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Spam-Welle mit schädlichen .chm-Anhängen





Cryptowall-Ransomware verbreitet sich über schadhafte Hilfedateien
Greift ein Nutzer auf die Inhalte des .chm-Archivs zu, wird der Schadcode heruntergeladen, auf dem System gespeichert und ausgeführt

Laut den Bitdefender-Malware-Forschern hat eine neue Spam-Welle mit schädlichen .chm-Anhängen bereits hunderte Posteingänge erreicht, um auf diesem Wege die berühmt-berüchtigte Cryptowall-Ransomware zu verbreiten. Interessanterweise greifen die Hacker dabei zu einer Methode, die vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen ist, sich dafür aber als umso effektiver bei der automatischen Ausführung von Malware und der Verschlüsselung von Daten auf den Computern der Opfer erweist: schädliche .chm-Anhänge. Bitdefender erkennt die Malware als Trojan.GenericKD.2170937.

.chm ist eine Dateierweiterung für kompilierte HTML-Hilfedateien. Diese werden verwendet, um Benutzerhandbücher für Software-Anwendungen verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck werden HTML-Dateien komprimiert und als Binärdatei mit der Erweiterung .chm zur Verfügung gestellt. Das Format besteht aus komprimierten HTML-Dokumenten, Bildern und JavaScript-Dateien, ergänzt durch ein verlinktes Inhaltsverzeichnis, einen Index und eine Volltextsuche.

Was macht die Hilfedateien so gefährlich?
.chm-Dateien sind auf Interaktion ausgelegt und nutzen eine Reihe von Technologien, darunter auch JavaScript, welches in der Lage ist, einen Nutzer auf eine externe URL weiterzuleiten, wenn dieser eine .chm-Datei nur öffnet. Irgendwann begannen Hacker dann, .chm-Dateien für ihre Zwecke zu missbrauchen, um beim Öffnen der Dateien Schadcode automatisch auszuführen. Und es leuchtet ein: Je weniger der Nutzer dafür tun muss, desto wahrscheinlicher ist eine Malware-Infektion.

Eine angebliche Faxbenachrichtigung geht per E-Mail beim Nutzer ein und gibt vor, über einen Computer in der Domain des Nutzers verschickt worden zu sein. Dies legt nahe, dass diese E-Mails bewusst die Mitarbeiter verschiedener Unternehmen ins Visier nehmen, um so Zugriff auf deren Unternehmensnetzwerke zu erhalten.

Greift ein Nutzer auf die Inhalte des .chm-Archivs zu, wird der Schadcode über ://*********/putty.exe heruntergeladen, unter %temp%\natmasla2.exe auf dem System gespeichert und danach ausgeführt. Während dieses Vorgangs öffnet sich ein Eingabeaufforderungsfenster.

Bei Cryptowall handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Cryptolocker, einer dateiverschlüsselnden Ransomware, die bereits bekannt dafür ist, ihre Schadroutinen als harmlose Anwendung oder Datei zu tarnen. Diese Schadroutinen verschlüsseln dann die Dateien auf infizierten Computern, um Lösegeld für deren Entschlüsselung zu verlangen. (Bitdefender: ma)

Bitdefender: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Ausgefallene Kniffe in den Angriffsmustern

    Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes haben vor kurzem den DNS-Changer-Trojaner "Extenbro" entdeckt, der Adware schützt. Diese DNS-Changer blockieren den Zugriff auf sicherheitsrelevante Websites, sodass Opfer von Adware keine Sicherheitssoftware herunterladen und installieren können, um die Schädlinge loszuwerden.

  • Crypto-Trojaner attackiert Musiker

    Eset-Forscher haben eine neue Art an plattformübergreifender Malware zum Schürfen von Kryptowährungen entdeckt. Der Crypto-Trojaner "LoudMiner" setzt auf Virtualisierungssoftware - QEMU bei macOS und VirtualBox bei Windows - um an Kryptowährungen bei Windows- und macOS-Systemen zu gelangen. LoudMiner versteckt sich in Raubkopien von Audio-Programmen, die das von Steinberg entwickelte VST-Protokoll (Virtual Studio Technology) verwenden. Für diese Anwendungen werden Geräte mit guter Rechenleistung benötigt. Eine erfolgreiche Infektion des Systems bleibt ohne eine umfassende Sicherheitslösung dadurch zunächst unbemerkt. Ihre Ergebnisse haben die Eset Forscher auf WeLiveSecurity veröffentlicht.

  • Hinweise zur Entfernung von Scranos

    Die Spezialisten der Bitdefenders Labs haben Informationen über die Verbreitung der neuen Malware "Scranos" bereitgestellt, die seit wenigen Monaten im Umlauf ist. Scranos ist eine Rootkit-fähige Spyware, die digital mit einem möglicherweise gestohlenen Zertifikat signiert wurde. Diese Rootkit-Malware ist eng mit dem Betriebssystem verbunden, extrem diskret und schwer zu erkennen. Sie ist in der Lage, Passwörter und andere Nutzerdaten zu stehlen und diese direkt für bösartige Zwecke zu nutzen. Scranos wird über Trojaner verbreitet, die als gehackte Software getarnt sind, oder über Anwendungen, die sich als legitime Software ausgeben wie E-Book-Leseapplikationen, Videoplayer, Treiber oder sogar Antimalware-Produkte. Bei der Ausführung wird ein Rootkit-Treiber installiert, um die Malware zu tarnen und die Persistenz zu gewährleisten. Nach erfolgreicher Installation kontaktiert die Malware seinen Control- and Command-Server, um zu erfahren, welche weitere Komponenten heruntergeladen und installiert werden müssen.

  • Vermeintliche Navi-Apps betrügen Millionen Nutzer

    Vor einer groß angelegten Betrugsmasche warnt Malware-Forscher Lukas Stefanko von Eset. Er hat über 15 kostenpflichtige, gefälschte Navi-Apps im Google Play Store entdeckt. Statt des versprochenen Zusatznutzens bieten diese Fake-Apps lediglich die Funktionen von Google Maps und ziehen dem Anwender dafür das Geld aus der Tasche. Bisher wurden sie über 50 Millionen Mal installiert, denn viele Nutzer im Play Store fallen auf die überwiegend guten Bewertungen herein.

  • GandCrab-Verschlüsselungstrojaner im Einsatz

    Neues Jahr, neue Ransomware-Welle: Mit einer Version von GandCrab werden derzeit gezielt Personalverantwortliche angegriffen. Dabei sollen Nutzer mit einem Trick dazu gebracht werden, den infizierten Anhang zu aktivieren. Betrüger versuchen derzeit erneut, Personalabteilungen mit Ransomware zu infizieren. Dabei kommt eine Version des GandCrab-Verschlüsselungstrojaners zum Einsatz. Anders als im September 2018 wird eine Bewerbung im Word-Format verschickt und keine eigentlich unübliche exe-Datei. Die Betreffzeile der E-Mails lautet derzeit "Bewerbung auf die angebotene Stelle." Für die angeblichen Bewerbungen werden, wie meist üblich, Frauennamen verwendet.