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Wesentlich effizientere DDoS-Bots


Botnetz Mirai beschränkt sich nicht mehr nur auf IoT-Geräte
Die entdeckte Schwachstelle in Hadoop Yarn ermöglicht es den Angreifern, beliebige Shell-Befehle auszuführen und darüber Malware zu installieren



Das Botnetz Mirai beschränkt sich nicht mehr länger auf ungesicherte IoT-Geräte. Das sind Erkenntnisse von Asert, ein Team aus Sicherheitsspezialisten des Unternehmens Netscout Arbor, ein Anbieter von Business Assurance-, Cybersicherheits- und Business-Intelligence-Lösungen.Kriminelle Betreiber der großen Botnetze haben die Malware von Mirai so angepasst, dass sie nun auch ungepatchte Linux-Server über die Schwachstelle Hadoop Yarn gefährden. Hadoop ist ein Framework von Apache, das Big Data-Anwendungen verarbeitet und speichert, die in geclusterten Systemen ausgeführt werden. Yarn ist für die Zuweisung von Systemressourcen und Planungsaufgaben verantwortlich.

Die entdeckte Schwachstelle in Hadoop Yarn ermöglicht es den Angreifern, beliebige Shell-Befehle auszuführen und darüber Malware zu installieren. Dies sind Varianten der Mirai-Malware, die ursprünglich dafür entwickelt wurden, um Geräte im Internet of Things – wie zum Beispiel IP-Kameras und digitale Videorekorder – zu manipulieren. Da diese Art der Infizierung inzwischen in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt ist und daher Schutzmaßnahmen besser werden, entwickelten die Cyberkriminellen nun die x86-Version.

Anstatt sich darauf zu verlassen, dass sich Bots selbstständig verbreiten, steuern die Angreifer die die Verbreitung des Exploits nun selbst. Eine relativ kleine Anzahl von Angreifern verwendet dazu eigens programmierte Tools, um die Hadoop-YARN-Schwachstelle zu erkennen und dann die Linux-Malware zu verbreiten. Die Vorteile einer solchen Anpassung liegen für die Angreifer auf der Hand: Verglichen mit IoT-Geräten haben Linux-Server in privaten Netzwerken deutlich mehr Bandbreite. Dies macht sie zu wesentlich effizienteren DDoS-Bots. Daher kann schon eine Handvoll gut ausgestatteter Linux-Server Angriffe erzeugen, die einem IoT-Botnetz mit deutlich mehr Geräten Konkurrenz macht.

Für die Angreifer ist es zudem deutlich einfacher, die x86-Monokultur von Linux-Servern anzugreifen als die breite Auswahl an CPU-Derivaten, die in IoT-Geräten verwendet werden. Das Ziel der, bisher noch eher kleinen, Hacker-Gruppe ist klar: die Malware auf möglichst vielen Geräten zu verbreiten. Und aufgrund der Leistungsfähigkeit der Server lauert hier ein enormes Gefahrenpotenzial. (Netscout Systems: ra)

eingetragen: 09.12.18
Newsletterlauf: 15.01.19

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Meldungen: Hintergrund

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    SophosLabs und Sophos Managed Threat Response haben einen Bericht über eine neue Ransomware veröffentlicht, die eine bisher noch nicht bekannte Angriffsmethode verwendet: Die sogenannte Snatch-Ransomware geht mit variierenden Techniken vor und veranlasst unter anderem einen Neustart übernommener Computer im abgesicherten Modus, um verhaltensorientierte Schutzmaßnahmen, die speziell nach Ransomware-Aktivitäten wie das Verschlüsseln von Dateien Ausschau halten, zu umgehen. Sophos geht davon aus, dass Cyberkriminelle damit eine neue Angriffstechnik etabliert haben, um fortschrittliche Schutzmechanismen auszuhebeln. Neben der neuen Angriffstaktik belegt ein weiterer interessanter Fund, dass sich ein anderer Trend fortzusetzen scheint: Kriminelle filtern immer häufiger Daten heraus, bevor die eigentliche Ransomware-Attacke startet. Die entwendeten Daten könnten zu einem späteren Zeitpunkt für Erpressungen, auch in Zusammenhang mit der DSGVO, verwendet werden. Ähnliches Verhalten konnten die SophosLabs zum Beispiel bei Ransomware-Gruppen wie Bitpaymer feststellen.

  • Windows-Zero-Day-Exploit zur Rechteausweitung

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    Akamai Technologies hat den "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 "Phishing - Baiting the hook" veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Cyberkriminelle unternehmensbasierte Entwicklungs- und Bereitstellungsstrategien wie Phishing-as-a-Service nutzen, um die größten Technologiekonzerne der Welt anzugreifen. Knapp 43 Prozent der beobachteten Domains zielten auf Microsoft, PayPal, DHL und Dropbox ab. Der Bericht legt offen, dass Phishing nicht mehr nur eine E-Mail-basierte Bedrohung ist, sondern auch Social Media und mobile Geräte umfasst. Es handelt sich um ein weitreichendes Problem, das alle Branchen betrifft. Da sich die Angriffsmethoden weiterentwickeln, entstehen neue Techniken, etwa für Attacken auf geschäftliche E?Mails (Business E?Mail Compromise, BEC). Laut dem FBI führten BEC-Angriffe zwischen Oktober 2013 und Mai 2018 zu weltweiten Verlusten von mehr als 12 Milliarden US-Dollar.

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