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Anstieg bei sogenannten Copy-Cat-Kampagnen


Copy-Cat-Kampagnen auf Basis von CryptoLocker, HMRC, IRS und etliche Attacken und Scams
Aktualisierte Variante des Trojaners ASProx, der Bot-Netze für SQL-Injection und Spam-Attacken aufbaut; eines der aktivsten Bot-Netze in diesem Jahr

(27.05.14) - AppRiver hat ihren "Global Security Report" für das erste Quartal 2014 veröffentlicht. Der Bericht enthält eine detaillierte Analyse der aktuellen E-Mail- und Web-basierten Sicherheitsbedrohungen sowie eine Einordnung und Bewertung der von Januar bis März 2014 beobachteten Malware-Trends. Innerhalb des ersten Quartals 2014 hat AppRiver insgesamt über 14 Milliarden Nachrichten untersucht, von denen 10,9 Milliarden Spam-Nachrichten waren und weitere 490 Millionen Malware enthielten. An der Spitze der Nationen, von denen Spam-Nachrichten ihren Ausgang genommen haben, liegen wieder ein Mal die USA, gefolgt von Europa auf dem zweiten Platz. Die europäischen Topversender sind in der ermittelten Reihenfolge Spanien, Deutschland und Italien. Der diesjährige Januar war außerdem ein Rekordmonat in den Jahren seit 2008: eine von zehn E-Mail-Nachrichten enthielt Malware.

Bereits Ende des letzten Jahres hatte AppRiver einen steilen Anstieg bei sogenannten Copy-Cat-Kampagnen prognostiziert. Das sind Malware-Angriffe, die sich beispielsweise aktuelle Anlässe und Ereignisse wie ein Trittbrettfahrer zunutze machen. Sie nutzen kryptografische Methoden, um an die Daten ihrer potenziellen Opfer zu gelangen. Exakt zu Beginn des neuen Jahres konnte AppRiver eine Reihe von CryptoLocker-artigen Varianten ausfindig machen, die sowohl in zahlreichen Untergrund-Foren kursierten, aber auch außerhalb unterwegs waren. Diese neuartigen Copy Cats basieren auf CryptoClone und CryptoLocker 2.0, die beide über die offiziell angekündigte Fähigkeit verfügen, sich in einen selbstreplizierenden Wurm zu verwandeln. Dieser richtet dann in der Folge einen potenziell größeren Schaden an.

Die AppRiver-Analysten Fred Touchette, Troy Gill und Jon French erläutern in diesem Video die wichtigsten Ergebnisse des Reports:

Sicherheitsvorfälle/Ereignisse – zu den wichtigsten Vorfällen im Umfeld vom E-Mail und Web in den ersten drei Monaten diesen Jahres gehören: Copy-Cat-Kampagnen auf Basis von CryptoLocker, HMRC, IRS und etliche Attacken und Scams, die sich als legitime Nachrichten des National Institute for Health and Excellence tarnten sowie eine aktualisierte Variante des Trojaners ASProx, der Bot-Netze für SQL-Injection und Spam-Attacken aufbaut; eines der aktivsten Bot-Netze überhaupt in diesem Jahr. Fred Touchette empfiehlt – "Jeder sollte sich über potenzielle Malware-Kampagnen informieren und die Augen offen halten. Ein Anzeichen für eine Malware-E-Mail ist beispielsweise, dass nur E-Mail-Adressen oder generalisierte statt persönlicher Anreden verwendet werden. Das sollte immer als Alarmzeichen gedeutet werden, insbesondere dann, wenn der Inhalt vorgibt ganz besonders persönliche und sensible Daten zu enthalten. Hat man auch nur den geringsten Zweifel daran, dass es sich um einen legitimen Absender handelt, sollte man sich die Mühe machen den unterstellten Absender zu authentifizieren."

Web-Metriken – über die üblicherweise ermittelten Daten zu Spam-Mails und Viren hinaus, enthält der aktuelle AppRiver-Report Basisdaten zu Web-basierter Malware; diese Daten wird AppRiver über den Jahresverlauf hinweg weiter evaluieren und zusammenstellen. Web-basierte Malware und Malware, die sich über Downloads installiert, sind stark auf dem Vormarsch. Die erhobenen Daten sollen helfen entsprechende Trends und Muster frühzeitig zu erkennen, um die Sicherheitsmaßnahmen anhand dessen zu verbessern.

"The Cyber-World" – dieser Teil des Reports beschäftigt sich mit zwei unabhängigen Studien, die aufzeigen wie die weltweiten Sicherheitsvorkommnisse in der Cyberwelt sowohl Endbenutzer als auch IT-Verantwortliche und Experten beschäftigen; und er beschäftigt sich damit wie einfach es letzten Endes ist sensible Daten an öffentlichen Plätzen einzusammeln, beispielsweise mittels verschiedener Varianten des "Schulter-Surfens". Zu den folgenreichsten Sicherheitsvorfällen gehörten die HeartBleed-OpenSSL-Schwachstelle und das End of Life von Windows XP.

Darüber hinaus erörtert AppRiver welche Sicherheitsbedenken aktuell unter IT-Fachleuten vorherrschen und wie sie diese für sich bewerten. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage auf der RSA-Konferenz 2014. Die Resultate zeigen, dass IT-Verantwortliche die Bedrohungen durch Cyberkriminelle und externe Attacken als wesentlich höher einstufen, verglichen mit Bedenken, die aus der NSA-Spähaffäre resultieren. (AppRiver: ra)

AppRiver: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Statistiken

  • Spam-Analyse für das Jahr 2016

    Beim Empfangen gefährlicher E-Mails bleibt Deutschland auch im Jahr 2016 weltweiter Spitzenreiter. Generell stieg der Anteil schädlicher E-Mails im Verlauf des vergangenen Jahres an. Das Hauptziel gefährlicher E-Mail-Anhänge: Verbreitung von Ransomware. Diese Erkenntnisse gehen aus dem Bericht "Spam im Jahr 2016" von Kaspersky Lab hervor. Die meisten von Kaspersky Lab im vergangenen Jahr identifizierten schädlichen E-Mails weltweit richteten sich an deutsche Nutzer. Das bedeutet: 14,13 Prozent der Spam-Mails (etwa jede siebte), die im Jahr 2016 einen kompromittierten Anhang oder einen schädlichen Link enthielten, hatten es auf deutsche Anwender abgesehen. Österreich liegt in dieser Kategorie mit einem 2,35-prozentigem Anteil auf dem zehnten Rang - was einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 0,34 Prozentpunkte bedeutet.

  • Malware auf Android-Geräten

    Im Vergleich zum Vorjahr haben Angriffe durch Android-Ransomware im Jahr 2016 um mehr als 50 Prozent zugenommen. Das ist das Ergebnis einer jährlichen Daten-Auswertung von Eset, basierend auf der "Eset LiveGrid"-Technologie. "Insgesamt hat Malware auf Android-Geräten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Ransomware verbreitete sich auf dieser Plattform sogar noch stärker", erklärt Juraj Malcho, Chief Technology Officer bei Eset. "Den Höhepunkt dieser Entwicklung haben wir schon in der ersten Hälfte des Jahres 2016 beobachtet. Aber es keinerlei Zeichen dafür, dass diese Bedrohung in nächster Zeit verschwinden würde."

  • Cloud-Sicherheits- und Bedrohungslage

    Akamai Technologies veröffentlichte ihren "State of the Internet Security Report" für das vierte Quartal 2016. Der Bericht basiert auf Daten aus der "Akamai Intelligent Platform"; er enthält eine Analyse der aktuellen Cloud-Sicherheits- und Bedrohungslage und bietet Einblicke in saisonale Trends. "Die Angriffe durch das Mirai-Botnet im dritten Quartal haben gezeigt, dass ungeschützte Internet-of-Things-Geräte weiterhin für erheblichen DDoS-Angriffs-Traffic sorgen", sagt Martin McKeay, Senior Security Advocate und Senior Editor des State of the Internet Security Report. "Es ist davon auszugehen, dass sich diese Geräte exponentiell verbreiten, wodurch Cyber-Kriminelle auf immer mehr Ressourcen für ihre Angriffe zurückgreifen können. Unternehmen müssen daher ihre Sicherheitsinvestitionen erhöhen. Es steht zu fürchten, dass weitere Sicherheitslücken hinzukommen, bevor die Geräte sicherer werden."

  • DDoS-Attacken über IoT-Bot-Netze

    Im vierten Quartal des Jahres 2016 haben sich DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) deutlich weiterentwickelt. Die Angriffsmethoden werden immer anspruchsvoller und das Internet of Things (IoT, Internet der Dinge) bietet Cyberkriminellen neue - oft unzureichend geschützte - Geräte, über die sie Bot-Netz-basierte DDoS-Angriffe durchführen können. Diese Erkenntnisse gehen aus dem aktuellen DDoS-Report von Kaspersky Lab hervor. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnete das DDoS Intelligence System von Kaspersky Lab in 80 Ländern weltweit DDoS-Attacken, die über Bot-Netze durchgeführt wurden - im vorherigen Quartal waren noch 67 Länder betroffen.

  • Sicherheits-Trends & aktuelle Cyber-Gefahren

    SonicWall hat die Ergebnisse ihres jährlichen Sicherheitsberichts präsentiert. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen: Die Anzahl der Point-of-Sale-Malware hat sich um 93 Prozent verringert. Weit verbreitete Exploit-Kits sind verschwunden und Angriffe durch Ransomware stiegen um das 167-Fache. Aus ihrem "Annual Threat Report 2017" schließt SonicWall, dass der Kampf der Sicherheitsexperten gegen Cyber-Kriminelle im Jahr 2016 unentschieden ausging. Dies lässt sich in Zahlen veranschaulichen: Anders als in den Jahren zuvor, reduzierte sich die Menge der identifizierten, einzigartigen Malware-Exemplare von 64 Millionen 2015 auf 60 Millionen 2016, was einem Rückgang von 6,25 Prozent entspricht. Auch die Anzahl der Malware-Angriffe verringerte sich. Hier sank die Anzahl von 8,19 Milliarden im Jahr 2015 auf 7,87 Milliarden. Im Gegenzug haben die Angriffe von Cyber-Kriminellen mit Ransomware überdurchschnittlich zugenommen. Den Anstieg führt SonicWall vor allem auf Ransomware-as-a-Service (RaaS) zurück.