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Banken-Trojaner URLZone wieder aktiv





Malware späht mit ausgefeilten Methoden Onlinekonten aus
Im Dezember 2015 sowie Ende Januar 2016 gab es mehrere Angriffswellen

Das Research-Team von FireEye hat eine neue Angriffswelle des Trojaners "URLZone" identifiziert. In der Vergangenheit vor allem in Deutschland und Spanien aktiv, konnten Ende Januar verstärkt Aktivitäten in Japan beobachtet werden.

Im Dezember 2015 sowie Ende Januar 2016 gab es mehrere Angriffswellen: Nutzer erhielten in japanischer und englischer Sprache Spam-Mails von Adressen der Anbieter softbank.jp und yahoo.co.jp, zwei der meist genutzten kostenfreien Mailprovider Japans. Im Anhang der Mail befindet sich eine .zip-Datei mit dem schädlichen URLZone-Trojaner. Dieser lädt eine Konfigurationsdatei herunter, die gezielte Informationen zu den avisierten Finanzinstituten enthält und sich so Zugriff auf die persönlichen Kontoinformationen des Nutzers verschafft. Durch Infizierung mit Schadecode stiehlt URLZone die persönlichen Anmeldeinformationen des Online-Bankings der Benutzer.

Bereits 2009 sorgten die Angriffe von URLZone in Europa für Aufsehen – der Trojaner blieb nahezu ein Jahr unerkannt und hackte mehrere Millionen Bankkonten. Die von ihm getätigten Überweisungen wurden auf den infizierten Rechnern verschleiert, so dass viele Nutzer den Zahlungsausgang erst spät bemerkten. Nun ist die Malware erneut aktiv und nutzt clevere Techniken, um unentdeckt zu bleiben: Im Unterschied zu anderen Trojanern handelt es sich um eine besonders widerstandsfähige Version – der Trojaner löscht seine Konfiguration in der Registry beim Ausloggen, Rebooten oder Herunterfahren. (FireEye: ra)




FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Nahezu jeder Browser betroffen

    Eset warnt vor der neu entdeckten Banking-Malware "BackSwap". Sie nutzt eine ebenso einfache wie perfide Methode, um sensible Banking-Daten zu erschleichen und positioniert sich dazu direkt im Browser der Opfer. Gleichzeitig hebelt die Malware technologische Abwehrmaßnahmen im Browser gezielt aus. "BackSwap" verwendet eine besonders einfallsreiche Technik, um an die vertraulichen Banking-Informationen der Opfer zu gelangen: Statt aufwändige Code-Infizierungsmethoden zur Browserüberwachung einzusetzen, hängt sich die Malware direkt in die angezeigten Nachrichtenfenster des Browsers. Dort simuliert der Trojaner Nutzereingaben, um Banking-Aktivitäten aufzuspüren. Sobald er solche Aktivitäten erkennt, wird schädlicher JavaScript Code injiziert, entweder über die JavaScript-Konsole oder direkt in die Adresszeile des Browsers. All das geschieht unbemerkt vom Nutzer.

  • Neue Bitcoin Cash-Ransomware "Thanatos"

    Seit kurzem warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen kritischen Ransomware namens Thanatos. Der nach dem griechischen Totengott benannte Erpresser-Trojaner zeichnet sich dabei durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen soll die Lösegeldforderung bei Thanatos nicht mehr mit herkömmlichen Bitcoins, sondern der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash beglichen werden.

  • Neue Spionage-Malware ersetzt FinFisher

    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

  • DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen

    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.