- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Statistiken

Cyberattacken: Ziele, Opfer, Motive und Methoden


Der Trustwave Global Security Report informiert detailliert über die Fakten, die bei Untersuchung hunderter Sicherheitsverletzung aus dem Jahr 2013 und mit Hilfe eigener Bedrohungsdaten ermittelt wurden
Zahlungskarten-Daten führten nach wie vor die Liste der gefährdeten Daten an

(15.07.14) - Trustwave veröffentlicht ihren "Trustwave Global Security Report 2014" über die dominierenden Trends des Jahres 2013 in den Bereichen Cyberverbrechen, Datenschutzverletzungen und Sicherheitsbedrohungen. Der Report informiert darüber, welche Arten von Daten und welche Branchen besonders häufig Ziel der Angriffe waren, wie die Kriminellen eindringen konnten, wann die Opfer einen Angriff bemerkten, welche Trends im Bereich Malware zu verzeichnen sind und viele weitere, wichtige Aspekte der Angriffe auf Unternehmen. Der Report zeigt zudem auf, welche Auswirkungen Cyberverbrechen in verschiedenen Ländern haben und gibt Unternehmen Empfehlungen, um im Kampf gegen Cyberverbrechen zu helfen, Daten zu schützen und Sicherheitsrisiken zu senken.

Die Experten von Trustwave sammelten Daten aus 691 untersuchten Sicherheitsverletzungen (54 Prozent mehr als im Jahr 2012) aus 24 Ländern. Die Ergebnisse wurden ergänzt durch die Erkenntnisse aus den Bedrohungsdaten, die Trustwave in ihren Security Operations Centers weltweit sammelte. Weitere Daten der Studie wurden mit Hilfe der Sicherheitstechnologien und den fortlaufenden Forschungen über Bedrohungen ermittelt. Die Trustwave-Experten haben all diese Daten zusammengetragen und anschließend analysiert.
Die angegriffenen Daten und Systeme:
• >>
Zahlungskarten-Daten führten nach wie vor die Liste der gefährdeten Daten an. 45 Prozent der Datendiebstähle in 2013 betrafen vertrauliche Daten, die nicht im Zusammenhang mit Zahlungskarten standen, was einen Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zu diesen Daten, zählten Finanzkennzahlen, interne Kommunikation, personenbezogene Informationen und verschiedene Arten an Kundendaten

• >> Sicherheitsverletzung im Bereich E-Commerce machten 54 Prozent der Angriffsziele aus. Kassensysteme (Point-of-Sales) waren bei 33 Prozent der im Jahr 2013 untersuchten Fälle betroffen, Rechenzentren in 10 Prozent der Fälle. Die Experten von Trustwave erwarten, dass POS-Systeme und E-Commerce auch im Jahr 2014 und darüber hinaus stark betroffen sein werden.

Die Opfer der Sicherheitsverletzungen:
• >> Die Liste der Länder, in denen die meisten Angriffe stattfanden, führen die USA mit überwältigenden 59 Prozent an. Das sind mehr als doppelt so viele, als beim Platz zwei der Liste – Großbritannien (14 Prozent). Australien ist mit elf Prozent auf Platz drei, gefolgt von Hong Kong und Indien mit jeweils zwei Prozent. Kanada ist mit einem Prozent an sechster Stelle. Ebenfalls gleich auf liegen Neuseeland, Irland, Belgien und Mauritius.

• >> Ähnlich wie bereits im Jahr 2012, ist der Einzelhandel wieder das beliebteste Ziel der Angreifer, mit 35 Prozent der untersuchten Angriffe im Jahr 2013. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie landet mit 18 Prozent der Angriffe auf dem zweiten Platz, das Gastronomiegewerbe belegt mit 11 Prozent den Platz drei.

Die Methoden der Eindringlinge:

• >> Kriminelle nutzen nach wie vor besonders häufig Malware, um in Systeme einzudringen und Daten zu stehlen. Die Top 3 der Länder, in denen Malware im Jahr 2013 gehostet wurden waren die Vereinigten Staaten (42 Prozent), Russland (13 Prozent) und Deutschland (9 Prozent).

• >> Kriminelle nutzten am häufigsten Java Applets, um Malware zu verbreiten – 78 Prozent der von Trustwave aufgedeckten Diebstähle gelangen mit Hilfe von Schachstellen in Java.

• >> 85 Prozent der 2013 entdeckten Datendiebstähle nutzten Plug-ins von Drittanbietern wie Java, Adobe Flash und Acrobat Reader.

• >> Spam machte insgesamt 70 Prozent der eingehenden E-Mails aus, allerdings nahm die Zahl schädlichen Spams in 2013 um fünf Prozent ab. 59 Prozent des schädlichen Spams enthielten schädliche Anhänge, 41 Prozent schädliche Links.

Anwenderfehler:
• >> Ohne es zu wissen, öffneten Angestellte und einzelne Anwender die Einfallstore für Kriminelle durch die Verwendung einfach zu erratender Passwörter. Die Experten von Trustwave entdeckten, dass schwache Passwörter bei 31 Prozent der Schadfälle den Angreifern ermöglichten, einzudringen.

• >> Im Dezember 2013 entdeckten die Trustwave-Forscher den Vorfall rund um das Pony Botnet, bei dem die Anmeldedaten beliebter Webseiten von ungefähr zwei Millionen Nutzern entwendet wurden. Bei der Analyse der Anmeldedaten fanden die Forscher heraus, dass "123456" die Liste der am häufigsten verwendeten Passwörter anführte. Auf den Plätzen danach folgten "123456789", "1234" und danach "password". Beinahe 25 Prozent der Nutzernamen verwendeten gleiche Passwörter für verschiedene Webseiten.

Schwachstellen bei Applikationen:
96 Prozent der von Trustwave 2013 untersuchten Applikationen beinhalteten eine oder mehrere, schwerwiegende Schwachstellen. Dieses Ergebnis belegt, dass Sicherheitstests der Applikationen während der Entwicklung, der Produktion und der Nutzung nötig sind.
Vorfälle entdecken:
• >> Die Trustwave-Experten fanden heraus, dass erfolgreiche Angriffe weiterhin selten bemerkt werden. 71 Prozent der Opfer bemerkten Sicherheitsverletzungen nicht selbst. Die Ergebnisse zeigen allerdings auch, wie wichtig es ist, Angriffe frühzeitig zu entdecken. Dies hilft, die Zeitspanne zu verkürzen, in der die Auswirkungen des Angriffs behoben und der Schaden begrenzt wird. Beispielsweise betrug der Medianwert an Tagen, den Opfer benötigten, um einen Schaden zu beheben, den sie selbst bemerkten, nur einen Tag. Unternehmen, deren Sicherheitsverletzungen durch Dritte bemerkt wurden, benötigten dazu hingegen 14 Tage.

• >> Darüber hinaus deckt der Report auf, dass der Medianwert an Tagen vom ersten Eindringen bis zum Entdecken des Schadens 87 betrug. Der Medianwert an Tagen vom Entdecken des Angriffs bis zur Behebung des Schadens betrug sieben. Nach dem Entdecken einer Sicherheitsverletzung waren 67 Prozent der Opfer in der Lage, die Schäden innerhalb von zehn Tagen einzudämmen. Im Vergleich mit 2012 benötigten Unternehmen weniger lange dazu. Bei der Hälfte der von Trustwave untersuchten Fälle konnten die Opfer die Auswirkungen innerhalb von vier Monaten nach dem ersten Eindringen begrenzen.

Was zu tun ist:
Der Trustwave Global Security Report empfiehlt Unternehmen, die folgenden Schritte umzusetzen:

1. Anwender vor sich selbst schützen: Schulen Sie Angestellte in bewährten Sicherheitsvorkehrungen, darin, welche Passwörter stark sind und woran Social Engineering Taktiken wie Phishing zu erkennen sind. Investieren Sie in Security Gateways für automatisierten den Schutz vor Bedrohungen wie Zero-Day Attacken, Targeted Malware und schadhaften Mails.

2. Schwache Passwörter beseitigen: Implementieren Sie Policies für starke Authentisierung und setzen Sie diese durch. In 30 Prozent der Fälle konnten Angreifer wegen schwacher Passwörter eindringen. Starke Passwörter bestehen aus mindestens sieben Zeichen sowie einer Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zeichen und Zahlen. Sie sind ein entscheidender Faktor, um Sicherheitsverletzungen zu verhindern. Kennwörter, die aus einem Satz mit acht bis zehn Wörtern bestehen, den nur der Anwender kennt, sind eine weitere Möglichkeit. Unternehmen sollten zudem Zwei-Faktor-Authentisierung für Anwender einführen, die Zugriff auf das Netzwerk haben. Dies zwingt die Anwender dazu, sich mit mehr Angaben zu identifizieren, als nur ihrem Namen und Passwort, etwa einem spezifischem Code, der an das Mobiltelefon des Anwenders verschickt wird.

3. Den Rest schützen: Schützen Sie all Ihre Daten. Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit nur weil Sie der Meinung sind, dass Ihre Zahlungskartendaten geschützt sind. Bewerten Sie dabei das gesamte System – von den Endpunkten, über das Netzwerk, die Applikationen und Datenbanken. Jede einzelne Schwachstelle kann Ihre Daten gefährden. Testen und scannen Sie Ihr System fortwährend, um Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, bevor Angreifer diese ausnutzen können.

4. Bedrohungsmodelle erstellen: Erstellen Sie Bedrohungsmodelle und testen Sie mit Hilfe von Penetration Tests, ob Ihr System diese abwenden kann. Ein Test Ihrer Netzwerkhosts, Anwendungen und Datenbanken durch einen Sicherheitsexperten verschafft Ihnen eine Sicht auf Ihr System, wie sie auch echte Angreifer haben (das sogenannte Bedrohungsmodell). Penetration Tests gehen dabei über das reine Entdecken der Schwachstellen hinaus. Sie zeigen Ihnen, wie Angreifer diese Schwachstellen ausnützen können und Ihre Daten stehlen.

5. Reaktionsplan erstellen: Entwickeln Sie einen Reaktionsplan, setzen Sie ihn ein und führen Sie Sicherheitsübungen durch. Erkennen Sie, welche Vorgänge und Hinweise auf Sicherheitsverletzungen ihren Vorfallsreaktionsplan auslösen. Dieser Plan wird Ihrem Unternehmen dabei helfen, Sicherheitsvorfälle schneller zu bemerken, deren Auswirkungen einzudämmen und die Dauer verkürzen.
(Trustwave: ra)

Trustwave: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Statistiken

  • Ransomware bleibt ein Problem

    SophosLabs analysiert in einem Whitepaper die diesjährige Schadsoftware und beschreibt die voraussichtlichen Gefahren für 2018. Ransomware ist gefährlicher denn je und hat zunehmend Linux, Mac und Android-Systeme im Blick. Ransomware hat Unternehmen und Privatanwender in diesem Jahr auffällig zugesetzt. SophosLabs kommt nach seiner Analyse von Daten aus April bis Oktober 2017 zur Prognose, dass auch das nächste Jahr von Ransomware und RaaS (mit DIY-Bausätzen) geprägt sein wird. Neben Windows müssen sich zukünftig auch Linux, Mac und Android User wappnen.

  • Mafia war 2017 digital unterwegs

    Malwarebytes, Anbieterin von Lösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, präsentiert seinen Report über das neue Zeitalter des organisierten Cyberverbrechens. Die Angriffe im Jahr 2017 stiegen nicht nur in ihrer Häufigkeit an, sondern waren auch ausgereifter und erzeugten mehr Schaden. Der Report "The New Mafia: Gangs and Vigilantes - A Guide to Cybercrime for CEOs" entmystifiziert Cybersicherheit und zeigt, welche Parallelen sich zwischen heutigen Cyberkriminellen und den Mafia-Gangs aus den 30er Jahren auftun. Diese neue Generation an Cyberkriminellen ähnelt traditionellen Mafia-Organisationen: Die professionelle Koordinierung sowie Einschüchterungen der Opfer sind nur zwei der sich überschneidenden Punkte. Die Daten von Malwarebytes bestätigen, dass diese Gangs, die sich zurzeit professionalisieren, Unternehmen großen Schaden zufügen können.

  • 57,6 Millionen neue Malware-Samples

    Der neue McAfee Labs Threat Report für Dezember 2017 untersucht den Anstieg und die Trends bei neuer Malware, Ransomware und anderen Bedrohungen im dritten Quartal 2017. Mit 57,6 Millionen neuen Malware-Samples - vier neuen Samples pro Sekunde - verzeichnet der Bericht einen neuen Rekordwert. Darunter finden sich Entwicklungen wie neue dateilose Malware mit bösartigen Makros, eine neue Version der Locky-Ransomware namens "Lukitus" sowie neue Varianten der Banking-Trojaner Trickbot und Emotet. Der Report verzeichnet auch eine hohe Anzahl von Angriffen auf die Sicherheitslücken in der Microsoft-Technologie - obwohl der Plattformanbieter bereits im ersten Quartal 2017 entsprechende Patches veröffentlichte.

  • Kennzahl für neue Malware steigt wieder an

    Im Jahr 2017 wurden täglich weltweit durchschnittlich 360.000 schädliche Dateien von den Technologien von Kaspersky Lab verarbeitet - das bedeutet einen Zuwachs um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem die Anzahl gefährlicher Dateien im Jahr 2015 noch leicht rückläufig war, steigt das Aufkommen von Schadprogrammen im zweiten Jahr in Folge kontinuierlich an. Dieser Trend geht unter anderem aus der Jahresstatistik von Kaspersky Lab für 2017 hervor. Die Anzahl der täglich entdeckten schädlichen Dateien zeigt, wie aktiv Cyberkriminelle bei der Entwicklung und der Verbreitung von Malware sind. Die Kennzahl wurde von Kaspersky Lab erstmalig im Jahr 2011 berechnet - mit damals 70.000 schädlichen Dateien pro Tag und einem Zuwachs bis heute um das Fünffache.

  • Wiederholte Botnet-Infektionen

    Fortinet veröffentlichte die Ergebnisse ihres neuesten "Global Threat Landscape Report". Wie der Bericht zur aktuellen Bedrohungslage zeigt, werden viele Unternehmen wiederholt Opfer von Botnet-Angriffen. Auch der Anstieg bei automatisierter Malware belegt, dass immer mehr Cyber-Kriminelle gängige Exploits mit automatisierten Angriffsmethoden zu schnellen, breit angelegten Attacken kombinieren.