- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Aktuelle Meldungen

Ransomware greift anfällige Linux Web-Server an





Dritte Version der Linux-Ransomware noch nicht bereit für Prime-Time
Mehr als 600 Server infiziert - Kostenloses Entschlüsselungs-Tool verfügbar

Eine neue Variante der "Linux Encoder Ransomware" gefährdet seit kurzem weltweit Server. Bislang wurden bereits mehr als 600 Server infiziert. Bitdefender hat jedoch bereits ein Entschlüsselungs-Tool entwickelt, mit dem Nutzer ihre Dateien kostenlos wiederherstellen können. Die Forscher von Bitdefender haben herausgefunden, dass die neue Linux Encoder Ransomware bei jeder Datei, die durch den Verschlüsselungsprozess geht, die Änderungszeit der ursprünglichen, unverschlüsselten Datei angibt. Das bedeutet: Wird zum Beispiel eine im Jahr 2012 generierte Datei verschlüsselt, macht es dennoch den Anschein, als sei sie letztmalig in 2012 geändert worden. So ist es nicht mehr möglich, über die Änderungszeit herauszufinden, wann eine Datei geändert wurde, um dies als Schlüssel für die Entschlüsselung zu nutzen.

Fehlender Hash-Algorithmus ermöglicht Entschlüsselung
Bei dieser neuen Version der Malware werden Initialisierungsvektoren von einem Hash der entsprechenden Dateigrößen und Dateinamen generiert – 32 Bytes von rand() sind 8-mal gehasht und werden als AES-256-Schlüssel verwendet. Zudem ist der neue Linux Encoder nicht statisch mit der libc-Bibliothek verlinkt. Dadurch sind ältere Systeme, die anfälliger für eine Infizierung sind, mit der Ransomware nicht kompatibel und das Programm startet darauf nicht.

Trotzdem wird auch die aktuelle Linux Encoder Ransomware mit einem Fehler ausgeliefert. Er liegt in der Art, wie Angreifer die zufälligen Bytes hashen, um den AES-256-Schlüssel zu erzeugen. Dabei haben die Entwickler vergessen, einen Hash-Algorithmus zu wählen, wodurch die Ausgabe der Hashing-Funktion unverändert bleibt. Daher sind alle Aufrufe der Update- und Finish-Primitives erfolglos. So wird der komplette AES-Schlüssel auf die verschlüsselte Datei geschrieben, was ihre Wiederherstellung deutlich vereinfacht.

Fehler in alter Version ebenfalls gefunden
Die Ransomware greift bereits seit November 2015 gezielt anfällige Linux Web-Server an. Bitdefender-Forschern gelang es jedoch frühzeitig aufgrund eines Programmierfehlers ein Entschlüsselungs-Tool zu generieren und den Opfern ein kostenloses Hilfsprogramm zur Wiederherstellung zur Verfügung zu stellen. Kurz nach Veröffentlichung dieses Tools tauchte eine ältere Version der Ransomware auf. Damit war es möglich, den symmetrischen AES-Schlüssel herauszufinden, der für die Entschlüsselung verwendet wurde. Diese Version der Linux Encoder Ransomware hat durch den Aufruf der rand()-Funktion einen 16-Byte-Initialisierungsvektor und einen 16-Byte-AES Schlüssel generiert. Der Initial Seed der RNG wurde aus dem aktuellen Zeitstempel genommen. Dies erfolgte zeitnah zur Änderungszeit der Datei nach der Verschlüsselung.

Kostenloses Entschlüsselungs-Tool verfügbar
Anwender, die von der neuen Version der Ransomware betroffen sind, können sich im Download-Bereich von Bitdefender ein kostenloses Entschlüsselungs-Hilfsprogramm herunterladen. Dabei müssen Nutzer sicherstellen, dass die gefährdeten Plattformen nach der Wiederherstellung aktualisiert werden, um diese Art von Angriffen auszuschließen. (Bitdefender: ra)

Bitdefender: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Nahezu jeder Browser betroffen

    Eset warnt vor der neu entdeckten Banking-Malware "BackSwap". Sie nutzt eine ebenso einfache wie perfide Methode, um sensible Banking-Daten zu erschleichen und positioniert sich dazu direkt im Browser der Opfer. Gleichzeitig hebelt die Malware technologische Abwehrmaßnahmen im Browser gezielt aus. "BackSwap" verwendet eine besonders einfallsreiche Technik, um an die vertraulichen Banking-Informationen der Opfer zu gelangen: Statt aufwändige Code-Infizierungsmethoden zur Browserüberwachung einzusetzen, hängt sich die Malware direkt in die angezeigten Nachrichtenfenster des Browsers. Dort simuliert der Trojaner Nutzereingaben, um Banking-Aktivitäten aufzuspüren. Sobald er solche Aktivitäten erkennt, wird schädlicher JavaScript Code injiziert, entweder über die JavaScript-Konsole oder direkt in die Adresszeile des Browsers. All das geschieht unbemerkt vom Nutzer.

  • Neue Bitcoin Cash-Ransomware "Thanatos"

    Seit kurzem warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen kritischen Ransomware namens Thanatos. Der nach dem griechischen Totengott benannte Erpresser-Trojaner zeichnet sich dabei durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen soll die Lösegeldforderung bei Thanatos nicht mehr mit herkömmlichen Bitcoins, sondern der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash beglichen werden.

  • Neue Spionage-Malware ersetzt FinFisher

    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

  • DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen

    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.