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VBKlip-Malware manipuliert IBAN-Daten





F5 entdeckt neue Version des Banking-Trojaners VBKlip
Das Infektionsschema beginnt mit einem Downloader, der zwei Dateien herunterlädt: wmc.exe und windows.sys DLL

F5 Networks hat eine weitere Gefahr für Online-Banking-Kunden identifiziert: Eine neue "Man-in-the-Browser"-Version der 2013 erstmals entdeckten VBKlip-Malware manipuliert IBAN-Daten, indem sie die über die Windows-Funktionalität "Copy & Paste" in den Zwischenspeicher geladenen Informationen abfängt und stattdessen die Malware-eigene IBAN einsetzt. Den Banking-Trojaner hat F5 über ihr Security Operations Center (SOC) entdeckt.

Das Infektionsschema beginnt mit einem Downloader, der zwei Dateien herunterlädt: wmc.exe und windows.sys (DLL). Nachdem die infizierte Windows.sys-DLL-Datei in den Arbeitsspeicher geladen ist, wird versucht, eine Kommunikation mit verschiedenen Domänen aufzubauen. Das Besondere an der neuen Version des Trojaners ist, dass die Komponenten einzeln heruntergeladen werden und jede eine eigene Funktion im Hinblick auf die gesamte Ablaufsteuerung des Betrugs hat.

Der Vorgang ist in verschiedene Module aufgeteilt, wobei der Download der jeweils nächsten Komponente über Command-and-Control-Server-Kommunikation erfolgt, sodass es immens schwierig ist, alle involvierten Komponenten zu ermitteln und die Attacke als Ganzes zu analysieren. Eine Erweiterung zur vorherigen Version ist die Möglichkeit zur Synchronisierung. Konnte zuvor lediglich ein laufender Browserprozess beeinflusst werden, ist es nun möglich, mithilfe eines Mutex-Formats die IBAN in allen laufenden Prozessen auszutauschen. Die Malware richtet sich auf die drei wichtigsten Browser: Internet Explorer, Firefox und Chrome.

"Zwar ist dieser Ansatz für betrügerische Transaktionen relativ simpel im Vergleich zu bekannten Pendants wie ‚Zeus‘, dennoch ist er sehr erfolgreich. Man kann sicher davon ausgehen, dass die Weiterentwicklung des Trojaners noch längst nicht am Ende angelangt ist", erklärt Markus Härtner, Senior Director Sales DACH bei F5 Networks. (F5 Networks: ra)

F5 Networks: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Nahezu jeder Browser betroffen

    Eset warnt vor der neu entdeckten Banking-Malware "BackSwap". Sie nutzt eine ebenso einfache wie perfide Methode, um sensible Banking-Daten zu erschleichen und positioniert sich dazu direkt im Browser der Opfer. Gleichzeitig hebelt die Malware technologische Abwehrmaßnahmen im Browser gezielt aus. "BackSwap" verwendet eine besonders einfallsreiche Technik, um an die vertraulichen Banking-Informationen der Opfer zu gelangen: Statt aufwändige Code-Infizierungsmethoden zur Browserüberwachung einzusetzen, hängt sich die Malware direkt in die angezeigten Nachrichtenfenster des Browsers. Dort simuliert der Trojaner Nutzereingaben, um Banking-Aktivitäten aufzuspüren. Sobald er solche Aktivitäten erkennt, wird schädlicher JavaScript Code injiziert, entweder über die JavaScript-Konsole oder direkt in die Adresszeile des Browsers. All das geschieht unbemerkt vom Nutzer.

  • Neue Bitcoin Cash-Ransomware "Thanatos"

    Seit kurzem warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen kritischen Ransomware namens Thanatos. Der nach dem griechischen Totengott benannte Erpresser-Trojaner zeichnet sich dabei durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen soll die Lösegeldforderung bei Thanatos nicht mehr mit herkömmlichen Bitcoins, sondern der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash beglichen werden.

  • Neue Spionage-Malware ersetzt FinFisher

    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

  • DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen

    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.