sich Bitdefender recht ähnlich wie seine beiden vergleichbaren Wettbewerber Eset und Kaspersky. Zwar erweist sich Bitdefender als teuerste Lösung, gleicht dies jedoch mit einem Feature-Plus wieder aus. Bitdefender punktet mit guten Laufzeiten der Usability und beim Support. Lobenswert ist der konsequente Einsatz von ASLR und DEP, das gültige Signieren aller Programmdateien und die Software-Verteilung via sicherem HTTPS. Einzig die Deinstallation von Bitdefenders Total Security Multi-Device 2017 ist etwas aufwendiger. Hierfür muss der User erst das Bitdefender Uninstall Tool auf seinen Rechner laden. Im Übrigen lässt auch Bitdefender leider keinen Rundum-Schutz für wirklich alle Geräte zu: iOS wird ausgeschlossen und lediglich die Plattformen Windows, macOS und Android geschützt", fasst Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, zusammen. Bitdefender unterscheidet nicht nach Zahl der User, sondern nach Zahl der Geräte. Die Auswahl ist denkbar gering: Anwender haben die Wahl, die Suite für fünf oder zehn Geräte zu ordern. "Das ist schade für jene, die lediglich drei Geräte schützen wollen. Eine Zwischenlösung für zwei oder drei Geräte wäre wünschenswert", meint Heutger. Mit der Wahl der Laufzeiten von einem, zwei oder drei Jahren punktet Bitdefender dann aber wieder. "Zusätzlich können User entscheiden, ob sie selbst die Software installieren möchten oder ob Bitdefender das übernehmen soll. Das ist eine Option, die uns bei Bitdefender erstmals begegnet und absolut positiv ist", lobt Christian Heutger.

  • Familie vor Online-Bedrohungen schützen

    "Hacker würden mit oder ohne Security-Lösungen Wege ins System finden" bemerkte Brian Dye, seines Zeichens Executive Vice President bei McAfee, schon vor einigen Jahren. Nun setzte Cybersecurity-Experte John McAfee mit seiner Aussage, jeder Router, der in den USA zum Einsatz kommt, sei kompromittiert, noch einen oben drauf. Seiner Meinung nach gelänge es Hackern, WLAN-Verbindungen der Geräte zu verwenden, um ihre Besitzer auszuspionieren. Diese Bemerkung veranlasste die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group dazu, sich das Sicherheitspaket "Total Protection 2017" des Herstellers genauer anzusehen. Ob McAfees AV-Suite es schafft, die ganze Familie vor Online-Bedrohungen zu schützen und jedes Gerät gegen Angriffe abzusichern?

  • Guter Selbstschutz der AV-Lösung

    Wenn es um Virenschutz geht, ist Kaspersky Lab einer der Marktführer in Europa. Mit ihrer Antiviren-Suite "Kaspersky Total Security 2017" verspricht der Entwickler die Privatsphäre, alle persönlichen Daten sowie Finanzen der ganzen Familie auf jeder Plattform zu schützen. Nun haben sich die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group die Antiviren-Lösung in einem Test genauer angesehen - und kommen zu gemischten Ergebnissen. "Kaspersky wartet mit guten und umfangreichen Features auf, dennoch gibt es eine wesentliche Einschränkung: Nicht jedes Feature existiert für alle Systeme; vielfach greifen Schutzfunktionen lediglich auf Mac und PC. Damit erweist sich die Lösung leider nicht als echte Multiplattform-Suite, wie es der Hersteller verspricht. Auf 64-Bit-Systemen gibt es sogar noch einige weitere Funktionseinschränkungen, auf die Kaspersky aber immerhin auf seinen Produktseiten hinweist", sagt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.

  • Lob auch für die Botnet-Erkennung

    "Antivirus ist keinesfalls tot, jedoch müssen die Hersteller von AV-Suiten umdenken", ist Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, überzeugt. Er bezieht sich damit auf die Meinung von Brian Dye, Executive Vice President bei McAfee, dass kommerzielle Antiviren-Lösungen tot seien. Um seine Überzeugung zu untermauern, hat Christian Heutger gemeinsam mit seinem Team einige Virenscanner, darunter das Multi-Device Security Pack vom Hersteller Eset einem Test unterzogen. Immerhin verspricht der Entwickler idealen Rundum-Schutz für alle Geräte.

  • Sicherheitsparameter stimmen

    Beim kostenpflichtigen E-Mail Dienst der Heinlein Support GmbH steht Privatsphäre ganz oben und Datenschutz ist das Steckenpferd des Service. Grund genug für die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, mailbox.org in einem Test unter die Lupe zu nehmen. "Die Verschlüsselung - und damit die Sicherheit - ist vom Login bis zum Backend ausgezeichnet. mailbox.org-Kunden greifen ausschließlich verschlüsselt auf den gesamten Service zu. Für die Verschlüsselung werden zudem nur aktuelle Technologien eingesetzt: Seit Januar 2017 ist das TLS in der Version 1.2; die Versionen 1.0 und 1.1 werden von mailbox.org nicht mehr verwendet. TLS 1.2 gibt es nur mit PFS, jedoch keinesfalls mit SHA-1 als Hash-Algorithmus", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.