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Analyse der Malware- und Spam-Trends


"Global Security Report 2014": Im zurückliegenden Jahr verzeichneten Unternehmen die bislang stärkste Welle an Cyberkriminalität und Datenschutzverletzungen
Eine der Folgen: Präsident Obama verkündet den "Personal Data Notification and Protection Act"

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(11.02.15) - AppRiver, Anbieterin von E-Mail-Messaging und Web-Security-Lösungen, veröffentlicht ihren Global Security Report 2014. Er enthält eine detaillierte Zusammenfassung und Analyse der Malware- und Spam-Trends des vergangenen Jahres. Insgesamt landeten 893 Millionen Nachrichten in der Quarantäne von AppRiver, womit sich die Zahlen gegenüber 2013 fast verdoppelt haben. Dazu kamen 30,5 Milliarden Spam-Nachrichten in den Filtern des Sicherheits-Spezialisten, davon 5 Milliarden alleine im März. Dabei lag Nordamerika auf der Liste der Top-Absender von Spam erstmals vor Europa und zwar mit einem Anteil von 69 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen. Der Report enthält zusätzlich einen Video-Beitrag, der sich speziell mit dem jüngst von US-Präsident Obama verlautbarten "Personal Data Notification and Protection Act" beschäftigt.

"Dieser legt fest, wie Unternehmen sich im Falle von Datenschutzverletzungen zu verhalten haben und dass Kunden der entsprechenden Unternehmen innerhalb von 30 Tagen über Sicherheitsverstöße zu informieren sind", sagt Co-Autor und Security Analyst Troy Gill. "Von Unternehmen, Schulen und anderen Institutionen, die mit persönlichen Daten umgehen, sollten wir mehr und bessere Kontrollen verlangen. Diejenigen, die im Falle eines Datenschutzverstoßes am meisten zu verlieren haben sind die Opfer selbst. Die Palette reicht vom bloßen Ärgernis bis hin zum kompletten finanziellen Ruin. Datenklau ist eine der größten Befürchtungen, die Internetnutzer heute haben. Gesetzliche Initiativen, die in dieser Hinsicht klare Regelungen definieren, sind ein Schritt in die richtige Richtung."

Auch wenn 2014 als das "Jahr der Datenschutzverletzungen" in die Annalen eingegangen ist, sind es doch unterschiedliche Attacken und Angriffsmethoden, die IT-Sicherheitsexperten beschäftigt hielten:

>> Schwachstellen: Die erste schwerwiegende Schwachstelle war der Heartbleed-Bug oder auch CVE-2014-0160, gefolgt von Shellshock und POODLE.

>> Angriffe: Bot-Netze sind nach wie vor sehr aktiv dank der Hilfe von Zeus, Citadel und weiteren Banken-Trojanern. Neue und ausgefeilte Ransomware, darunter Cryptolocker, Cryptowall und Cryptodefense haben 2014 verheerenden Schaden angerichtet und zeitweise die Headlines beherrscht.

>> Cyberworld: Die Sony-Attacke hat ihrerseits eine ganze Serie von weiteren, tiefer gehenden Sicherheitsvorfällen ausgelöst. Der Zugang zum Netzwerk des Unterhaltungsgiganten konnte erfolgreich geknackt und zahllose Dokumente und E-Mail-Korrespondenzen von Hackern entwendet werden. Die Angreifer, die sich als "Guardians of Peace" bezeichneten, bedrohten anschließend Kinos, die den Film "The Interview" zeigen würden mit einem Überfall im Stile von 9/11. Die USA reagierten mit Sanktionen gegen Nordkorea als Strafe für diese Cyberattacke.

>> Datenschutzverletzungen: Target, Beef O’Brady’s, Staples, Home Depot und Sally’s Beauty, um nur einige der bekannten Namen zu nennen, waren in diesem Jahr Opfer von gezielten PoS-Attacken. Die größte unter ihnen war 2014 die Attacke auf Home Depot, bei der 56 Millionen Konten und 53 Millionen E-Mail-Adressen von Kunden über den Zeitraum von April bis September 2014 erbeutet werden konnten (hierbei handelt es sich um mehr als die Hälfte der über das gesamte Jahr 2014 gestohlenen Daten und damit um den größten Kreditkarten- und Datendiebstahl bei einer Handelskette überhaupt).
(AppRiver: ra)

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Meldungen: Statistiken

SYN-DDoS-Angriffe stiegen um das 1,4-Fache Die von Kaspersky Lab zwischen April und Juni 2016 gemessenen DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) dauerten länger als zu Beginn des Jahres. Außerdem stellte Kaspersky einen signifikanten Anstieg bei über Linux-Botnetze durchgeführten DDoS-Attacken fest. Diese Ergebnisse gehen aus dem Kaspersky-Report "DDoS-Attacken im zweiten Quartal 2016" hervor.

Zunahme bei den Attacken auf Mobilgeräte Check Point Software Technologies veröffentlichte ihren neuesten Bedrohungsindex für Deutschland. Die Anzahl der aktiven Malware-Familien ist in der ersten Hälfte 2016 um nahezu zwei Drittel gestiegen. In Deutschland haben speziell im Bereich Mobilfunk die Angriffe zugenommen. Dies geht soweit, dass der Android-Schädling HummingBAD für eine Vielzahl der gesamten Infektionen in der Bundesrepublik verantwortlich ist.

DDoS-Angriffe sind eine weltweite Bedrohung Arbor Networks veröffentlichte neue Zahlen zu weltweiten DDoS (Distributed Denial of Service)-Angriffen für das erste Halbjahr 2016. Die Daten zeigen eine dramatische Zunahme sowohl der Größe als auch der Häufigkeit von DDoS-Angriffen. Die Daten werden durch "Atlas" (Arbor Threat Level Analysis System) ermittelt, einer gemeinschaftlichen Initiative an der rund 330 Service-Provider aus dem Kundenkreis von Arbor Networks beteiligt sind. Die Traffic- und Angriffsdaten der Partner werden anonym zur Verfügung gestellt und durch Atlas analysiert und evaluiert. Arbor Networks generiert anhand dieser Datenbasis einen Gesamtüberblick über die weltweiten Datenverkehrsströme und die globale Bedrohungslage und stellt diese zur Nutzung zur Verfügung.

Download-Trojaner nutzt Sicherheitslücken Der Pokémon Go-Hype rief im Juli auch Cyber-Kriminelle auf den Plan, die mit neuen Applikationen Angriffe auf das Spiel und den Google Play Store vornahmen. Ferner tauchte im Juli ein neuer Encoder für Linux und ein Dropper für Windows auf. Im Juli 2016 entdeckten die Sicherheitsanalysten von Doctor Web Android.Spy.178.origin, der von Cyber-Kriminellen in eine angepasste Version des Smartphone-Spiels Pokémon Go integriert wurde. Die Applikation sammelt auf dem Endgerät des Opfers sensible Daten und übermittelt diese an den Auftraggeber.

Pokémon Go lockt Cyber-Betrüger an Cyberkriminelle folgen stets dem Anwender und seinen Präferenzen. Ist eine App beliebt, treten Betrüger und sonstige Online-Gangster rasch auf den Plan, um daraus Kapital zu schlagen. Das ließ sich in den vergangenen Wochen am Beispiel der mobilen Spiele-App Pokémon Go beobachten, die wegen ihres rasend schnellen Siegeszugs weltweit für Schlagzeilen sorgte. Trend Micro hat insgesamt 149 Apps mit Bezug zu Pokémon Go analysiert, die zwischen dem 8. und 21. Juli auf Google Play abrufbar waren. Nur 11 Prozent davon waren nicht bösartig. Trend Micro hat Google über diese Apps informiert.

Autor / Quelle (abcd) der Beiträge siehe Angabe in Klammern vor Doppelpukt: (abcd:)