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Defekter Backdoor-Trojaner für Linux





Vermeintlich leistungsstarke Malware entpuppt sich als Fehlschlag
Vermutlich stammt der Linux.BackDoor.Dklkt.1 aus China

(02.09.15) - Die Virenanalysten von Doctor Web haben einen neuen Backdoor-Trojaner für Linux aufgespürt und analysiert. Wenn es nach den chinesischen Cyber-Kriminellen gegangen wäre, hätte der Schädling über leistungsstarke Komponenten verfügen sollen. Doch Linux.BackDoor.Dklkt.1 weist viele Schwächen auf.

Vermutlich stammt der Linux.BackDoor.Dklkt.1 aus China. Die Entwickler hatten sich zum Ziel gesetzt, den Schädling mit neuen Funktionen wie Dateisystem-Manager, Trojaner für DDoS-Angriffe, Proxy-Server usw. auszurüsten. Daneben sollte der Trojaner neben Linux auch für das Betriebssystem Windows eingesetzt werden können. Doch in der Realität wurden nicht alle Funktionen konsistent umgesetzt. So funktioniert die Malware nicht plattformunabhängig – weder für Linux noch für Windows. Ferner haben viele Komponenten und Features keinerlei Bezug zu Linux.

Beim Start prüft Linux.BackDoor.Dklkt.1 seinen Ordner auf eine Konfigurationsdatei mit allen notwendigen Parametern. Die Datei enthält u.a. drei Adressen von Verwaltungsservern des Backdoor-Trojaners. Davon wird nur eine gebraucht, die zwei anderen sind als Reserveadressen gedacht. Die Konfigurationsdatei wurde mittels Base64 verschlüsselt. Beim Start registriert sich Linux.BackDoor.Dklkt.1 auf dem anzugreifenden PC als Systemdienst und bricht - wenn die Anmeldung fehlschlägt - ab.

Nachdem der Trojaner gestartet ist, erstellt und versendet er ein Datenpaket zum infizierten System. Der Datenverkehr zwischen der Backdoor und dem Remote-Verwaltungszentrum läuft via LZO und wird durch Blowfish verschlüsselt. Jedes Datenpaket wird mit einer Kontrollsumme von Daten ausgerüstet, wodurch die Integrität von Daten geprüft werden soll.

Danach wartet Linux.BackDoor.Dklkt.1 auf eingehende Befehle wie z.B. DDoS-Angriffe, Start des SOCKS Proxy-Servers, Start einer vorgegebenen Anwendung, Neustart oder Herunterfahren des PCs. Alle anderen Befehle werden von Linux.BackDoor.Dklkt.1 entweder ignoriert oder falsch bearbeitet. Der Trojaner ist außerdem in der Lage, folgende DDoS-Angriffe durchzuführen:

• >> SYN Flood
• >> HTTP Flood (POST/GET-Anfragen)
• >> ICMP Flood
• >> TCP Flood
• >> UDP Flood
(Doctor Web: ra)



Doctor Web: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

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    Laut Malwarebytes verbreitet sich aktuell eine neue Phishing-Kampagne rasant, die Google Doc-Einladungen, wie man sie zum Bearbeiten von Dokumenten über Google erhält, imitiert. Potentielle Opfer erhalten dabei eine E-Mail die angeblich von dem Anbieter Mailnator stammt (Mailnator hat jegliche Verbindungen dazu bereits verneint).

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    Die Virenanalysten von Doctor Web entdeckten im Januar einen neuen Linux-Trojaner, der bereits Tausende Geräte infiziert hat. Erst im Dezember berichtete Doctor Web über den rapiden Anstieg von Linux-Malware. Der neue Linux-Trojaner heißt Linux.Proxy.10 und startet den Proxyserver SOCKS5 auf dem infizierten Gerät. SOCKS5 basiert dabei auf einem offenen Quellcode des Satanic Socks Servers und gewährleistet so die Anonymität der Cyber-Kriminellen. Via Secure Shell verbreiten diese Linux.Proxy.10 und speichern dabei die Liste von Geräten sowie Benutzername und Passwort auf ihrem Server ab.