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Mit DDoS-Angriffen Lösegeld erpressen


Security-Report dokumentiert deutlich steigende Angriffszahlen im Vergleich zum Vorjahr
Anzahl der DDoS-Angriffe steigt im Vergleich zum Vorjahr weiterhin kontinuierlich an - Brasilien löst die USA als Ursprungsland der meisten Angriffe auf Webanwendungen ab



Akamai Technologies präsentierte ihren "Q2 2016 State of the Internet Security Report". Der Quartalsbericht bietet Analysen und Einblicke in cyberkriminelle Aktivitäten, die auf der "Akamai Intelligent Platform" beobachtet wurden. Er enthält eine ausführliche Analyse sowie eine detaillierte Sicht auf die weltweite Cloud-Security-Bedrohungslandschaft. Insbesondere werden Trends bei DDoS- und Webanwendungsangriffen sowie schädlichem Bot-Datenverkehr analysiert.

"Zwar nimmt der Umfang der DDoS-Angriffe ab, die Angriffszahlen steigen jedoch weiterhin kontinuierlich an, da Angriffstools immer effektiver, zugänglicher und damit profitabler für Hacker werden", betont Martin McKeay, Editor-in-Chief State of the Internet / Security Report bei Akamai. "Die zunehmende Verbreitung der Tools führt zu wiederholten Angriffen auf Unternehmen, denen sie allein nicht gewachsen sind. Mit Blick auf den kommenden Cyber-Security-Awareness-Monat im Oktober in den USA ist es von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen verstehen, womit sie es zu tun haben. Ganz besonders deshalb, weil Angreifer immer öfter mit DDoS-Angriffen Lösegeld erpressen."

DDoS-Angriffe

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DDoS-Angriffe nahmen im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichsquartal 2015 um 129 Prozent zu. Im zweiten Quartal wehrte Akamai insgesamt 4.919 DDoS-Angriffe ab.

• >> Am 20. Juni verzeichnete Akamai mit 363 Gbit/s den bis dato schwersten DDoS-Angriff gegen einen seiner Kunden aus der europäischen Medienbranche. Gleichzeitig fiel die mittlere Angriffsgröße um 36 auf 3,85 Gbit/s.

• >> Zwölf der während des zweiten Quartals verzeichneten Angriffe überstiegen 100 Gbit/s; zwei Angriffe mit über 300 Gbit/s richteten sich gegen die Medien- und Unterhaltungsbranche.


Angriffe auf Webanwendungen

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Das zweite Quartal 2016 wies im Vergleich zum Vorquartal einen Anstieg von insgesamt 14 Prozent bei Angriffen auf Webanwendungen auf.

• >> Die Zahl der aus Brasilien stammenden Angriffe erhöhte sich um 197 Prozent, womit es das Ursprungsland der meisten Angriffe auf Webanwendungen ist.

• >> Die USA, die bei der Zahl der Angriffe auf Webanwendungen den zweiten Platz belegen, konnten einen Rückgang der Angriffe von 13 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verzeichnen.

• >> SQL Injections (44 Prozent) und Local File Inclusions (45 Prozent) waren im zweiten Quartal die am häufigsten eingesetzten Angriffsmethoden.

Analyse des Bot-Datenverkehrs

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In einem Zeitraum von 24 Stunden gingen 43 Prozent des gesamten Internetdatenverkehrs auf der Akamai Intelligent Platform von Bots aus.

• >> Der Bot-Datenverkehr bestand zu 63 Prozent aus identifizierten Automatisierungstools und Scraping-Kampagnen, was einen Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorquartal bedeutet. Diese Bots durchforsten bestimmte Websites oder Branchen und geben weder Absicht noch Herkunft an.
(Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 18.09.16
Home & Newsletterlauf: 05.10.16


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Meldungen: Statistiken

  • Malware- & Netzwerkangriffe nehmen zu

    Wie der aktuell veröffentlichte "WatchGuard Internet Security Report" für das dritte Quartal 2019 belegt, sollte bei per E-Mail eingehenden Word-, RTF- oder anderen Office-Dokumenten weiterhin besondere Vorsicht gelten. Diesmal haben es gleich zwei einschlägige Malware-Varianten in die Top 10 geschafft. Die Nase vorn hat dabei ein Angriffsversuch, der auf einer Schwachstelle des Word-Formeleditors basiert. Dieser ermöglicht es Hackern beliebigen Code auszuführen, sobald das manipulierte Dokument geöffnet wird. Sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch der Verbreitung solch Office-basierter Übergriffe wurden dabei im dritten Quartal neue Bestmarken erreicht: Neben der Anzahl entsprechender Attacken verdoppelte sich auch der Adressatenkreis im Vergleich zum Vorquartal. Die Übermittlung erfolgte in der Mehrzahl aller Fälle per E-Mail. Daher wird es gerade für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter gezielt zu sensibilisieren. Schulungen und Aufklärungsinitiativen können dazu beitragen, dass Anwender solche und andere Übergriffe sowie Phishing-Versuche besser erkennen.

  • Ein Drittel mehr DDoS-Attacken

    Im dritten Quartal 2019 stieg die Anzahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um ein Drittel (30 Prozent) an; mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Attacken fand im September statt. Darüber hinaus gab es einen Anstieg einfacherer DDoS-Angriffe, die vor allem akademische Webseiten im Visier hatten. Der Anstieg ist durch eine Vielzahl einfacherer Angriffe bedingt, während in den vorherigen Quartalen das Wachstum auf eine Zunahme intelligenter Angriffe zurückzuführen war, die von erfahrenen Cyberkriminellen auf Anwendungsebene durchgeführt wurden. In diesem Quartal sank der Anteil dieser Art von Angriffen auf 28 Prozent aller DDoS-Angriffe, im zweiten Quartal machten intelligente Angriffen noch die Hälfte (50 Prozent) aus.

  • Vermehrt Ransomware-Angriffe auf NAS-Systeme

    Kaspersky-Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie eine neue Art von Ransomware-Angriff identifiziert, der im Hinblick auf Network Attached Storage (NAS) ein neues Risiko für Backup-Daten darstellt, die in der Regel auf solchen Geräten gespeichert werden. Da NAS bislang weitgehend als sichere Technologie galt, sind Nutzer hinsichtlich potenzieller Infektionen zumeist unvorbereitet - wodurch deren Daten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Um Network Attached Storages anzugreifen, scannen Cyberkriminelle IP-Adressverzeichnisse und suchen dort nach NAS-Systemen, die über das Internet erreicht werden können. Auch wenn Webschnittstellen nur mittels Authentifizierung zugänglich sind, läuft auf einer Reihe von Geräten Software, die Schwachstellen enthält. Dies ermöglicht es Angreifern, einen Trojaner mittels Exploits zu installieren, der alle Daten auf den mit dem NAS verbundenen Geräten verschlüsselt.

  • Cyberkriminelle schlagen bevorzugt an Werktagen zu

    Barracuda Networks hat ihren aktuellen Spear-Phishing-Report veröffentlicht. Im Zeitraum von Juli bis September 2019 identifizierte der Sicherspezialist 1,5 Millionen Spear-Phishing-Attacken bei über 4.000 Unternehmen oder Institutionen, die "Barracuda Sentinel" einsetzen, ein Cloud-Service mit KI-Lösung zur Echtzeit-Abwehr von Spear-Phishing-Attacken und Betrugsversuchen. Folgender vier Vektoren bedienten sich die Angreifer hauptsächlich: Scamming (39 Prozent): Diese Angriffe zielen ab auf private, sensible und persönliche Informationen wie etwa Kontodaten oder Kreditkartennummern.

  • Sextortion ein sehr großes Problem

    Proofpoint hat ihren neuesten Threat Report für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen aktuelle Trends und Bedrohungen im Bereich Cybersecurity auf. Besonders auffällig ist dabei, dass die Schadsoftware Emotet allein bei 12 Prozent aller E-Mails mit Malware im Anhang zum Einsatz kam - obwohl Emotet nur in den letzten beiden Wochen des Septembers nennenswert aktiv war. Das heißt demnach, dass in diesem kurzen Zeitraum mehrere Millionen von Nachrichten mit bösartigen URLs oder Anhängen versandt wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter der weltweiten Verbreitung von Emotet ist die in Fachkreisen als TA542 (Thread Actor 542) bezeichnete Gruppierung. Diese Gruppe Cyberkrimineller ist für den Vertrieb von Emotet "zuständig" und erweiterte in diesem Zeitraum auch ihr regionales Targeting auf eine Reihe neuer Länder, darunter Italien, Spanien, Japan, Hongkong und Singapur. TA542 hat dabei Methoden angewandt, von denen sich die Gruppe Anfang 2019 zunächst getrennt hatte. Dazu gehören beispielsweise sehr gezielte eingesetzt saisonale und topaktuelle Köder. In diesem Zusammenhang beobachtete Proofpoint zum Beispiel am 23. September, dass in den Nachrichten häufiger als sonst von Edward Snowden die Rede war und die Cyberkriminellen ihre Köder entsprechend anpassten.