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DDoS-Angriffe nutzen unsichere Google Maps Plugins





Gefährlicher Google Maps Plugin auf Content Management System Joomla installiert
Kriminelle nutzen anfällige Joomla Plugins als Angriffsfläche, für die sie neue DDoS-Tools und DDoS-Mietlösungen entwickelt haben

Das Prolexic Security Engineering & Research Team von Akamai hat zusammen mit der Security-Spezialistin PhishLabs eine Reihe neuer DDoS-Angriffe auf Web-Applikationen aufgespürt, die bei SaaS-Providern gehostet werden. Dabei kommt ein unsicheres Google Maps Plugin zum Einsatz, das auf dem Content Management System Joomla installiert ist.

Akamai Technologies (NASDAQ: AKAM), Anbieterin von Content-Delivery-Network (CDN)-Services, hat unterstützt durch ihr Prolexic Security Engineering & Research Team (PLXsert) Details zu kürzlich erfolgten Distributed-Denial-of-Services (DDoS)-Attacken veröffentlicht. In einem Sicherheitshinweis warnt Akamai vor einem gefährlichen Google Maps Plugin, das häufig in dem weitverbreiteten Content Management System Joomla eingebunden ist. Wichtige weitere Einblicke in die Vorgehensweise der DDoS-Attacken stammen von PhishLabs R.A.I.D. (Research, Analysis, and Intelligence Division); das US-amerikanische Unternehmen ist auf Erkennung und Abwehr von Phishing-Angriffen spezialisiert.

Eine der bekannten Sicherheitslücken im Google Maps Plugin für Joomla ermöglicht einem Angreifer, das Plugin als Proxy zu missbrauchen, wodurch er seine Identität "verschleiert". Für die Denial-of-Service-Ziele bleibt die tatsächliche Herkunft der Anfragen unbekannt, denn sie scheinen ja von einem Joomla-Server zu stammen.

Es konnte ermittelt werden, dass der DDoS-Traffic von mehreren Joomla-Webseiten mit fehlerhaft konfigurierten Google Maps Plugins stammte. Solche Websites wurden massenhaft für GET-Flood-DDoS-Angriffe eingesetzt. Eine nähere Analyse zeigte darüber hinaus, dass Angriffe dieser Art auf Webseiten angepriesen werden, die DDoS-Attacken als Mietlösung anbieten. Im Rahmen der Recherche fand PLXsert mehr als 150.000 potenzielle Joomla-Reflection-Webseiten im Internet. Obwohl viele der Webseiten über die benötigten Sicherheits-Patches verfügten, neu konfiguriert waren oder das Plugin deinstalliert wurde, erwiesen sich andere als mögliche Ausgangspunkte von DDoS-Angriffen.

Im Auftrag eines Kunden konnte PLXsert im November 2014 einen DDoS-Angriff abwehren, der seinen Ursprung bei Joomla-Web-Servern hatte; die Mehrheit der IP-Adressen, von denen die Angriffe ausgingen, stammten dabei aus Deutschland. Die gleichen IP-Adressen kamen auch bei DDoS-Attacken auf Web-Hoster sowie auf Unternehmen aus der Unterhaltungs- und Konsumgüterindustrie zum Einsatz.

Im vierten Quartal 2014 waren Reflection-basierte DDoS-Angriffe weit verbreitet. Analysen von PLXsert zufolge verwendeten in diesem Zeitraum 39 Prozent aller DDoS-Attacken Reflection-Technologien. Dabei nutzen die Angreifer Sicherheitslücken aus, um ihren Datenverkehr zunächst auf andere Server umzuleiten und dann gezielt Internetprotokolle einzusetzen, die mit mehr Traffic antworten als sie empfangen. Cloud-basierte Sicherheitslösungen können solche Angriffe abwehren, indem sie den gesamten Datenverkehr an ein Scrubbing-Center weiterleiten. Datenpakete mit bösartigem Traffic werden dabei aussortiert und nur der erwünschte Traffic wird weitergeleitet.

"Sicherheitslücken in Web-Applikationen, die bei SaaS-Service-Providern gehostet werden, bieten Kriminellen vielfältige Angriffsflächen. Aktuell nutzen sie anfällige Joomla Plugins, für die sie neue DDoS-Tools und DDoS-Mietlösungen entwickelt haben", sagt Stuart Scholly, Senior Vice President und General Manager der Security Business Unit bei Akamai. "Dies ist nur eine von vielen weiteren, neu entdeckten Sicherheitslücken – und ein Ende ist nicht in Sicht. Unternehmen müssen einen wirksamen Schutz zur Abwehr von Denial-of-Service-Traffic implementieren, um sich vor Millionen von gefährlichen SaaS-Servern zu schützen, die für DDoS-Angriffe verwendet werden." (Akamai: ma)

Akamai: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Sicherheitslecks

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    Der Patch Tuesday im Dezember 2017 hat eine recht überschaubare Anzahl von Updates gebracht. Microsoft hat insgesamt 32 einzigartige CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures) vermeldet - keine davon wurde veröffentlicht oder ausgenutzt. Adobe hat daneben ein Update für Flash Player herausgebracht, das eine moderate Schwachstelle auflöst. Allerdings wird dieses Update in der Priorität 2 eingestuft, weshalb Microsoft es im Rahmen des Patch Tuesday für den IE als kritisch eingestufte. Es ist mal wieder die richtige Jahreszeit, um sich um End-of-Life-Angelegenheiten zu kümmern. IT-Verantwortliche sollten also Ihre Planung für 2018 beginnen, indem sie sich einen Überblick verschaffen, welche Produkte im kommenden Jahr auf EoL umgestellt werden. Der Patch Tuesday im Dezember gibt dazu einige Hinweise: Der EoL von Windows 10 1607 ist vorläufig für März 2018 geplant.

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    Nach aktuellen Zahlen der Datenbank für IT-Angriffsanalysen (Vulnerability Data Base) des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben die Software-Schwachstellen bei Android-Systemen einen neuen Höchststand erreicht. Die Infografik im Anhang zeigt die Entwicklung mittelschwerer und schwerer Schwachstellen ab 2014. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung vom 22. August: 350 veröffentlichte Android-Schwachstellen hat die Datenbank für IT-Angriffsanalysen (Vulnerability Data Base) des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in den ersten acht Monaten dieses Jahres registriert. Damit hat sich deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt. Bei rund 70 Prozent der ermittelten Sicherheitslücken handelt es sich um gravierende, sogenannte kritische Schwachstellen. Googles Smartphone-Betriebssystem Android ist in Deutschland mit deutlichem Vorsprung Marktführer.