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Eigenes Bedrohungsprofil besser einschätzen


Advanced Persistent Threats (APTs) sind weiterhin ein ernstzunehmendes Problem – aber nur in einigen Branchen
IT-Sicherheit in Unternehmen: Analyse zur aktuellen Bedrohungslage

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Welchen Cyber-Bedrohungen waren Unternehmen im ersten Quartal 2017 ausgesetzt und wie verteilen sich diese auf einzelne Branchen und Zeiträume? Einblicke zeigt ein neuer Bericht zur aktuellen Bedrohungslage von Rapid7. Basierend auf Daten aus Rapid7s Sicherheitslösungen beleuchtet der Bericht einen repräsentativen Ausschnitt von Sicherheitsanalysen in Unternehmen und untersucht zum Beispiel, mit welcher Häufigkeit in Zeitraum Januar bis März Vorfälle wie Brute-Force-Attacken, Zugriffe mit falschen Identitäten oder bösartige Hash-Angriffe beobachtet wurden. Der Report soll Unternehmen helfen, ihr eigenes Bedrohungsprofil besser einzuschätzen.

Einige der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht:

>> Cyber-Angreifer verlassen sich weiterhin stark auf die Nutzer im Unternehmen als Schwachstelle und lohnenden Angriffspunkt - ob in Form von Phishing-E-Mails, Drive-By-Downloads oder anderen Social Engineering-Taktiken. So wurden zum Beispiel an Wochenenden und Feiertagen weniger Sicherheitswarnungen beobachtet. Die Rapid7-Analysten führten das darauf zurück, dass an diesen Tagen weniger Mitarbeiter online waren, die in die Falle von Angreifern tappen konnten.

>> Advanced Persistent Threats (APTs) sind weiterhin ein ernstzunehmendes Problem – aber nur in einigen Branchen. Bei Organisationen in Bereichen, die im Fokus des staatlichen Interesses liegen, wie etwa Behörden, die Fertigungsbranche oder die Luft- und Raumfahrt-Industrie, wurden zahlreiche hochentwickelte und gezielte Angriffsaktivitäten beobachtet. Die Analyse von Rapid7 zeigte jedoch, dass die Mehrheit der Organisationen außerhalb dieser Branchen nicht von solchen gezielten Angriffen betroffen war.

>> Während ein 30-tägiger Patching-Zyklus früher in der Regel effektiv war, lieferten kritische Schwachstellen in Apache Struts viele Argumente für eine Neuorientierung. Nur wenige Tage, nachdem die Probleme mit Apache Struts veröffentlicht wurden, beobachtete Rapid7 massenhafte Versuche, diese Sicherheitslücken zu nutzen. In einigen Fällen versuchten bis zu neun verschiedene Angreifer, in dasselbe angreifbare System einzudringen, wobei sie verschiedene Scan-Methoden, Exploits und Post-Exploit-Taktiken verwendeten. Ein besseres Verständnis der Risiken durch neu entdeckte Schwachstellen kann Unternehmen dabei helfen, die richtigen Maßnahmen zu priorisieren.
(Rapid7: ra)

eingetragen: 22.06.17
Home & Newsletterlauf: 10.07.17


Rapid7: Kontakt & Steckbrief

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Meldungen: Statistiken

  • Mafia war 2017 digital unterwegs

    Malwarebytes, Anbieterin von Lösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, präsentiert seinen Report über das neue Zeitalter des organisierten Cyberverbrechens. Die Angriffe im Jahr 2017 stiegen nicht nur in ihrer Häufigkeit an, sondern waren auch ausgereifter und erzeugten mehr Schaden. Der Report "The New Mafia: Gangs and Vigilantes - A Guide to Cybercrime for CEOs" entmystifiziert Cybersicherheit und zeigt, welche Parallelen sich zwischen heutigen Cyberkriminellen und den Mafia-Gangs aus den 30er Jahren auftun. Diese neue Generation an Cyberkriminellen ähnelt traditionellen Mafia-Organisationen: Die professionelle Koordinierung sowie Einschüchterungen der Opfer sind nur zwei der sich überschneidenden Punkte. Die Daten von Malwarebytes bestätigen, dass diese Gangs, die sich zurzeit professionalisieren, Unternehmen großen Schaden zufügen können.

  • 57,6 Millionen neue Malware-Samples

    Der neue McAfee Labs Threat Report für Dezember 2017 untersucht den Anstieg und die Trends bei neuer Malware, Ransomware und anderen Bedrohungen im dritten Quartal 2017. Mit 57,6 Millionen neuen Malware-Samples - vier neuen Samples pro Sekunde - verzeichnet der Bericht einen neuen Rekordwert. Darunter finden sich Entwicklungen wie neue dateilose Malware mit bösartigen Makros, eine neue Version der Locky-Ransomware namens "Lukitus" sowie neue Varianten der Banking-Trojaner Trickbot und Emotet. Der Report verzeichnet auch eine hohe Anzahl von Angriffen auf die Sicherheitslücken in der Microsoft-Technologie - obwohl der Plattformanbieter bereits im ersten Quartal 2017 entsprechende Patches veröffentlichte.

  • Kennzahl für neue Malware steigt wieder an

    Im Jahr 2017 wurden täglich weltweit durchschnittlich 360.000 schädliche Dateien von den Technologien von Kaspersky Lab verarbeitet - das bedeutet einen Zuwachs um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem die Anzahl gefährlicher Dateien im Jahr 2015 noch leicht rückläufig war, steigt das Aufkommen von Schadprogrammen im zweiten Jahr in Folge kontinuierlich an. Dieser Trend geht unter anderem aus der Jahresstatistik von Kaspersky Lab für 2017 hervor. Die Anzahl der täglich entdeckten schädlichen Dateien zeigt, wie aktiv Cyberkriminelle bei der Entwicklung und der Verbreitung von Malware sind. Die Kennzahl wurde von Kaspersky Lab erstmalig im Jahr 2011 berechnet - mit damals 70.000 schädlichen Dateien pro Tag und einem Zuwachs bis heute um das Fünffache.

  • Wiederholte Botnet-Infektionen

    Fortinet veröffentlichte die Ergebnisse ihres neuesten "Global Threat Landscape Report". Wie der Bericht zur aktuellen Bedrohungslage zeigt, werden viele Unternehmen wiederholt Opfer von Botnet-Angriffen. Auch der Anstieg bei automatisierter Malware belegt, dass immer mehr Cyber-Kriminelle gängige Exploits mit automatisierten Angriffsmethoden zu schnellen, breit angelegten Attacken kombinieren.

  • PUAs bleiben ein dauerhaftes Problem

    2017 ist fast schon wieder Geschichte und damit beginnt die Saison der Jahresrückblicke. SophosLabs hat die Schadware in 2017 analysiert und Prognosen erstellt. Ein dominantes Security-Thema in 2017 ist Malware für Mobilgeräte, vornehmlich für Android. SophosLabs analysierte, dass es bis Ende 2017 geschätzte 10 Millionen verdächtige Android-Apps geben wird, darunter auch Ransomware, wie sie beispielsweise über Fake-Versionen des populären Spiels "King of Glory" verteilt wurde. 2016 lag Gesamtanzahl an schädlichem Code für Android noch bei 8,5 Millionen. Der größte Anteil von 77 Prozent fällt dabei auf Malware, 23 Prozent auf PUAs (potenziell unerwünschte Anwendungen).