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Adobe-Flash-Lücke: "Pawn Storm" schlägt wieder zu





"Operation Bauernsturm": Trend Micro-Forscher entdecken Zero Day Exploit für Adobe Flash in jüngster Angriffswelle
Wer auf den Link klickt, bekommt nicht die erhofften weiteren Informationen zu den gefälschten Nachrichten, sondern gibt den Cyberspionen die Möglichkeit, den eigenen Rechner zu infizieren

Die Cyberspione hinter "Pawn Storm" schlagen wieder zu. Bei ihren jüngsten Angriffen verwenden sie einen Zero-Day-Exploit, der eine noch nicht geschlossene Lücke in den Adobe-Flash-Versionen 19.0.0.185 und 19.0.0.207 ausnutzt. Eventuell sind noch weitere Adobe-Flash-Versionen betroffen. Das haben aktuelle Forschungen der IT-Sicherheitsanbieterin Trend Micro ergeben. Ziel dieser Angriffswelle sind verschiedene Außenministerien weltweit.

Die Infektion beginnt mit E-Mail-Nachrichten, die aktuelle, aber gefälschte politische Nachrichten in der Betreffzeile verwenden. Dazu gehören Schlagzeilen wie "Selbstmordattentäter trifft mit Autobombe NATO-Truppenkonvoi in Kabul", "Syrische Truppen verzeichnen Geländegewinne – Putin verteidigt Luftangriffe" oder "Israel beginnt mit Luftschlägen gegen Ziele im Gaza-Streifen". Die E-Mails enthalten eine URL, die zu Sites führt, auf denen der Zero-Day-Exploit gehostet wird.

Wer auf den Link klickt, bekommt nicht die erhofften weiteren Informationen zu den gefälschten Nachrichten, sondern gibt den Cyberspionen die Möglichkeit, den eigenen Rechner zu infizieren. Die in den Phishing-Nachrichten verwendeten Webadressen ähneln denen, die Trend Micro während des Pawn-Storm-Angriffs auf NATO-Mitglieder und das Weiße Haus im April dieses Jahres gesehen hat. Trend Micro identifiziert den Zero-Day-Exploit als "SWF_OLOLO.A".

Die Cyberspione hinter der "Operation Bauernsturm" nutzen eine Vielzahl von miteinander verbundenen Taktiken und Schädlingen – die "Bauern" der gleichnamigen Attacke beim Schach – bei den Angriffen. Neben Phishing-E-Mails und Webadressen, die zu Exploits führen, zählen dazu seit 2015 eine mobile Spionageapp, mit der sich iPhones infizieren lassen, neue Befehls- und Kontrollserver sowie gefälschte Outlook-Web-Access (OWA)-Server. So ist es den Angreifern gelungen, die DNS-Einträge für die eingehenden E-Mail-Nachrichten eines Außenministeriums zu kompromittieren. Dadurch konnten die Cyberspione eingehende Nachrichten an dieses Ministerium über einen längeren Zeitraum mitlesen. (Trend Micro: ra)

Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Aktuelle Meldungen

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    Seit kurzem warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen kritischen Ransomware namens Thanatos. Der nach dem griechischen Totengott benannte Erpresser-Trojaner zeichnet sich dabei durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen soll die Lösegeldforderung bei Thanatos nicht mehr mit herkömmlichen Bitcoins, sondern der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash beglichen werden.

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    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

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    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

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