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Staatliche Einrichtung ins Visier genommen





"Operation Russian Doll": Zwei neue Zero-Day-Angriffe
Sicherheitslücken in Adobe Flash und Microsoft Windows

FireEye hat zwei Zero-Day-Angriffe identifiziert, die auf die russische Cyberspionage-Gruppierung APT28 verweisen. Der Fund des Teams von FireEye Labs ist Teil eines begrenzten, zielgerichteten Angriffs, der von FireEye "Operation Russian Doll" genannt wird und eine staatliche Einrichtung ins Visier nimmt. Dabei nutzen die Angreifer Schwachstellen in Adobe Flash und Microsoft Windows.

Durch den Einsatz der "Dynamic Threat Intelligence Cloud" (DTI) von FireEye, konnten die Sicherheitsexperten ein Angriffsmuster identifizieren, das seit dem 13. April 2015 eingesetzt wird. Adobe hat die Flash-Sicherheitslücke (CVE-2015-3043) bereits geschlossen. Bei Microsoft lag bis Mitte April hingegen noch kein Patch für die Windows-Schachstelle (CVE-2015-1701) vor. Die Aktualisierung der neusten Adobe Flash-Version macht die Sicherheitslücke jedoch unschädlich, da sie nur in Verbindung mit der Adobe Flash-Schwachstelle CVE-2015-3043 aufgetreten ist. Microsoft arbeitet zurzeit an einem entsprechenden Patch für Windows.

Bereits im Oktober 2014 hat FireEye einen umfassenden Bericht zu Langzeit-Operationen von APT28 veröffentlicht, die sich auf das Sammeln geheimer Informationen konzentriert, die vor allem für Regierungen von großem Nutzen sein könnten. Seit mindestens 2007, so die Beobachtungen von FireEye, hat die Gruppierung APT28 Informationen zu Regierungen, Militärs und Sicherheitsorganisationen ins Visier genommen, die für die russische Regierung von besonderem Interesse sein dürften. (FireEye: ra)

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen

    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.

  • Fake-Google-Doc-Einladung

    Laut Malwarebytes verbreitet sich aktuell eine neue Phishing-Kampagne rasant, die Google Doc-Einladungen, wie man sie zum Bearbeiten von Dokumenten über Google erhält, imitiert. Potentielle Opfer erhalten dabei eine E-Mail die angeblich von dem Anbieter Mailnator stammt (Mailnator hat jegliche Verbindungen dazu bereits verneint).

  • Maskiert als Flash Player-Update

    Eset haben eine neue gefährliche Android-App entdeckt, die in der Lage ist, zusätzliche Malware herunterzuladen und auszuführen. Der Trojaner wird von Eset als Android/TrojanDownloader.Agent.JI erkannt und über kompromittierte Webseiten als Flash Player-Update maskiert verbreitet. Nach der Installation startet die Malware einen gefälschten "Saving Battery"-Service im Android-System und erfordert vom Nutzer kritische Berechtigungen in den Bedienungsfunktionen von Android. Dem Angreifer wird so erlaubt, aktive Apps und Fensterinhalte abzurufen und "Explore by Touch" einzuschalten. Damit kann er die Aktionen des Nutzers imitieren und auf dem Display des Geräts anzeigen, was er möchte.

  • Neuer Linux-Trojaner entdeckt

    Die Virenanalysten von Doctor Web entdeckten im Januar einen neuen Linux-Trojaner, der bereits Tausende Geräte infiziert hat. Erst im Dezember berichtete Doctor Web über den rapiden Anstieg von Linux-Malware. Der neue Linux-Trojaner heißt Linux.Proxy.10 und startet den Proxyserver SOCKS5 auf dem infizierten Gerät. SOCKS5 basiert dabei auf einem offenen Quellcode des Satanic Socks Servers und gewährleistet so die Anonymität der Cyber-Kriminellen. Via Secure Shell verbreiten diese Linux.Proxy.10 und speichern dabei die Liste von Geräten sowie Benutzername und Passwort auf ihrem Server ab.