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Teil einer globalen Spam-Kampagne





Die Malware-Familie Ursnif ist zurück: Diesmal visiert sie die privaten Daten und Finanzgeschäfte
Ursnif ist als Spyware-Familie bekannt und auf das Sammeln von Informationen spezialisiert

Bitdefender warnt: Die Malware-Familie Ursnif ist zurück. Diesmal visiert sie die privaten Daten und Finanzgeschäfte von deutsch-, englisch- und russischsprachigen Nutzern an. Nach Angaben des Bitdefender Antispam-Labors wurden rund 10.000 E-Mails als Teil einer globalen Spam-Kampagne, die meist deutsch-, englisch- und russischsprachige Nutzer anvisiert, gesendet.

Ursnif ist als Spyware-Familie bekannt und auf das Sammeln von Informationen spezialisiert. Zudem kann sie ein System komplett beeinträchtigen. Ursnif verbreitet sich in der Regel durch Spam-Mails. Es versteckt sich in einem Archiv und wartet darauf, manuell heruntergeladen und auf dem System ausgeführt zu werden. Die von Bitdefender analysierte Probe kann eine Vielzahl von Operationen ausführen, je nachdem, welche Anweisungen sie bekommt.

Es kann Anmeldeinformationen und andere auf Microsoft Outlook bezogene Daten auslesen:
reg Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows Messaging Subsystem\Profiles\Outlook\
reg Software\Microsoft\Office\15.0\Outlook\Profiles\Outlook\

Systemdaten:
systeminfo.exe
taskslist.exe
driverquery.exe
reg.exe Anfrage "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall" /s

Zertifikate und private Schlüssel aus:
My AddressBook
AuthRoot
CertificateAuthority
Disallowed
Root
TrustedPeople
TrustedPublisher

Ursnif kann auch das System neu starten, Windows Directory-Dateien verändern, Cookies sammeln oder löschen und sogar den Browserverlauf des Benutzers ausspionieren. Screenshots des Gerätebildschirms kann es ebenfalls erstellen. Die gesammelten Daten werden in temporären Ordner gespeichert und über HTTP zu Control and Command (C&Cs)-Servern übermittelt. Die C&Cs werden mithilfe von Text aus der US-Unabhängigkeitserklärung erzeugt.

Der verschlüsselte Code besitzt einen Abschnitt mit Konfigurationsdaten, die sich von Probe zu Probe unterscheiden können. In diesem Fall enthalten die Konfigurationsdaten URLs und Details über verschiedene Bankdienstleistungen und -prozesse.

Bitdefender erkennt und blockiert diese Bedrohungen als Gen:Variant.Kazy.616358, Hash: d2eed7c7a412246816ce3f9c67c40b39.

Bitdefender rät Benutzern, ihre Antiviren-Lösung regelmäßig zu aktualisieren, um Keylogger, Spyware und andere persistente Bedrohungen abzuwehren.

Dieser Artikel basiert auf technischen Informationen, die von Adrian Miron, Senior Antispam Researcher bei Bitdefender, sowie den Malware-Forschern Victor Luncasu, Alexandru Rusu und Ivona Chili zur Verfügung gestellt wurden. (Bitdefender: ra)

Bitdefender: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.

  • Fake-Google-Doc-Einladung

    Laut Malwarebytes verbreitet sich aktuell eine neue Phishing-Kampagne rasant, die Google Doc-Einladungen, wie man sie zum Bearbeiten von Dokumenten über Google erhält, imitiert. Potentielle Opfer erhalten dabei eine E-Mail die angeblich von dem Anbieter Mailnator stammt (Mailnator hat jegliche Verbindungen dazu bereits verneint).

  • Maskiert als Flash Player-Update

    Eset haben eine neue gefährliche Android-App entdeckt, die in der Lage ist, zusätzliche Malware herunterzuladen und auszuführen. Der Trojaner wird von Eset als Android/TrojanDownloader.Agent.JI erkannt und über kompromittierte Webseiten als Flash Player-Update maskiert verbreitet. Nach der Installation startet die Malware einen gefälschten "Saving Battery"-Service im Android-System und erfordert vom Nutzer kritische Berechtigungen in den Bedienungsfunktionen von Android. Dem Angreifer wird so erlaubt, aktive Apps und Fensterinhalte abzurufen und "Explore by Touch" einzuschalten. Damit kann er die Aktionen des Nutzers imitieren und auf dem Display des Geräts anzeigen, was er möchte.

  • Neuer Linux-Trojaner entdeckt

    Die Virenanalysten von Doctor Web entdeckten im Januar einen neuen Linux-Trojaner, der bereits Tausende Geräte infiziert hat. Erst im Dezember berichtete Doctor Web über den rapiden Anstieg von Linux-Malware. Der neue Linux-Trojaner heißt Linux.Proxy.10 und startet den Proxyserver SOCKS5 auf dem infizierten Gerät. SOCKS5 basiert dabei auf einem offenen Quellcode des Satanic Socks Servers und gewährleistet so die Anonymität der Cyber-Kriminellen. Via Secure Shell verbreiten diese Linux.Proxy.10 und speichern dabei die Liste von Geräten sowie Benutzername und Passwort auf ihrem Server ab.

  • Neue Variante der Marcher-Malware

    Seit dem Launch der iOS-Version von "Super Mario Run" Mitte Dezember entwickelt sich die mobile Spiele-App zum nächsten Hit im iTunes-Store. Android-Nutzer müssen allerdings noch auf das Kultspiel warten. Hacker nutzen zwischenzeitlich die Popularität des Spiels verbunden mit der Tatsache, dass es noch keine offizielle Android-Version gibt, um Schadsoftware zu verbreiten. Das Threatlabz-Team des Internet-Security Anbieters Zscaler hat nun eine neue Version des Android Marcher Trojaners entdeckt, die sich als "Super Mario Run App" für Android-Nutzer ausgibt. Bei Marcher handelt es sich um Malware, die auf Banking und Finanz-Apps abzielt und Kreditkartendetails abzugreifen versucht. Anwender werden dazu verleitet, auf gefälschten Seiten ihre Bankinformationen einzugeben. Ist das Mobilgerät des Anwenders infiziert, lauert die Malware darauf, dass das Opfer die bereitgestellte App anklickt und präsentiert dann das Overlay der Finanzseite. Die Finanzdaten der Opfer werden an einen Command & Control (C&C)-Server weitergeleitet. Die Malware wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt dabei auf aktuelle Trends, um eine große Zielgruppe anzusprechen.