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Einblick in die Welt der Cyber-Angriffe


Globale Ausweitung von Malware-Angriffen: Heimtückische Server sind mittlerweile in 206 Ländern und Regionen stationiert
Bericht über Angriffe in 2013 deckt Taktiken und effektive Infiltration auf - Alle 1,5 Sekunden hat ein Angriff stattgefunden

(21.03.14) - FireEye hat ihren aktuellen "Advanced Threat Report" veröffentlicht. In dem Report gibt es einen detaillierten Überblick über moderne Bedrohungen, die im Jahr 2013 mit der Sicherheitsplattform von FireEye entdeckt wurden. Der Bericht zeigt außerdem, dass sich Malware-Aktivität inzwischen global soweit ausgebreitet hat, dass sich Angriffs-Server in 206 Ländern finden lassen. Der Bericht stützt sich auf Daten von über 40.000 einzigartige Cyber-Angriffen (über 100 pro Tag) und über 22 Millionen Malware Command and Control (C’n’C) Kommunikationen. Der Report bietet so einen globalen Einblick in die Welt der Cyber-Angriffe, die traditionelle Abwehrmechanismen wie Firewalls, Next Generation Firewalls, IPS, Anti Virus und Gateways mit Leichtigkeit umgehen.

Der Bericht liefert außerdem einen Überblick über die aktuelle Bedrohungslandschaft, die Taktiken der Advanced Persistent Threats und über die Länder, in denen fortschrittliche Angriffe besonders häufig vorkommen. Zusätzlich liefert er einen detaillierten Blick auf Trends in bestimmten Branchen und ein Fallbeispiel über einen hoch entwickelten Angriff aus dem Jahr 2013.

Die Kernaussagen des Advanced Threat Reports sind unter anderem:

>>
Konzerne werden im Schnitt alle 1,5 Sekunden angegriffen. 2012 berichtete FireEye noch, dass alle drei Sekunden ein Angriff stattgefunden hat. Die erhöhte Frequenz zeigt deutlich, wie wichtig die Rolle von Malware bei Cyber-Angriffen heute ist.

>> Die Anzahl der Malware Attack Server und der C’n’C-Infrastruktur ist von 184 in 2012 auf 206 Länder gestiegen. Die USA, Deutschland, Südkorea, China, die Niederlande, Großbritannien und Russland zählen zu den Ländern mit den meisten Servern.

Die Top Ten Länder, die 2013 am häufigsten Opfer von APTs (Advanced Persistant Threats) wurden sind:

>> USA
>> Südkorea
>> Kanada
>> Japan
>> Großbritannien
>> Deutschland
>> Schweiz
>> Taiwan
>> Saudi Arabien
>> Israel

Die folgenden Branchen wurden am häufigsten durch einzigartige Malware-Familien angegriffen:

>> Regierung
>> Beratungsdienstleistung
>> Technologie
>> Finanzdienstleistung
>> Telekommunikation
>> Bildung
>> Luftfahrt/Verteidigung
>> Lokale Regierungen
>> Chemie
>> Energie

Im ersten Halbjahr 2013 war Java das primäre Ziel für Zero-Day-Angreifer. In der zweiten Jahreshälfte konnte FireEye einen Ausbruch an Watering Hole Angriffen beobachten, bei denen Zero Days im Internet Explorer genutzt wurden.
FireEye konnte weltweit fünf Mal mehr Web-basierte Angriffe als E-Mail-Angriffe feststellen. Pro Land gab es drei Mal mehr Web-basierte als E-Mail basierte Angriffe.

"Die erhöhte Frequenz der Angriffe zeigt deutlich, wie attraktiv Malware für die Cyber-Kriminellen ist", kommentiert Dr. Kenneth Geers, Senior Global Threat Analyst bei FireEye. "Überall sehen wir eine Ausbreitung an APTs, Malware, C’n’C Infrastrukturen und der Nutzung von öffentlich zugänglichen Tools. Das globale Ausmaß der Bedrohung macht es für die Cyber Abwehr sehr schwierig festzustellen, aus welcher Richtung der nächste Angriff kommen wird." (FireEye: ra)

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Statistiken

  • Malware- & Netzwerkangriffe nehmen zu

    Wie der aktuell veröffentlichte "WatchGuard Internet Security Report" für das dritte Quartal 2019 belegt, sollte bei per E-Mail eingehenden Word-, RTF- oder anderen Office-Dokumenten weiterhin besondere Vorsicht gelten. Diesmal haben es gleich zwei einschlägige Malware-Varianten in die Top 10 geschafft. Die Nase vorn hat dabei ein Angriffsversuch, der auf einer Schwachstelle des Word-Formeleditors basiert. Dieser ermöglicht es Hackern beliebigen Code auszuführen, sobald das manipulierte Dokument geöffnet wird. Sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch der Verbreitung solch Office-basierter Übergriffe wurden dabei im dritten Quartal neue Bestmarken erreicht: Neben der Anzahl entsprechender Attacken verdoppelte sich auch der Adressatenkreis im Vergleich zum Vorquartal. Die Übermittlung erfolgte in der Mehrzahl aller Fälle per E-Mail. Daher wird es gerade für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter gezielt zu sensibilisieren. Schulungen und Aufklärungsinitiativen können dazu beitragen, dass Anwender solche und andere Übergriffe sowie Phishing-Versuche besser erkennen.

  • Ein Drittel mehr DDoS-Attacken

    Im dritten Quartal 2019 stieg die Anzahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um ein Drittel (30 Prozent) an; mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Attacken fand im September statt. Darüber hinaus gab es einen Anstieg einfacherer DDoS-Angriffe, die vor allem akademische Webseiten im Visier hatten. Der Anstieg ist durch eine Vielzahl einfacherer Angriffe bedingt, während in den vorherigen Quartalen das Wachstum auf eine Zunahme intelligenter Angriffe zurückzuführen war, die von erfahrenen Cyberkriminellen auf Anwendungsebene durchgeführt wurden. In diesem Quartal sank der Anteil dieser Art von Angriffen auf 28 Prozent aller DDoS-Angriffe, im zweiten Quartal machten intelligente Angriffen noch die Hälfte (50 Prozent) aus.

  • Vermehrt Ransomware-Angriffe auf NAS-Systeme

    Kaspersky-Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie eine neue Art von Ransomware-Angriff identifiziert, der im Hinblick auf Network Attached Storage (NAS) ein neues Risiko für Backup-Daten darstellt, die in der Regel auf solchen Geräten gespeichert werden. Da NAS bislang weitgehend als sichere Technologie galt, sind Nutzer hinsichtlich potenzieller Infektionen zumeist unvorbereitet - wodurch deren Daten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Um Network Attached Storages anzugreifen, scannen Cyberkriminelle IP-Adressverzeichnisse und suchen dort nach NAS-Systemen, die über das Internet erreicht werden können. Auch wenn Webschnittstellen nur mittels Authentifizierung zugänglich sind, läuft auf einer Reihe von Geräten Software, die Schwachstellen enthält. Dies ermöglicht es Angreifern, einen Trojaner mittels Exploits zu installieren, der alle Daten auf den mit dem NAS verbundenen Geräten verschlüsselt.

  • Cyberkriminelle schlagen bevorzugt an Werktagen zu

    Barracuda Networks hat ihren aktuellen Spear-Phishing-Report veröffentlicht. Im Zeitraum von Juli bis September 2019 identifizierte der Sicherspezialist 1,5 Millionen Spear-Phishing-Attacken bei über 4.000 Unternehmen oder Institutionen, die "Barracuda Sentinel" einsetzen, ein Cloud-Service mit KI-Lösung zur Echtzeit-Abwehr von Spear-Phishing-Attacken und Betrugsversuchen. Folgender vier Vektoren bedienten sich die Angreifer hauptsächlich: Scamming (39 Prozent): Diese Angriffe zielen ab auf private, sensible und persönliche Informationen wie etwa Kontodaten oder Kreditkartennummern.

  • Sextortion ein sehr großes Problem

    Proofpoint hat ihren neuesten Threat Report für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen aktuelle Trends und Bedrohungen im Bereich Cybersecurity auf. Besonders auffällig ist dabei, dass die Schadsoftware Emotet allein bei 12 Prozent aller E-Mails mit Malware im Anhang zum Einsatz kam - obwohl Emotet nur in den letzten beiden Wochen des Septembers nennenswert aktiv war. Das heißt demnach, dass in diesem kurzen Zeitraum mehrere Millionen von Nachrichten mit bösartigen URLs oder Anhängen versandt wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter der weltweiten Verbreitung von Emotet ist die in Fachkreisen als TA542 (Thread Actor 542) bezeichnete Gruppierung. Diese Gruppe Cyberkrimineller ist für den Vertrieb von Emotet "zuständig" und erweiterte in diesem Zeitraum auch ihr regionales Targeting auf eine Reihe neuer Länder, darunter Italien, Spanien, Japan, Hongkong und Singapur. TA542 hat dabei Methoden angewandt, von denen sich die Gruppe Anfang 2019 zunächst getrennt hatte. Dazu gehören beispielsweise sehr gezielte eingesetzt saisonale und topaktuelle Köder. In diesem Zusammenhang beobachtete Proofpoint zum Beispiel am 23. September, dass in den Nachrichten häufiger als sonst von Edward Snowden die Rede war und die Cyberkriminellen ihre Köder entsprechend anpassten.