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Ständige Weiterentwicklung: So aktiv ist DanaBot


In Europa greift ein sich stetig weiterentwickelnder Trojaner um sich
DanaBot wird fortwährend durch Plug-Ins in seiner Funktionalität und Bösartigkeit erweitert



Seit kurzem stellt Eset einen deutlichen Anstieg der Aktivitäten des Banktrojaners DanaBot fest. Der Trojaner selbst wurde Anfang des Jahres in Australien und Polen entdeckt. Besonders gefährlich macht ihn seine modulare Architektur. Er setzt bei den meisten Funktionen auf Plugins. Die Schadsoftware mit der mehrstufigen und mehrkomponentigen Architektur wird vorrangig durch schädliche E-Mails verteilt. Diese geben sich zumeist als Rechnungen verschiedener Unternehmen aus.

Die Ergebnisse der von Eset durchgeführten Untersuchung zeigen, dass DanaBot immer noch aktiv genutzt und entwickelt wird, gerade in europäischen Ländern. Derzeit betroffen sind Deutschland, Österreich, Polen, Italien und die Ukraine. "Unseren Untersuchungen zufolge haben die Angreifer seit den früheren Kampagnen mehrere Änderungen an den DanaBot-Plugins vorgenommen", sagt Thomas Uhlemann, Security Specialist bei Eset. "Online-Banking Nutzer sollten darauf achten, mithilfe passender Antiviren-Software ausreichend geschützt zu sein, welche auch schädliche Dateinanhänge falscher E-Mails entfernen kann.

Im deutschsprachigen Raum waren vor allem Nutzer der Mailprovider Outlook.com und Gmail betroffen. Neben den Mail-Kampagnen zielte DanaBot in Deutschland vor allem auf folgende Bankwebseiten ab: bv-activebanking.de, commerzbank.de, sparda.de, comdirect.de, deutsche-bank.de, berliner-bank.de, norisbank.de, targobank.de. Eset-Systeme erkennen und blockieren alle bereits identifizierten DanaBot-Komponenten und Plugins.

Die die zuletzt eingeführten, neuen Funktionen zeigen, dass die Angreifer die modulare Architektur der Malware weiterhin nutzen. Ihre Reichweite und Erfolgsrate werden also immer noch erhöht. Neu hinzugekommen ist Anfang September 2018 ein RDP-Plugin. Es basiert auf dem Open-Source-Projekt RDPWrap, das Remote Desktop Protocol-Verbindungen zu Windows-Computern bereitstellt, die normalerweise nicht unterstützt werden.

Dies ist neben dem VNC-Plugin die zweite Erweiterung, die den Angreifern einen Fernzugriff auf die Rechner der Opfer ermöglicht. Es is einfach weniger wahrscheinlich, dass das RDP-Protokoll durch Firewalls blockiert wird. Außerdem ermöglicht RDPWrap mehreren Benutzern, dasselbe Gerät gleichzeitig zu benutzen. So kann der Angreifer Aufklärungsaktionen durchführen, während das ahnungslose Opfer den Computer noch benutzt. (Eset: ra)

eingetragen: 07.10.18
Newsletterlauf: 08.11.18

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Meldungen: Hintergrund

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    SophosLabs und Sophos Managed Threat Response haben einen Bericht über eine neue Ransomware veröffentlicht, die eine bisher noch nicht bekannte Angriffsmethode verwendet: Die sogenannte Snatch-Ransomware geht mit variierenden Techniken vor und veranlasst unter anderem einen Neustart übernommener Computer im abgesicherten Modus, um verhaltensorientierte Schutzmaßnahmen, die speziell nach Ransomware-Aktivitäten wie das Verschlüsseln von Dateien Ausschau halten, zu umgehen. Sophos geht davon aus, dass Cyberkriminelle damit eine neue Angriffstechnik etabliert haben, um fortschrittliche Schutzmechanismen auszuhebeln. Neben der neuen Angriffstaktik belegt ein weiterer interessanter Fund, dass sich ein anderer Trend fortzusetzen scheint: Kriminelle filtern immer häufiger Daten heraus, bevor die eigentliche Ransomware-Attacke startet. Die entwendeten Daten könnten zu einem späteren Zeitpunkt für Erpressungen, auch in Zusammenhang mit der DSGVO, verwendet werden. Ähnliches Verhalten konnten die SophosLabs zum Beispiel bei Ransomware-Gruppen wie Bitpaymer feststellen.

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    Akamai Technologies hat den "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 "Phishing - Baiting the hook" veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Cyberkriminelle unternehmensbasierte Entwicklungs- und Bereitstellungsstrategien wie Phishing-as-a-Service nutzen, um die größten Technologiekonzerne der Welt anzugreifen. Knapp 43 Prozent der beobachteten Domains zielten auf Microsoft, PayPal, DHL und Dropbox ab. Der Bericht legt offen, dass Phishing nicht mehr nur eine E-Mail-basierte Bedrohung ist, sondern auch Social Media und mobile Geräte umfasst. Es handelt sich um ein weitreichendes Problem, das alle Branchen betrifft. Da sich die Angriffsmethoden weiterentwickeln, entstehen neue Techniken, etwa für Attacken auf geschäftliche E?Mails (Business E?Mail Compromise, BEC). Laut dem FBI führten BEC-Angriffe zwischen Oktober 2013 und Mai 2018 zu weltweiten Verlusten von mehr als 12 Milliarden US-Dollar.

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