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Etwa 230.000 mobile Schadcodes


Mobile Attacken: SMS- und Banking-Trojaner machen deutschen Android-Nutzern zu schaffen
Der Großteil der Banking-Trojaner hat es derzeit auf Nutzer in Russland und den GUS-Länder abgesehen

(24.03.14) - Der Kaspersky-Report "Mobile Bedrohungen im Jahr 2013" zeigt, dass Cyberkriminelle zunehmend auch hierzulande Nutzer von Smartphones und Tablets anvisieren. So werden mobile Nutzer aus Deutschland am zweithäufigsten in Westeuropa attackiert. Im weltweiten Ranking bedeutet dies den sechsten Platz. Kaspersky Lab entdeckte über 143.000 neue mobile Malware im vergangenen Jahr 2013 – mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2012. Insgesamt gibt es derzeit etwa 230.000 mobile Schadcodes. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) davon kamen seit November 2013 hinzu. Nach wie vor konzentrieren sich die Cyberkriminellen auf Android. Mehr als 98 Prozent der mobilen Schädlinge zielen auf die Google-Plattform ab.

Rund vier Millionen schädliche Apps werden von Cyberkriminellen als Vehikel genutzt, um mobile Schädlinge auf Android-basierende Geräte zu verbreiten. Insgesamt 10 Millionen schädliche Apps wurden von Kaspersky Lab zwischen den Jahren 2012 und 2013 entdeckt. Kaspersky Lab sieht eine Steigerung bei mobiler Malware, die für Phishing-Attacken und den Diebstahl von Bankinformationen wie Kreditkarten- oder Banking-Zugangsdaten entwickelt wurde. Im vergangenen Jahr blockierten die Produkte von Kaspersky Lab weltweit 2.500 mobile Infizierungsversuche von mobilen Banking-Trojanern. Derzeit gibt es über 1.300 einzigartige Malware-Samples im Bereich Banking-Trojaner.

"Der Großteil der Banking-Trojaner hat es derzeit auf Nutzer in Russland und den GUS-Länder abgesehen. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass dies in naher Zukunft so bleiben wird. Denn wenn das Interesse der Cyberkriminellen an Bankkonten steigt, werden mobile Trojaner in diesem Jahr auch vermehrt in anderen Ländern auftauchen. Wir kennen dies bereits von Perkel, einem Android-Trojaner, der Kunden mehrerer europäischer Banken ebenso wie der koreanische Schädlinge Wroba attackiert", erläutert Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab.

Top-Gefahr in Deutschland: SMS-Trojaner
Deutschland befindet sich in den Top-10 der am häufigsten attackierten mobilen Nutzer an sechster Stelle. Auf Deutschland entfallen somit 3,2 Prozent aller weltweiten mobilen Attacken. Die meisten Angriffe erfolgen auf Russland (40,34 Prozent). Es folgen Indien (7,9 Prozent), Vietnam (3,96 Prozent), die Ukraine (3,84 Prozent), Großbritannien (3,42 Prozent) und Deutschland.

Bei der Verteilung mobiler Bedrohungen gibt es regionale Unterschiede. In Deutschland treiben vor allem SMS-Trojaner ihr Unwesen. Russische Virenschreiber orientierten sich im vergangenen Jahr 2013 nach Europa, weil dort über das Versenden von SMS-Nachrichten an Premiumnummern Geld zu verdienen ist. Kaspersky Lab registrierte in Deutschland aktive Infektionsversuche mit SMS-Trojanern, insbesondere mit Schädlingen der Familie Agent. Zudem werden in Deutschland aktiv mobile Bank-Trojaner eingesetzt.

Hier die Top-5 der in Deutschland verbreiteten mobilen Schädlingsfamilien
1. RiskTool.AndroidOS.SMSreg (25,88 Prozent der attackierten individuellen Anwender)
2. DangerousObject.Multi.Generic (20,83 Prozent der attackierten individuellen Anwender)
3. Trojan-SMS.AndroidOS.Agent (9,25 Prozent der attackierten individuellen Anwender)
4. Trojan.AndroidOS.MTK (8,58 Prozent der attackierten individuellen Anwender)
5. AdWare.AndroidOS.Ganlet (5,92 Prozent der attackierten individuellen Anwender)

Die Kaspersky-Analyse basiert auf Daten des Kaspersky Security Network (KSN), bei dem Informationen über Cyberattacken auf Kaspersky-Kunden anonym, vertraulich und auf freiwilliger Basis erhoben werden. (Kaspersky Lab: ra)

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Meldungen: Statistiken

  • Malware- & Netzwerkangriffe nehmen zu

    Wie der aktuell veröffentlichte "WatchGuard Internet Security Report" für das dritte Quartal 2019 belegt, sollte bei per E-Mail eingehenden Word-, RTF- oder anderen Office-Dokumenten weiterhin besondere Vorsicht gelten. Diesmal haben es gleich zwei einschlägige Malware-Varianten in die Top 10 geschafft. Die Nase vorn hat dabei ein Angriffsversuch, der auf einer Schwachstelle des Word-Formeleditors basiert. Dieser ermöglicht es Hackern beliebigen Code auszuführen, sobald das manipulierte Dokument geöffnet wird. Sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch der Verbreitung solch Office-basierter Übergriffe wurden dabei im dritten Quartal neue Bestmarken erreicht: Neben der Anzahl entsprechender Attacken verdoppelte sich auch der Adressatenkreis im Vergleich zum Vorquartal. Die Übermittlung erfolgte in der Mehrzahl aller Fälle per E-Mail. Daher wird es gerade für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter gezielt zu sensibilisieren. Schulungen und Aufklärungsinitiativen können dazu beitragen, dass Anwender solche und andere Übergriffe sowie Phishing-Versuche besser erkennen.

  • Ein Drittel mehr DDoS-Attacken

    Im dritten Quartal 2019 stieg die Anzahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um ein Drittel (30 Prozent) an; mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Attacken fand im September statt. Darüber hinaus gab es einen Anstieg einfacherer DDoS-Angriffe, die vor allem akademische Webseiten im Visier hatten. Der Anstieg ist durch eine Vielzahl einfacherer Angriffe bedingt, während in den vorherigen Quartalen das Wachstum auf eine Zunahme intelligenter Angriffe zurückzuführen war, die von erfahrenen Cyberkriminellen auf Anwendungsebene durchgeführt wurden. In diesem Quartal sank der Anteil dieser Art von Angriffen auf 28 Prozent aller DDoS-Angriffe, im zweiten Quartal machten intelligente Angriffen noch die Hälfte (50 Prozent) aus.

  • Vermehrt Ransomware-Angriffe auf NAS-Systeme

    Kaspersky-Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie eine neue Art von Ransomware-Angriff identifiziert, der im Hinblick auf Network Attached Storage (NAS) ein neues Risiko für Backup-Daten darstellt, die in der Regel auf solchen Geräten gespeichert werden. Da NAS bislang weitgehend als sichere Technologie galt, sind Nutzer hinsichtlich potenzieller Infektionen zumeist unvorbereitet - wodurch deren Daten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Um Network Attached Storages anzugreifen, scannen Cyberkriminelle IP-Adressverzeichnisse und suchen dort nach NAS-Systemen, die über das Internet erreicht werden können. Auch wenn Webschnittstellen nur mittels Authentifizierung zugänglich sind, läuft auf einer Reihe von Geräten Software, die Schwachstellen enthält. Dies ermöglicht es Angreifern, einen Trojaner mittels Exploits zu installieren, der alle Daten auf den mit dem NAS verbundenen Geräten verschlüsselt.

  • Cyberkriminelle schlagen bevorzugt an Werktagen zu

    Barracuda Networks hat ihren aktuellen Spear-Phishing-Report veröffentlicht. Im Zeitraum von Juli bis September 2019 identifizierte der Sicherspezialist 1,5 Millionen Spear-Phishing-Attacken bei über 4.000 Unternehmen oder Institutionen, die "Barracuda Sentinel" einsetzen, ein Cloud-Service mit KI-Lösung zur Echtzeit-Abwehr von Spear-Phishing-Attacken und Betrugsversuchen. Folgender vier Vektoren bedienten sich die Angreifer hauptsächlich: Scamming (39 Prozent): Diese Angriffe zielen ab auf private, sensible und persönliche Informationen wie etwa Kontodaten oder Kreditkartennummern.

  • Sextortion ein sehr großes Problem

    Proofpoint hat ihren neuesten Threat Report für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen aktuelle Trends und Bedrohungen im Bereich Cybersecurity auf. Besonders auffällig ist dabei, dass die Schadsoftware Emotet allein bei 12 Prozent aller E-Mails mit Malware im Anhang zum Einsatz kam - obwohl Emotet nur in den letzten beiden Wochen des Septembers nennenswert aktiv war. Das heißt demnach, dass in diesem kurzen Zeitraum mehrere Millionen von Nachrichten mit bösartigen URLs oder Anhängen versandt wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter der weltweiten Verbreitung von Emotet ist die in Fachkreisen als TA542 (Thread Actor 542) bezeichnete Gruppierung. Diese Gruppe Cyberkrimineller ist für den Vertrieb von Emotet "zuständig" und erweiterte in diesem Zeitraum auch ihr regionales Targeting auf eine Reihe neuer Länder, darunter Italien, Spanien, Japan, Hongkong und Singapur. TA542 hat dabei Methoden angewandt, von denen sich die Gruppe Anfang 2019 zunächst getrennt hatte. Dazu gehören beispielsweise sehr gezielte eingesetzt saisonale und topaktuelle Köder. In diesem Zusammenhang beobachtete Proofpoint zum Beispiel am 23. September, dass in den Nachrichten häufiger als sonst von Edward Snowden die Rede war und die Cyberkriminellen ihre Köder entsprechend anpassten.