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Schwachstellen in der ICS-Sicherheit





Informationen über Schwachstellen im ICS-Bereich sind nirgendwo zentral abzurufen, weshalb die Verantwortlichen vor enormen Problemen stehen und kaum den Überblick über alle bekannt gewordenen Schwachstellen behalten können
Authentisierungs-Schwachstelle in Siemens SICAM MIC

In ihrem Security Journals zeigt die GAI NetConsult erneut Schwachstellen in der Absicherung von Steuerungs- und Automatisierungssystemen (Industrial Control Systems - ICS) auf. Aktuell wird auf Schwachstellen in Geräten und Komponenten von Siemens (SICAM MIC, RuggedCom und SIPROTEC), OSIsoft (PI Data Archive) und Schneider Electric (Modicom) hingewiesen.

Die Informationen über Schwachstellen im ICS-Bereich sind nirgendwo zentral abzurufen, weshalb die Verantwortlichen vor enormen Problemen stehen und kaum den Überblick über alle bekannt gewordenen Schwachstellen behalten können. Als Spezialist für ICS-Sicherheit beobachtet und bewertet die GAI NetConsult deshalb seit einiger Zeit aktuelle Schwachstellen, Sicherheitsvorfälle und Nutzerhinweise der ICS-Hersteller. Hierzu werden regelmäßig unter Leitung des anerkannten ICS-Experten Dr. Stephan Beirer viele öffentlich zugängliche Quellen gesichtet und ausgewertet.

In der dezidierten Kolumne "ICS Security News" ihres Security Journals fasst die GAI NetConsult deshalb für Hersteller und Betreiber von Industrial Control Systems die aus ihrer Sicht wichtigsten Schwachstellen und Neuigkeiten aus dem ICS-Bereich zusammen. Dabei werden die Sicherheitsrisiken nicht nur detailliert beschrieben und erklärt, sondern auch – sofern vorhanden – konkrete Tipps zur Abhilfe angeboten. Den davon betroffenen Betreibern wird nahegelegt, auf diese Hinweise möglichst schnell zu reagieren.

Im aktuellen Security Journal #80 werden folgende Schwachstellen beleuchtet:

Authentisierungs-Schwachstelle in Siemens SICAM MIC
Ein Angreifer mit physischem Zugang zum Netzwerk des Siemens MIC-Controllers (ehem. TM 1703 MIC) kann eine Authentisierung-Schwachstelle in der Webanwendung über Netzwerkport 80 ausnutzen und administrative Funktionen ohne Authentisierung ausführen.

"TLS POODLE"-Schwachstelle in Siemens RuggedCom (ROS-/ROX- basiert)
Trotz der Verwendung von TLS über Netzwerkport 443 sind die betroffenen Produkte anfällig für die POODLE-Schwachstelle, die grundsätzlich für die SSL-Version 3 existiert. Der Grund dafür ist, dass die TLS-Implementierung entgegen der TLS-Spezifikation Füll-Bytes nicht vollständig auf Korrektheit verifiziert und sich somit in diesem Punkt nicht von der SSL-Version 3 unterscheidet. Die Schwachstelle POODLE ermöglicht die teilweise Extraktion von sensiblen Daten einer SSL-Verbindung, z.B. von administrativen Zugangsdaten.

Denial-of-Service-Schwachstelle in Siemens SIPROTEC
Ein Angreifer kann durch speziell präparierte TCP-Netzwerkpakete auf Port 50000/UDP das System zum Stillstand bringen (Denial-of-Service-Angriff).

Mehrere Schwachstellen in OSIsoft PI Data Archive
Es wurden insgesamt 56 Schwachstellen identifiziert, darunter unter anderem: Unzureichende Validierung von Eingabedaten; die Software wird nicht mit minimalen Rechten ausgeführt; Preisgabe sensibler Informationen; Denial-of-Service Schwachstellen/ NULL Pointer Dereference; Schwachstellen im Session Management.

Zusammen mit Lösungsempfehlungen sind diese Schwachstellen im aktuellen Security Journal der GAI NetConsult detaillierter beschrieben. (GAI NetConsult: ra)





GAI NetConsult: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Sicherheitslecks

  • Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen

    Eine Sicherheitslücke in Whatsapp kann derzeit nur die App zum Absturz bringen. Kriminelle könnten den kursierenden Exploit aber für bösartige Zwecke weiterentwickeln. Wir geben einen Überblick über die Situation. "Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen und wenn möglich die Updates über den Play Store einspielen." Das sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei der G DATA Software AG aus Bochum. Aktuell kursiert eine Sicherheitslücke für den beliebten Mobile-Messenger Whatsapp. Der aktuelle Exploit bringt die Applikation kontrolliert zum Absturz. Kriminelle könnten die Schwachstelle für ihre Zwecke weiterentwickeln und als Einfallstor nutzen.

  • Offene und ungeschützte MQTT-Server

    Avast hat entdeckt, dass über 49.000 Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) Server aufgrund eines falsch konfigurierten MQTT-Protokolls online öffentlich sichtbar sind. Darunter befinden sich 32.000 Server ohne Passwortschutz - davon 1.719 in Deutschland - wodurch die Gefahr eines Datenmissbrauchs steigt. MQTT-Protokolle werden genutzt, um Smart-Home-Geräte über Smart Hubs miteinander zu verbinden und zu steuern. Beim Implementieren des MQTT-Protokolls richten Nutzer einen Server ein. Dieser Server befindet sich bei Endverbrauchern üblicherweise auf einem PC oder einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi, mit dem sich Geräte verbinden und damit kommunizieren können.

  • Testlauf einer Spionagekampagne

    Die am 27. August 2018 auf GitHub und Twitter veröffentlichte Zero Day-Schwachstelle für Microsoft Windows-Bestriebssysteme wurde nach wenigen Tagen in einer ersten Malware-Kampagne ausgenutzt. Eset hat die Malware-Kampagne einer Gruppe namens PowerPool zugeordnet. Bis jetzt gingen den Cyberkriminellen nur eine kleine Anzahl von Opfern in die Falle, wie sich aus den untersuchten Telemetrie-Daten und den Uploads ergibt. Daher glauben wir an einen Testlauf einer Spionagekampagne. Unter den betroffenen Ländern befinden sich Chile, Deutschland, Indien, die Philippinen, Polen, Russland, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und die Ukraine. Betroffen sind die Windows Betriebssysteme 7 bis 10 - im Speziellen die ALPC-Funktion (Advanced Local Procedure Call).

  • 1.8 Milliarden WhatsApp-Nutzer betroffen

    Das Research-Team von Check Point Software Technologies veröffentlicht Details zu FakesApps, einem Schwachpunkt in WhatsApp. Dabei gelang es Check Point, WhatsApp-Nachrichten von Usern zu manipulieren. Im Rahmen der Untersuchung wurden drei Angriffsmöglichkeiten gezeigt: >> Die Veränderung einer gesendeten Antwort, sodass dem Absender falsche Worte in den Mund gelegt werden. >> Abgabe einer gefälschten Antwort in einem Gruppenchat. Die zitierte Person muss dabei nicht einmal in der Gruppe Mitglied sein. >> Versendung einer persönlichen Nachricht in einem Gruppenchat, die für den Empfänger wie eine Gruppennachricht an alle Mitglieder aussieht - jedoch nur für ihn sichtbar ist. Wenn diese Person auf die gefälschte Nachricht antwortet, ist seine Antwort aber für alle Gruppenmitglieder sichtbar.

  • Lücke in den Zugangssystemen

    Forscher der finnischen Sicherheitsfirma F-Secure haben eine massive Lücke in den Zugangssystemen weltweit operierender Hotelketten entdeckt, das von Angreifern kompromittiert werden kann, um sich Zugang zu allen Räumen zu verschaffen. Die Schwachstelle wurde in der Software des Schließsystems Vision by VingCard gefunden, eine Lösung, die weltweit Millionen Zimmern in hochrangigen Hotels sichert. Hersteller Assa Abloy hat inzwischen Software-Updates mit Sicherheits-Bugfixes veröffentlicht, um das Problem zu beheben. Die Sicherheitsexperten nutzten bei ihrem Angriff gewöhnliche elektronische Schlüsselkarten des Hotels. Diese waren teilweise längst abgelaufen, ausgemustert oder dienten lediglich dem Zugang zu Garagen oder Abstellräumen. Anhand der Informationen auf dem Schlüssel konnten die Experten jedoch einen Hauptschlüssel mit Zugangsberechtigungen generieren, um so jeden Raum im Gebäude öffnen zu können. Der Angriff blieb völlig unbemerkt und lies auch keine Spuren zurück.