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Cyberangriffe auf Kryptowährungen


Kaspersky Lab entdeckt zwei neue Schädlinge und warnt vor Spam-Angriffen
Kryptowährungen sind keine ferne Technologie mehr


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Die Experten von Kaspersky Lab haben mit ,CryptoShuffler‘ eine Malware entdeckt, die Kryptowährungen aus Wallets entwendet, indem sie die Wallet-Adresse durch eine eigene ersetzt. Cyberkriminelle konnten so bisher fast 140.000 US-Dollar erbeuten. Ziel sind beliebte digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum, Zcash, Dash oder Monero. Für letztere identifizierten die Cybersicherheitsexperten mit ,DiscordiaMiner‘ auch einen neuen Trojaner zum Schürfen (Mining) von Kryptogeld. Zudem geht aus dem Spam- und Phishing-Report von Kaspersky Lab für das dritte Quartal 2017 hervor, dass vermehrt Spam-Mails mit dem Thema Kryptowährung im Umlauf sind.

Zwischen Juli und September 2017 identifizierten die Experten von Kaspersky Lab die folgenden Spam-Betrugsmaschen, die im Zusammenhang mit Kryptowährungen auftauchten:

• >> E-Mails, in denen Nutzer eine Einladung erhalten, eine spezielle Software für den Handel von Kryptowährungen zu installieren; allerdings führt der angebotene Link zu zweifelhaften Geschäftsoptionen;

• >> E-Mails, in denen Nutzern Zinsen in Aussicht gestellt werden, wenn sie Geld auf eine spezielle Kryptowährungs-Wallet einzahlen; was nach der Einzahlung natürlich nicht passiert;

• >> E-Mails, in denen Nutzern angeboten wird, mehr über Kryptowährungen und damit verbundenem Profitoptionen zu erfahren, beispielsweise über Workshops. Nutzer sollen glauben, dass es sich hier um ein seriöses Angebot handelt und zum Zahlen der Workshop-Gebühr gebracht werden;

"Kryptowährungen sind keine ferne Technologie mehr", so Sergey Yunakovsky, Malware-Analyst bei Kaspersky Lab. "Sie halten Einzug in unser Leben und verbreiten sich auf der ganzen Welt – und werden so für Nutzer zugänglicher und für Kriminelle attraktiver. Seit einiger Zeit sehen wir eine Zunahme von Malware-Angriffen, die auf verschiedene Arten von Kryptowährungen abzielen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Nutzer, die zu diesem Zeitpunkt Investitionen in Kryptowährungen in Erwägung ziehen, sollten sich daher Gedanken darüber machen, ob sie entsprechend geschützt sind."

CryptoShuffler entführt Wallet-IDs
Der Trojaner ,CryptoShuffler‘ ändert die Adressen der Wallets im Clipboard, einer Software zur kurzfristigen Speicherung von Daten des infizierten Gerätes. Solche Hijacking-Attacken auf Clipboards sind seit Jahren bekannt. Sie leiten Nutzer auf schädliche Webseiten weiter und zielen auf Online-Bezahlsysteme ab.

Nach der Installation beginnt ,CryptoShuffler‘ mit der Überwachung des bei der Zahlung verwendeten Clipboards. Dabei werden die Nummern der Wallets kopiert und in die Zeile ,Zieladresse‘ der Software eingefügt, die zur Ausführung einer Transaktion verwendet wird. Der Trojaner ersetzt dabei die Wallet des Nutzers durch eine eigene: wenn der Nutzer die Wallet-ID in die Zieladressenzeile einfügt, ist dies nicht die Adresse, an die ursprünglich Geld gesendet werden sollte; das Opfer sendet damit das Geld direkt an die Cyberkriminellen.

Der Austausch im Clipboard findet aufgrund einer einfachen Suche nach Wallet-Adressen sofort statt: Der Großteil der Wallets hat eine feste Position in der Transaktionszeile und verwendet immer eine bestimmte Anzahl von Zeichen. Auf diese Weise können Eindringlinge problemlos reguläre Codes erstellen, um sie zu ersetzen.

Basierend auf den Beobachtungen durch Kaspersky Lab waren vor allem Angriffe auf Bitcoin-Wallets erfolgreich. Bisher konnten die Cyberkriminellen durch diese Masche Bitcoins im Wert von fast 140.000 US-Dollar erbeuten.

DiscordiaMiner schürft Kryptowährung Monero
Darüber hinaus haben die Experten einen weiteren Trojaner gefunden, der auf die Krypotowährung Monero abzielt und für den Upload und das Ausführen von Dateien von einem Remote-Server konzipiert wurde: ,DiscordiaMiner‘. Den Untersuchungen zufolge gibt es Ähnlichkeiten mit dem Trojaner ‚NukeBot‘, der bereits Anfang des Jahres entdeckt wurde. Wie auch bei ‚NukeBot‘ wurden die Quellcodes des Trojaners in Untergrund-Hacking-Foren verbreitet.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 06.11.17
Home & Newsletterlauf: 08.12.17


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Fake-Version fordert Nutzer zur Zahlung auf

    Eset warnt vor einer Fake-Version des Microsoft-Programms "Windows Movie Maker", welches Cyberkriminelle derzeit erfolgreich verbreiten. Die Betrüger verlangen ein Entgelt für das eigentlich kostenlose Microsoft-Produkt. Die Besonderheit im aktuellen Fall: Das gute Google-Ranking führt zu einer massiven Ausbreitung der gefälschten Software. Offensichtlich wurde enormer Aufwand bei der Suchmaschinenoptimierung betrieben. Windows Movie Maker ist Teil des Windows-Essentials-Pakets und kann über die Microsoft-Webseite kostenlos bezogen werden. Installieren Nutzer jedoch das gefälschte Programm, werden sie darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um eine Trial Version handelt. Im folgenden Gebrauch der Scam-Software erscheint immer wieder die Aufforderung, auf die kostenpflichtige Vollversion umzusteigen. Unter anderem können Nutzer ansonsten keine Dateien abspeichern.

  • Malware macht Geld

    Eset hat eine neue Bedrohung entdeckt, die Windows Web-Server infiziert und die Kryptowährung Monero "abgräbt". Monero ist eine neuere Alternative zum digitalen Zahlungsmittel Bitcoin. Die Cyberkriminellen modifizieren die Open-Source-Mining-Software von Monero für ihre Zwecke, um eine bekannte Sicherheitslücke in Microsoft IIS 6.0 auszunutzen. Im Laufe von drei Monaten haben sie durch die Kampagne ein Botnet von mehreren hundert infizierten Servern aufgebaut und Monero im Wert von über 63.000 US-Dollar anhäufen lassen. Microsoft hat inzwischen ein Update veröffentlicht, das die Sicherheitslücke schließt - aber noch immer sind viele Server ungepatcht.

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  • Passwort-Schutz nur für Geldräuber

    Die Experten von Kaspersky Lab haben im Darknet ein Malware-Angebot gefunden, mit dessen Hilfe quasi jeder einen Geldautomaten ausrauben kann, sofern er Zugang zum Gerät bekommt. Für 5.000 US-Dollar ist die speziell für kriminelle Laien konstruierte, dreiteilige Software inklusive detaillierter Gebrauchsanleitung unter dem Namen "Cutlet Maker" erhältlich. Geldautomaten sind bereits seit längerer Zeit ein lukratives Ziel für Kriminelle. Während die einen brutale Gewalt walten lassen und die Geräte aufbrechen, manipulieren andere lieber die Software der Automaten. Das jüngst entdeckte Beispiel für Schadsoftware dieser Art zeigt nun, dass Malware-Hersteller inzwischen auch cyberkriminelle Laien ansprechen.

  • "Bad Rabbit" unter der Lupe

    Seit dem 24. Oktober 2017 ist eine neue Ransomware-Welle unterwegs, die bislang vor allem Russland, die Ukraine und Teile von Europa im Visier hat. SophosLabs-Spezialist Chester Wisniewski hat sich "Bad Rabbit" einmal näher angeschaut und ist nicht wirklich überrascht über dessen Auftritt. "Es war wohl tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand die Ideen und Techniken, die uns von WannaCry oder NotPetya bekannt sind, aufgreift und damit eine neue Attacke auf ahnungslose Opfer fährt." Die aktuelle Ransomware scheint sich nach bisherigen Erkenntnissen über einen gefälschten Installer des Adobe Flash Plyer zu verbreiten.