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Genutzte Server im Tor-Netzwerk verborgen


Erpressungsprogramm Cerber greift deutsche Ziele an
Verschlüsselungstrojaner tarnt sich als Bewerbungs-E-Mail mit Anhang

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Das Verschlüsselungsprogramm Cerber (alternative Bezeichnung: Zerber) treibt aktuell im deutschsprachigen Raum sein Unwesen. Die Erpressungs-Software (Ransomware) attackiert unter anderem Unternehmen mit sehr authentisch erscheinenden, deutschsprachigen Bewerbungs-E-Mails. Entsprechend der Analysen von Kaspersky Lab steigen die Cerber-Attacken seit Anfang Mai 2016 kontinuierlich an – mit zwei größeren Angriffswellen Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni.

Weltweit am häufigsten werden laut Kaspersky Lab die Länder USA, Großbritannien und Deutschland von Cerber attackiert.

Der digitale Erpresser wird hierzulande unter anderem über eine deutsche Bewerbungs-E-Mail verbreitet. Die angebliche E-Mail ist sehr gut getarnt. Sie kommt unter anderem von einer Adresse eines großen deutschen Providers mit real klingenden Absendernamen, enthält keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler und weist inhaltlich auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang hin. Der Anhang enthält eine ZIP-Datei inklusive einem Word-Dokument. Wird die Word-Datei mit aktivierten Makros geöffnet, können auf dem Rechner gespeicherte Daten verschlüsselt und mit der Dateiendung ".cerber" versehen werden.

"Kurz nach der Infektion bekommt das Opfer eine Lösegeldforderung angezeigt, zur sofortigen Zahlung via Bitcoin – im Gegenwert von etwa 440 Euro", weiß Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. "Zudem haben wir festgestellt, dass die von den Cyberkriminellen genutzten Server im Tor-Netzwerk verborgen sind."

Deutschland wird digital erpresst
Jüngst gab es hierzu deutschlandweit auch Warnungen der Polizei – beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinlandpfalz. Dabei wurden offenbar mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Bereichen Opfer von Cerber.

"2016 ist bisher das Jahr der Ransomware. Ob Locky, Coinvault, Teslacrypt, CryptXXX oder Petya, ob auf stationären Rechnern oder vermehrt auch mobil – sowohl Heimanwender als auch Unternehmen haben mit digitalen Erpressern zu kämpfen", ergänzt Christian Funk.

Sicherheits-Tipps
Sowohl Unternehmen als auch Privatanwender schützen sich vor einem Ransomware-Angriff, in dem sie die folgenden Regeln beachten:

• >> Vorsicht bei E-Mail-Anhängen: Nutzer sollten keine Attachments innerhalb von E-Mails von unbekannten Personen öffnen – auch wenn die E-Mail sonst keine Anzeichen für einen Cyberangriff enthält.

• >> Regelmäßig Backups erstellen, damit man im Ernstfall wieder auf die unverschlüsselten Daten zurückgreifen kann.

• >> Software aktualisieren: Betriebssystem, Browser und alle weiteren genutzten Programme sollten immer mit den aktuell verfügbaren Patches auf den neuesten Stand gebracht werden.

• >> Aktuelle Sicherheitssoftware einsetzen: Moderne Antivirenschutzlösungen vor einer Infizierung.

• >> Nicht bezahlen: Kaspersky Lab rät davon ab, das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Stattdessen sollten bei digitalen Erpressungsversuchen die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet werden.
(Kaspersky Lab: ra)

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

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    Seit kurzem warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen kritischen Ransomware namens Thanatos. Der nach dem griechischen Totengott benannte Erpresser-Trojaner zeichnet sich dabei durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen soll die Lösegeldforderung bei Thanatos nicht mehr mit herkömmlichen Bitcoins, sondern der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash beglichen werden.

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    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

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    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

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    Laut Malwarebytes verbreitet sich aktuell eine neue Phishing-Kampagne rasant, die Google Doc-Einladungen, wie man sie zum Bearbeiten von Dokumenten über Google erhält, imitiert. Potentielle Opfer erhalten dabei eine E-Mail die angeblich von dem Anbieter Mailnator stammt (Mailnator hat jegliche Verbindungen dazu bereits verneint).