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Fake-Version fordert Nutzer zur Zahlung auf


Eset: Gefälschte Version Windows Movie Maker auf Platz 1 bei Google
Cyberkriminelle verbreiten Scam-Programm durch Suchmaschinenoptimierung


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Eset warnt vor einer Fake-Version des Microsoft-Programms "Windows Movie Maker", welches Cyberkriminelle derzeit erfolgreich verbreiten. Die Betrüger verlangen ein Entgelt für das eigentlich kostenlose Microsoft-Produkt. Die Besonderheit im aktuellen Fall: Das gute Google-Ranking führt zu einer massiven Ausbreitung der gefälschten Software. Offensichtlich wurde enormer Aufwand bei der Suchmaschinenoptimierung betrieben.

Windows Movie Maker ist Teil des Windows-Essentials-Pakets und kann über die Microsoft-Webseite kostenlos bezogen werden. Installieren Nutzer jedoch das gefälschte Programm, werden sie darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um eine Trial Version handelt. Im folgenden Gebrauch der Scam-Software erscheint immer wieder die Aufforderung, auf die kostenpflichtige Vollversion umzusteigen. Unter anderem können Nutzer ansonsten keine Dateien abspeichern.

Platz 1 bei Google und Bing
Das gute Suchmaschinenranking trägt dazu bei, die Scam-Seite glaubwürdig erscheinen zu lassen. Zum Zeitpunkt der Eset Recherche liegt sie für die Keywords "Movie Maker" und "Windows Movie Maker" in den Top 10 bei Google – in den meisten Ländern, unter anderem auch Deutschland, sogar auf Platz eins oder zwei. In der Suchmaschine Bing taucht die Webseite ebenfalls auf der ersten Seite der Suchergebnisse auf. Durch das sehr gute Ranking haben es die Betrüger geschafft, eine breite Masse auf die Betrugssoftware aufmerksam zu machen. Mittlerweile liegt die Bedrohung auf Platz drei des Eset Top Threats Telemetrie-Rankings.

Nutzer können sich auf einfache Weise vor einem solchen Scam schützen:
>> Bevor sie für Software zahlen, sollten Nutzer recherchieren, ob eine offizielle kostenlose Version zur Verfügung steht.
>> Sie sollten Software immer von der Webseite des offiziellen Anbieters herunterladen. Der Windows Movie Maker ist auf der Webseite von Microsoft kostenlos zum Download erhältlich.
>> Eine zuverlässige Security-Software erkennt und blockiert schädliche oder betrügerische Inhalte.
(Eset: ra)

eingetragen: 06.11.17
Home & Newsletterlauf: 08.12.17


Eset: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Heartbleed lebt & wird von Kriminellen ausgenutzt

    Heartbleed ist ein schwerwiegender Bug in OpenSSL, der bereits im Jahr 2014 entdeckt wurde und es Unbefugten und Kriminellen erlaubt, scheinbar sichere und verschlüsselte TLS-Verbindungen auszuspionieren und private Daten von Clients und Servern zu lesen. Der Global Threat Index für August 2018 von Check Point zeigt, dass der Fehler noch vier Jahre nach seiner Entdeckung zu einer der Schwachstellen zählt, die am häufigsten ausgenutzt werden. Kevin Bocek, VP Security Strategy and Threat Intelligence bei Venafi, erklärt dazu: "Heartbleed lebt und wird von Kriminellen ausgenutzt. Check Point erkennt, dass die zweithäufigste ausgenutzte Schwachstelle im August 2018 Heartbleed war (CVE-2014-0160; CVE-2014-0346). Dies ist ein Weckruf, dass der oft scheiternde Korrekturschritt, die Ersetzung aller Maschinenidentitäten wie TLS-Schlüssel und Zertifikate, noch ausgeführt werden muss."

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    Hide and Seek, ein neues IoT-Botnet, das Anfang Januar vom Bitdefender Honeypot-System entdeckt wurde, hat schnell Bekanntheit erlangt. Innerhalb weniger Tage hat es über 90.000 Geräte in einem großen Botnet gesammelt. Während die erste Variante Brute-Force-Angriffe über den Telnet-Dienst durchführte, um sich in Geräte zu booten, wurden später durch weitere Updates neue Command Injection Exploits in der Webschnittstelle eines Geräts ausgelöst, die die Möglichkeiten des Botnets auf IPTV-Kameras erweiterten. Nun wurden neue Tricks bei Hide and Seek entdeckt: Indem die Android-Debug-Bridge-(ADB)-over-Wi-Fi-Schnittstelle in Android-Geräten genutzt wird, die Entwickler normalerweise zur Fehlerbehebung verwenden, erhält das Botnet neue Zugriffsmöglichkeiten. Obwohl diese Funktion eigentlich standardmäßig deaktiviert ist, werden einige Android-Geräte mit aktiviertem Gerät ausgeliefert. So werden Benutzer praktisch über die ADB-Schnittstelle, die über den TCP-Port 5555 zugänglich ist, einer Remote-Verbindung ausgesetzt. Jede Remote-Verbindung zum Gerät wird nicht authentifiziert und ermöglicht den Shell-Zugriff, so dass Angreifer praktisch jede Aufgabe im Administratormodus ausführen können.

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    Eset-Forscher haben einen Cyberangriff entdeckt, bei dem erstmals ein sogenanntes UEFI-Rootkit erfolgreich eingesetzt wurde. Die von Eset Lojax getaufte Malware nutzt eine Schwachstelle in der UEFI des Mainboards aus und nistete sich in dessen Speicher ein. Dies ist extrem gefährlich, denn Lojax übernimmt von dort die Kontrolle des gesamten Rechners und kann nicht ohne weiteres gelöscht werden. Klassische Gegenmittel wie Virenprogramme oder gar der Festplattentausch sind wirkungslos. Als Drahtzieher der Kampagne wird die Sednit-Gruppe (auch APT28 oder FancyBear genannt) vermutet, die durch ihre Angriffe auf hochrangige Regierungsziele auf sich aufmerksam gemacht hat. Eset besitzt eine Schutzfunktion in ihren Antivirenlösungen vor dieser neuartigen Malware-Form.