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Locky tauchte bereits Mitte Februar in Mails auf


Am 16. Februar sind die Forscher des IT-Security-Experten Proofpoint zum ersten Mal auf einen Anhang gestoßen, in dem sich die Ransomware Locky verbarg
Das Botnet, das den Spam verschickt, ist dasselbe, das den Banking-Trojaner Dridex in Umlauf brachte.

(08.04.16) - Forscher von Proofpoint haben den Erpressungstrojaner "Locky" bereits am 16. Februar entdeckt, der durch seine Anhänge Rechner verseucht und Nutzer erpresst, wie sie im Corporate Blog beschreiben. Eine Nachricht mit dem Betreff "ATTN: Invoice J-12345678" enthielt den Anhang "invoice_J-12345678.doc" enthielt ein MS Word-Dokument mit einem Makro, das den Erpressungstrojaner Locky herunterlädt und installiert. Öffnet der Benutzer das Dokument, wird sein Rechner infiziert, wenn in Word standardmäßig Makros freigeschaltet sind.

Locky verschlüsselt die Dateien auf dem Rechner und im Netz und nutzt Notepad, um als Desktop-Hintergrund eine Erpressungsnachricht anzuzeigen. Diese verlangt vom Benutzer, Bitcoins zu kaufen, damit er seine Daten wieder entschlüsseln kann. Zurzeit ist kein Fall bekannt, in dem nach Zahlung tatsächlich der Schlüssel geliefert wurde.

Spam
Locky wird über Spam mit angehängten Dokumenten in Umlauf gebracht, was bei den Malware-Kampagnen des letzten Jahres die gängigste Methode war. Das Botnet (eine Gruppe infizierter Rechner, auf denen ein Spambot läuft), das den Spam verschickt, ist dasselbe, das den Großteil der Nachrichten verschickt, die den Banking-Trojaner Dridex im Schlepp haben. (Proofpoint: ra)

Proofpoint: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Russischsprachiges Ransomware-Ökosystem

    75 Prozent der im vergangenen Jahr neu aufgetauchten Ransomware-Familien entstammt dem russischsprachigen Cyberuntergrund. So wurden mindestens 47 von insgesamt 62 neu entdeckten Krypto-Ransomware-Familien der Verschlüsselungsprogramme von russischsprachigen Cyberkriminellen entwickelt. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung von Kaspersky Lab über das russischsprachige Ransomware-Ökosystem hervor. Die Analyse zeigt zudem, dass sich vormals kleinere Gruppen mit eingeschränkten Fähigkeiten zu großen kriminellen Organisationen entwickelt haben, die über Ressourcen und Wissen verfügen, um private und geschäftliche Ziele auf der ganzen Welt anzugreifen.

  • RAMNIT 2.0: Gefährlicher denn je

    Das Internet vergisst nichts. Diese Erfahrung müssen leider auch Sicherheitsanbieter und Ermittlungsbehörden immer wieder machen. Zwar werden die Schlagzeilen von den neuesten Bedrohungen und Abwehrtechniken beherrscht, doch sollte man nicht den Fehler machen, "alte" Bedrohungen und Taktiken von Cyberkriminellen zu unterschätzen. Der totgeglaubte Bankentrojaner RAMNIT, der 2016 ein wahres Comeback gefeiert hat, ist ein perfektes Beispiel dafür. RAMNIT ist ein Banken-Trojaner, der seit 2010 sein Unwesen treibt und vertrauliche Informationen wie Kontodaten stiehlt. Europol wollte dem Treiben Einhalt gebieten und nahm im Februar 2015 einige Befehls- und Kontrollserver vom Netz, von denen aus der Trojaner auf den infizierten Rechnern der Anwender gesteuert wurde. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Behörden von 3,2 Millionen erfolgreichen Infektionen aus.

  • Unklar, wer hinter den Angriffen steckt

    Die Experten von Kaspersky Lab haben eine Reihe zielgerichteter und nahezu unsichtbarer Attacken entdeckt, die ausschließlich mittels legitimer Software durchgeführt wurden. Die Angreifer nutzen weitverbreitete Tools für Penetrationstests und Administratoren sowie das PowerShell-Framework zur Aufgabenautomatisierung unter Windows. Es werden keine Malware-Dateien auf der Festplatte hinterlassen, sondern lediglich kurzeitig im Speicher versteckt. Der Ansatz verhindert eine Entdeckung durch Whitelisting-Technologien und hinterlässt Forensikern kaum analysierbare Spuren oder Malware-Muster. Die Angreifer verbleiben nur im System, solange sie Informationen sammeln. Mit dem nächsten Systemneustart sind alle Spuren beseitigt. Die Angreifer sind noch aktiv.

  • Gefährlicher Code frei verfügbar

    Erneut wurde der Google Play Store zum Einfallstor für Cyberkriminelle: Nachdem der europäische Security-Software-Hersteller Eset bereits im Sommer 2016 mehrere gefälschte Pokémon-Apps entdeckt hat, enttarnte das Unternehmen jetzt zwei als Wetter-Apps getarnte Android-Trojaner. Die Trojaner verbreiteten ein Botnet, das nach einem Tipp von Eset ausgeschaltet werden konnte. Die beiden scheinbar harmlosen Wetter-Apps "Good Weather" und "World Weather" waren mehrere Tage lang im Google Play Store verfügbar, bevor sie von Eset entdeckt und vom Google Sicherheitsteam gelöscht wurden. Sie bildeten ein Botnet, das es auf die Anmeldeinformationen von Banken abgesehen hat. Außerdem konnte es Android-Smartphones ferngesteuert sperren und SMS-Nachrichten mitlesen.

  • Gut dokumentierte Infektionskette

    Forscher von Proofpoint haben eine neue Angriffsmethode entdeckt, die versucht, Google Chrome-Nutzer zum Herunterladen von Malware zu veranlassen. Erreicht werden soll dies durch selektive Injektionen in Websites, die das Auftreten von Problemen zusammen mit dem Angebot von gefälschten Lösungen vortäuschen. Benutzer in vielen verschiedenen Regionen sind betroffen. Die Infektionsmethode kombiniert kompromittierte Websites, Browser-Targeting und Social-Engineering, um Nutzer zu täuschen. Dieser neue Infektionsweg ist die letzte Entwicklung in der ElTest-Kette, einer gut dokumentierten Infektionskette, die kompromittierte Webseiten nutzt, um die betroffenen User auf EK-Landing-Seiten zu verweisen.