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Reflected File Downloads-Angriffe durchführbar





Forscher von Bitdefender finden gefährliche Stored XSS-Schwachstelle bei PayPal
Angreifer hätten Plattform für noch schlimmere Angriffe missbrauchen können – zum Beispiel für Phishing oder die Verbreitung von Malware

Das Forschungsteam von Bitdefender hat laut eigenen Angaben eine riskante Stored XSS-Schwachstelle bei PayPal entdeckt. Diese hätte es Angreifern leicht gemacht, schädliche Dateien zu versenden, um Schadcode auf den Servern auszuführen – und so auch weitreichende Attacken auf Paypal-Kunden auszuüben. Obwohl die Schwachstelle glücklicherweise nicht die über PayPal ausgeführten Transaktionen oder Benutzerkonten und -daten beeinträchtigt hat, hätten die Angreifer die Plattform für noch schlimmere Angriffe missbrauchen können – zum Beispiel für Phishing oder die Verbreitung von Malware.

Das Problem besteht in der Art und Weise, wie PayPal die URL verarbeitet und verschlüsselt – basierend auf symmetrischer Kodierung – die die hochgeladenen Dateien zieht. Da der ID-Parameter für alle hochgeladenen Dokumente mit Base 64 kodiert wird und den Cipher Block Chaining (CBC)-Modus verwendet, bestand der Angriff zum Teil darin, einige Byte-Folgen aus jedem Cipher Block zu ändern und PayPal auf diese Weise zu zwingen, die Schadware auszuführen.

"Die Konsequenzen dieser Attacke wären verheerend für PayPal selbst und seine Kunden gewesen, da die Angreifer die Plattform zur eigenen Waffe machen und Schadware an eine große Zahl an Kunden weitergeben können”, sagt Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender. "Stored XSS-Schwachstellen sind für Angreifer besonders verlockend, da sie rechtmäßige und beliebte Dienstleistungen missbrauchen können, um Malware oder andere Schäden zu verbreiten”.

Das Forschungsteam bei Bitdefender lud ein XML-Dokument im HTML-Format hoch, welches erfolgreich ausgeführt wurde. So konnte der PayPal-Server dazu gebracht werden, eine beschädigte Webseite anzuzeigen. Der Angriff hätte es den Cyberkriminellen gestatten können, Reflected File Downloads- Angriffe durchzuführen, so dass andere schädliche Dokumente auf den als harmlos eingeschätzten PayPal-Servern gespeichert würden und ebenso unauffällige URLs eingerichtet würden, die die Nutzer zum Download und Ausführung bewegen. Solche Dateien könnten Shell-Befehle enthalten, mit denen Hacker die volle Kontrolle über die Computer der Opfer gewinnen.

Die Nachforschungen brachten außerdem hervor, dass Nutzer des Firefox-Browsers durch diese Stored XSS-Schwachstelle gefährdet gewesen wären – denn der PayPal-Server würde jedes Mal, wenn er Informationen vom User Agent und damit den Inhaltsdispositions-Parameter zur Darstellung von Inhalten als "nicht eingestellt” empfängt, die auf dem Server abgespeicherte schädliche Datei in dem Browser ausführen. Nutzer anderer Browser würden so dazu verleitet, die Datei zu speichern und sie lokal auszuführen. Da der Download von einer eigentlich vertrauenswürdigen Quelle stammt (PayPal), hätte er wenig Aufsehen erregt und die Nutzer würden ihn ausführen, ohne etwas Böses zu vermuten.

Bitdefender hat PayPal auf die Schwachstelle aufmerksam gemacht und sie wurde in der Zwischenzeit behoben. Es gibt aktuell keine Angriffe, die die von Bitdefender aufgedeckte Methode nutzen. (Bitdefender: ra)

Bitdefender: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Sicherheitslecks

  • 2018: Das große Softwaresterben

    Der Patch Tuesday im Dezember 2017 hat eine recht überschaubare Anzahl von Updates gebracht. Microsoft hat insgesamt 32 einzigartige CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures) vermeldet - keine davon wurde veröffentlicht oder ausgenutzt. Adobe hat daneben ein Update für Flash Player herausgebracht, das eine moderate Schwachstelle auflöst. Allerdings wird dieses Update in der Priorität 2 eingestuft, weshalb Microsoft es im Rahmen des Patch Tuesday für den IE als kritisch eingestufte. Es ist mal wieder die richtige Jahreszeit, um sich um End-of-Life-Angelegenheiten zu kümmern. IT-Verantwortliche sollten also Ihre Planung für 2018 beginnen, indem sie sich einen Überblick verschaffen, welche Produkte im kommenden Jahr auf EoL umgestellt werden. Der Patch Tuesday im Dezember gibt dazu einige Hinweise: Der EoL von Windows 10 1607 ist vorläufig für März 2018 geplant.

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    Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies enthüllten eine neue Schwachstelle in den Online-Plattformen WhatsApp und Telegram, zwei der weltweit beliebtesten Messaging-Dienste. Angreifer, die diese Schwachstelle ausnutzten, konnten Nutzerkonten vollständig übernehmen und auf die persönlichen Gespräche und Gruppenunterhaltungen, Fotos, Videos und andere geteilten Dateien, Kontaktlisten und sonstige Daten zugreifen. "Durch diese neue Schwachstelle laufen Hunderte von Millionen WhatsApp- und Telegram-Web-Nutzer Gefahr, dass ihre Accounts vollständig übernommen werden", sagt Oded Vanunu, Leiter Product Vulnerability Research bei Check Point. "Ein Hacker kann durch einfaches Versenden eines harmlos aussehenden Fotos die Kontrolle über den Account erlangen, auf den Nachrichtenverlauf sowie auf alle Fotos, die je geteilt wurden, zugreifen und Nachrichten im Namen des Nutzers versenden."

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  • Backdoor in der Mac-Version von Skype

    Forscher des Trustwave SpiderLabs haben eine Art Backdoor in der Mac-Version von Skype entdeckt. Über diese Sicherheitslücke, die wahrscheinlich schon seit Jahren besteht, können - ohne dass Anwender dies bemerken - Drittprogramme mit Skype kommunizieren und damit Gespräche mitgeschnitten werden. Ein Update, das diese Sicherheitslücke schließt, ist bereits Ende Oktober erschienen. Trustwave empfiehlt allen Nutzer, das Update sofort zu installieren. Bei der Sicherheitslücke handelt es sich laut den Forschern des Trustwave SpiderLabs, das aus IT-Sicherheitsexperten und ethischen Hackern besteht, nicht um einen Hackerangriff, sondern um einen Programmierfehler. Dieser besteht wahrscheinlich schon seit etwa fünf Jahren.

  • 350 veröffentlichte Android-Schwachstellen

    Nach aktuellen Zahlen der Datenbank für IT-Angriffsanalysen (Vulnerability Data Base) des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben die Software-Schwachstellen bei Android-Systemen einen neuen Höchststand erreicht. Die Infografik im Anhang zeigt die Entwicklung mittelschwerer und schwerer Schwachstellen ab 2014. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung vom 22. August: 350 veröffentlichte Android-Schwachstellen hat die Datenbank für IT-Angriffsanalysen (Vulnerability Data Base) des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in den ersten acht Monaten dieses Jahres registriert. Damit hat sich deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt. Bei rund 70 Prozent der ermittelten Sicherheitslücken handelt es sich um gravierende, sogenannte kritische Schwachstellen. Googles Smartphone-Betriebssystem Android ist in Deutschland mit deutlichem Vorsprung Marktführer.