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Keine harmlose Erweiterungen im Google Web Store


Gefährliche Hintertür: Chrome-Erweiterungen kompromittieren den Browser
Eset entdeckt Malware im Chrome Web Store, die den Rechner anfällig für weitere Schadsoftware macht

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Eset beobachtet eine zunehmende Bedrohung durch Malware, die den Webbrowser Chrome kompromittiert. Die Malware leitet den Browser des Benutzers auf eine Webseite um, die schädliche Inhalte enthält. Eset erkennt die Malware als JS/Chromex.Submelius und informiert über die Funktionsweise ausführlich in einem Blogpost.

Die Security-Experten von Eset haben die Malware unter anderem auf Webseiten entdeckt, über die Filme online gestreamt werden können. Beim Klick auf eine Wiedergabe-Option öffnet sich fast unbemerkt ein neues Fenster im Browser. Das Pop-Up ist jedoch nicht einfach nur Werbung, sondern blendet einen Warnhinweis ein, der dafür sorgt, dass der Nutzer das Fenster nicht schließen kann. Er wird gezwungen, auf "akzeptieren" zu klicken und wird damit in den Chrome Web Store weitergeleitet. Hier werden dem Nutzer scheinbar harmlose Chrome Erweiterungen wie "Video Downloader Plus" oder "Cursor Bubble" angeboten. Fügt er diese Erweiterung jedoch zu Chrome hinzu, wird sein Browser kompromittiert.

Hintertür im Browser
Mit der Installation hat sich die Erweiterung die Berechtigung erschlichen, alle Daten von besuchten Webseiten zu lesen und zu ändern. Damit wird im Browser ein Hintertürchen geschaffen: Immer, wenn der User eine beliebige Seite besucht, kann ein Schadcode in Chrome implementiert werden. Beim Surfen öffnen sich dann unvermittelt neue Browserfenster, die Informationen über das laufende System beinhalten. Diese Fenster leiten den User auf andere Webseiten um, die Malware, Werbung und andere möglicherweise schädliche Inhalte bereithalten.

Was können Nutzer gegen unerwünschte Erweiterungen tun?
Ein unachtsamer Klick kann schon ausreichen, um der schädlichen Erweiterung auf den Leim zu gehen. Betroffene Nutzer sollten sie schnellstmöglich wieder aus dem Browser entfernen. Unter "chrome://extensions" kann die Erweiterung gelöscht werden. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sollten Nutzer ihren Rechner anschließend mit einer Antiviren-Software überprüfen. Damit können etwaige zusätzliche, heruntergeladene Malware-Programme aufgespürt werden. (Eset: ra)

eingetragen: 14.05.17
Home & Newsletterlauf: 06.06.17


Eset: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Käufer können eigene Bot-Shops aufsetzen

    Netscout Arbor, Sicherheitsspezialist für DDoS-Abwehr-Lösungen, warnt vor dem Malware-Downloader Kardon Loader. Dieser ermöglicht den Download und die Installation anderer Malware wie etwa Banktrojaner, Ransomware oder Trojaner zum Daten- und Identitätsdiebstahl. Downloader sind ein wesentlicher Teil des Malware-Ökosystems. Sie werden oft von spezialisierten Hackern entwickelt und unabhängig vom jeweiligen Trojaner vertrieben. Kardon Loader wird seit Ende April vom Nutzer "Yattaze" ab 50 US-Dollar in Untergrund- und Hacker-Foren als kostenpflichtiges Open-Beta-Produkt beworben. Kardon Loader soll zudem Bot-Store-Funktionalitäten bieten. So können Käufer eigene Bot-Shops aufsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die Malware ein Rebranding des ZeroCool-Botnets ist, das vom gleichen Akteur entwickelt wurde.

  • Vermeintlicher VPN-Dienst namens "s5mark"

    Bitdefender hat einen für Werbebetrug entwickelte Malware entdeckt, die seit 2012 aktiv ist. Die Malware, von Bitdefender "Zacinlo" getauft, ist eine Rootkit-basierte Adware, die auf einem konfigurierbaren und hoch modularem Design aufbaut, das seine Funktionalität über Skripte und Konfigurationsdateien jederzeit erweitern kann. Ein mit Zacinlo infizierter PC öffnet entweder unsichtbare Browserinstanzen, um Werbebanner darin zu laden und Klicks auf diese zu simulieren, oder es tauscht die im Browser geladenen Anzeigen mit den Anzeigen des Angreifers aus, so dass die Betrüger im Hintergrund Werbeeinnahmen sammeln.

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    Die Experten von Kaspersky Lab haben herausgefunden, dass die hinter dem Bedrohungsakteur 'Olympic Destroyer' stehende Hacker-Gruppe noch aktiv ist. Olympic Destroyer wurde im Zusammenhang einer Attacke auf die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang bekannt. Scheinbar visieren die Angreifer nun Organisationen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, der Ukraine und Russland an, die mit dem Schutz vor chemischen und biologischen Bedrohungen zu tun haben.

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